Floppy Knights ist ein rundenbasiertes Strategiespiel für den PC, das taktisches Deck-Building mit Grid-basierten Kämpfen verbindet. Die Spielerin übernimmt die Rolle von Phoebe, einer jungen Tüftlerin, die mit Gelegenheitsjobs das Geld für den Auszug verdient - unterstützt von ihrem Roboterarm Carlton. Im Mittelpunkt stehen die Floppy Knights: Projektionen aus Disketten, mit denen man in einer farbenfrohen Welt aus Retro-Technik und Fantasy Abenteuer besteht.
Gameplay
Im Zentrum steht das Zusammenstellen von Decks aus verschiedenen Fraktionen und das taktische Platzieren von Einheiten auf einem Rasterfeld. Jede Schlacht erfordert kluge Positionierung und gezielte Kartenauswahl, um Gegner auszumanövrieren. Einheiten bringen eigene Fähigkeiten mit, die während des Kampfes weitere Karten erzeugen und so dynamische Strategien ermöglichen. Spieler kombinieren Fraktionen wie Plants, die auf Upgrades, Heilung und Terrainkontrolle setzen, Monsters, die Rüstung und Leben gegen Boni eintauschen, oder Hooligans, die auf Tempo, Gift und Tarnung setzen. Ergänzende Karten lassen sich einspielen oder umdrehen, um Combos zu starten und den Kampfverlauf zu beeinflussen.
Handgezeichnete Umgebungen reichen von üppiger Vegetation über Vulkane und Eishöhlen bis hin zu nebelverhangenen Wäldern. Kämpfe drehen sich um das Planen von Zügen und das Anpassen an zufällig generierte Karten statt um feste Aufstellungen. Ein mitreißender Retro-Soundtrack begleitet die Begegnungen und sorgt für eine leichte, positive Stimmung. Neue Karten und Charaktere werden im Verlauf freigeschaltet und erweitern die Möglichkeiten, ohne das Kernprinzip - Ritter auswählen, Strategien schmieden, Züge ausführen - zu verändern.
Spielmodi
Im Hauptmodus begleitet man Phoebe und Carlton durch eine Reihe storygetriebener Missionen, die mit dem Ziel verbunden sind, durch lokale Jobs und Wettbewerbe Geld zu verdienen. Die Begegnungen führen nach und nach neue Fraktionsdecks ein und stellen die Spielerin vor immer abwechslungsreichere Herausforderungen. Nebenquests bieten zusätzliche Story-Level und Herausforderungsstufen, die neue Kartensets wie Prototypen oder Schleime freischalten und in bestehende Decks integrieren.
Challenge-Level innerhalb dieser Episoden testen gezielt bestimmte Mechaniken, etwa die Erzeugung von Runenkarten auf Spezialfeldern oder Synergien zwischen mehreren Einheiten. Alle nach dem Release erscheinenden Inhalte bleiben kostenlos und fügen sich nahtlos in das Grundspiel ein. Dadurch lassen sich frühere Missionen mit erweiterten Optionen erneut spielen. Die Struktur lädt dazu ein, mit unterschiedlichen Fraktionskombinationen zu experimentieren und so den Wiederspielwert zu erhöhen.
Grafik und Präsentation
Die handgezeichnete Grafik von Marlowe Dobbe verleiht dem Spiel einen unverwechselbaren Stil mit ausdrucksstarken Charakteranimationen und farbenfrohen Umgebungen, die das Retro-Tech-Thema widerspiegeln. Jede Floppy Knight trägt klare visuelle Merkmale ihrer Fraktion und Fähigkeiten, sodass Einheiten im Kampf leicht zu erkennen sind. Die Oberfläche bleibt übersichtlich, sodass der Fokus auf dem Grid und den Karten liegt, während Effekte wie Terrainveränderungen oder Statusänderungen deutlich rückgemeldet werden.
Das Sounddesign ergänzt die Optik mit einem eingängigen Retro-Soundtrack, der sich dezent an die Kampfintensität anpasst. Carltons Stimmauftritte verleihen der Erzählung Persönlichkeit, ohne die taktischen Elemente zu überlagern. Insgesamt wirkt das Paket stimmig für ein Indie-Spiel: Es setzt auf Charme und Lesbarkeit statt auf hochauflösende Effekte.
Lohnt sich das Spiel?
Floppy Knights richtet sich an Spieler, die rundenbasierte Strategiespiele mit Deck-Experimenten und taktischer Positionierung schätzen. Die Verbindung aus Kartenmanagement und Grid-Taktik sorgt für abwechslungsreiche Runden, deren Komplexität mit freigeschalteten Karten wächst. Rezensionen loben den niedrigen Einstieg für Einsteiger und die Tiefe für Fortgeschrittene, gepaart mit schnellem Kampfverlauf ohne lange Wartezeiten.
Auf Steam erhält das Spiel eine „Sehr positiv"-Bewertung. Spieler heben das befriedigende Fortschrittssystem und den Wiederspielwert durch die Vielfalt der Fraktionen hervor. Kostenlose Updates nach dem Release haben den Inhalt erweitert und halten das Spiel auch nach Abschluss der Hauptstory frisch. Besonders Fans von Deck-Buildern und rundenbasierten Taktikspielen, die eine in sich geschlossene Kampagne ohne Multiplayer oder Live-Service-Elemente suchen, finden hier eine passende Erfahrung. Wer kurze, durchdachte Kämpfe gegenüber langen Kampagnen bevorzugt, kommt mit dem Missionsaufbau gut zurecht.