Gordian Quest ist ein deckbasiertes Strategie-Rollenspiel in einer Welt, die von einem finsteren Fluch heimgesucht wird. Spieler führen Heldengruppen durch rundenbasierte Kämpfe, verwalten Ressourcen, Fertigkeiten und Gruppenzusammenhalt und versuchen so, die Dunkelheit in Wrendia zurückzudrängen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer Dreiergruppe, die auf Missionen mit rundenbasierten Gefechten geführt wird. Jede Schlacht greift auf ein Deck aus Fertigkeiten zurück, das im Laufe der Zeit erweitert und verfeinert wird. Helden erlernen neue Fähigkeiten durch Training und enge Bindungen, die gemeinsame Optionen im Kampf freischalten. Waffen, Rüstungen und Schmuckstücke beeinflussen die Leistung jedes Charakters, während prozedural generierte Karten für wechselnde Layouts und Begegnungen sorgen.
Regelmäßig ergeben sich Entscheidungsmomente, die oft über Würfelwürfe den Verlauf einer Quest oder den Zustand eines Helden verändern. Gesammelte Beute stärkt die Gruppe, und ein Carryover-System ermöglicht es, Fortschritte aus einem Modus über Artefakte in andere zu übertragen. So entsteht ein Kreislauf, der sowohl taktisches Geschick im Kampf als auch langfristige Gruppenentwicklung über mehrere Durchläufe belohnt.
Spielmodi
Im Kampagnen-Modus durchqueren Spieler vier Akte, die von den unruhigen Gebieten Westmires bis zum Himmelreich reichen. Die lineare Handlung wird durch die deckbasierten Kampf- und Entwicklungsmechaniken begleitet.
Der Realm-Modus bietet die Roguelite-Variante mit zufälligen Bedrohungen und Belohnungen in fünf unterschiedlichen Reichen oder einer Endlos-Variante für längere Läufe. Der Abenteuer-Modus eröffnet prozedural generierte Gebiete zur freien Erkundung und enthält Solo-Herausforderungen für fortgeschrittene Gruppen. Der Scharmützel-Modus ermöglicht direkte 1-gegen-1-Duelle, bei denen jeder Teilnehmer eine Dreiergruppe aufstellt.
Alle Modi nutzen dieselben Systeme, unterscheiden sich aber in Tempo und Zielen und bieten so die Wahl zwischen narrativer Struktur und wiederholten, hochvariablen Sessions.
Helden und Anpassung
Es stehen zehn unterschiedliche Helden zur Verfügung, jeder mit einer eigenen Klasse, Fertigkeiten und Kampfrolle. Das Aufgebot umfasst Swordhand, Cleric, Ranger, Scoundrel, Spellbinder, Druid, Bard, Warlock, Golemancer und Monk. Gruppen bestehen aus beliebigen drei dieser Helden; insgesamt stehen rund 800 passive und aktive Fähigkeiten zur Verfügung, die sich zu mächtigen Kombinationen verbinden lassen.
Helden verbessern sich durch Upgrades, Trainingseinheiten und Ausrüstung. Zufällige Fertigkeitsvergabe und Karten-Generierung sorgen dafür, dass jeder Durchlauf einzigartig bleibt. Die Schwierigkeitsstufen reichen vom Standard bis zu einem Hardcore-Modus mit Permadeath und unterstützen sowohl experimentelle Builds als auch wiederholte Optimierungsversuche.
Lohnt es sich?
Gordian Quest spricht vor allem Spieler an, die deckbasierte Systeme mit rundenbasierten Strategie- und Roguelite-Elementen kombinieren möchten. Die Vollversion erschien 2022 nach einer Early-Access-Phase und erhält mit 87 Prozent Zustimmung von Tausenden Bewertungen ein „Sehr positiv"-Rating. Aktuelle Rückmeldungen loben die Tiefe der Fertigkeitskombinationen und die langfristige Gruppenentwicklung über verschiedene Modi hinweg.
Wer ein Einzelspieler-Erlebnis mit gelegentlichen Wettbewerbs-Elementen sucht, profitiert vom Artefakt-System, das Belohnungen zwischen Spielstilen überträgt. Die Vielfalt an Schwierigkeitsstufen und prozeduralen Elementen bietet hohen Wiederspielwert, ohne dass weitere Käufe nötig sind. Spieler, die planvolles Vorgehen im Kampf schätzen, berichten von der stärksten Bindung an die Systeme.