Get Packed: Fully Loaded ist ein actionlastiges Indie-Casualspiel, das sich ganz auf lokales Couch-Co-op-Verladen konzentriert. Die Spieler übernehmen die chaotische Aufgabe, eine ganze Stadt vor dem Zugriff eines Konzerns zu räumen - und müssen Möbel, Geräte und andere Gegenstände mit Physik ins Umzugslaster bugsieren, ohne dass der entstehende Trümmerhaufen alles blockiert.
Gameplay
Im Zentrum steht das Greifen und Transportieren von Objekten durch Wohnungen und Geschäfte. Auf dem Controller zählt vor allem, wie präzise man kippt, dreht und stapelt - Geschwindigkeit allein reicht nicht. Die Physik sorgt dafür, dass Teile umfallen, an Wände prallen oder Kettenreaktionen auslösen, die den Fortschritt mal erleichtern, mal erschweren. Allein oder zu viert kann man kooperativ oder kompetitiv durch dieselben Räume ziehen. Kulisse ist Ditchlington, das von einer Salzminenfirma zwangsgeräumt wird; jede Etappe ist daher ein hektischer Umzug, der Schutt und Bauschäden hinterlässt.
Zwölf Charaktere bieten unterschiedliche Optik und Bewegungsstile; Outfits und Aussehen lassen sich vor Spielbeginn anpassen. Sechs Abschnitte mit insgesamt achtzehn Umgebungen stehen bereit, jede mit Nebenaufgaben, die sorgfältiges Packen belohnen. Explosionen und Umweltgefahren sorgen während der Transportläufe für zusätzliche Risiken.
Spielmodi
Im Kampagnen-Modus durchläuft das Team unter Zeitdruck und storybedingten Auflagen eine Abfolge von Leveln. Destruction-Modus dreht sich nur noch um maximalen Schaden: Sprengstoff und Aufprall-Effekte dürfen frei genutzt werden, Packen ist hier zweitrangig. Time-Attack belohnt schnelles, sauberes Verladen mit Zeitboni, während zerbrochene Gegenstände die Uhr zusätzlich ausbremsen.
Im Versus-Modus stehen zehn extra Levels für lokale oder Online-Wettkämpfe bereit; wer zuerst die meisten Punkte oder das meiste Geld sichert, gewinnt. Alle Modi lassen sich sowohl kooperativ als auch gegeneinander spielen - Gruppen können also innerhalb einer Session zwischen Teamwork und Rivalität wechseln.
Mehrspieler und Barrierefreiheit
Ein bis vier Spieler werden unterstützt: Split-Screen für lokale Runden, Online-Verbindung für entfernte Mitspieler. Allein oder im Team kann die Kampagne absolviert werden; Schwierigkeit und Ziele skalieren automatisch mit der Teilnehmerzahl. Charakterauswahl und -anpassung sorgen dafür, dass man bereits abgeschlossene Level mit neuen Teams erneut angeht.
Lohnt sich der Titel?
Die Resonanz ist gemischt: Auf Steam liegt die positiven Nutzerbewertungen bei 45 Prozent. Viele loben das befriedigende Physik-Chaos in der Gruppe und den humorvollen Umzugs-Ansatz, andere ärgern sich über ausrutschende Gegenstände oder ungewollte Abwürfe. Das Spiel richtet sich an alle, die kurze, wiederholbare Sessions mit zerstörerischem Koop-Action suchen, statt tiefgehende Progression oder laufende Updates. Wer physikbasierte Partyspiele mit Freunden mag, findet vor allem im lokalen Spiel mit guter Absprache den meisten Spaß. Auf dem PC ist der Titel für alle Gruppen mit Controller-Setup leicht zugänglich.