Guns Undarkness ist ein strategisches JRPG in einer postapokalyptischen Zukunft, in der ein nuklearer Konflikt die Gesellschaft in Besitzende und Benachteiligte gespalten hat. Spieler übernehmen die Rolle eines unerfahrenen Agenten, der dem Alpha Team beitritt - einer privaten Militäreinheit, die von der amphibischen U-Boot-Basis Maroon aus operiert. Die Geschichte dreht sich um die Aufdeckung verborgener Wahrheiten inmitten des globalen Chaos, das die Fraktion Thousand Plateaus mit ihrer primitivistischen Agenda ausgelöst hat.
Gameplay
Das Gameplay wechselt zwischen taktischer Erkundung auf dem Spielfeld und klassischen Kampfsequenzen. Im Feldmodus steuert man den Protagonisten zusammen mit bis zu drei Begleitern und gibt per Handzeichen Anweisungen, um sie in Deckung zu bringen. Dadurch lassen sich Hinterhalte vorbereiten, die bei unentdecktem Vorgehen Bonus-Schaden gewähren. Sobald der Kampf beginnt, wechselt das Spiel in ein rundenbasiertes System, bei dem die zuvor eingenommenen Positionen als taktischer Vorteil übernommen werden.
Im Kampf stehen Ressourcenmanagement und kluge Entscheidungen im Mittelpunkt. Normale Angriffe kosten kein SP und ermöglichen Folgeaktionen aus der Deckung, wenn Schwachstellen getroffen werden. Fertigkeiten verbrauchen SP für höheren Schaden, sind aber kostenlos, wenn sie aus der Deckung heraus eingesetzt werden. Die Waffenaffinität beeinflusst die Schadensberechnung anhand der gegnerischen Verteidigungsmerkmale und belohnt gezieltes Ausnutzen von Schwächen. Zudem verfügen die Waffen über Spezialfähigkeiten, die Buffs oder Debuffs erzeugen können. Nach siegreichen Kämpfen werden Erfahrungspunkte sowohl für die Charakterentwicklung als auch für Waffenverbesserungen vergeben, wobei letztere neue Fertigkeiten freischalten.
Zwischen den Missionen verbringt das Team Zeit an Bord der Maroon. Hier können Nebenaufträge angenommen, Geschäfte auf der Weltkarte besucht und Feuerwaffen durch Anbauteile oder selbst gefertigte Modelle aus gesammelten Blaupausen und Materialien angepasst werden. Diese Systeme fördern das Experimentieren mit verschiedenen Ausrüstungskonfigurationen, die auf unterschiedliche Gegner und Missionsanforderungen abgestimmt sind.
Spielmodi
Guns Undarkness konzentriert sich auf eine Einzelspieler-Kampagne, die taktische Erkundung mit rundenbasierten Kämpfen verbindet. Die Feldphase dient als strategische Tarnschicht, in der man Verbündete positioniert und Kämpfe unter günstigen Bedingungen einleitet. Erfolgreiche Hinterhalte fließen direkt in die Kampfphase über und schaffen so einen fließenden Übergang von Vorbereitung zu Auseinandersetzung.
Der Fortschritt ist an die Handlung in zerstörten Gebieten wie Ruinenstädten, Küstendörfern und verlassenen Forschungseinrichtungen gekoppelt. Nebenaktivitäten auf der Weltkarte bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Waffenverbesserung und Teamstärkung, ohne die Kernmechanik aus Positionierung und befehlsbasiertem Kampf zu verändern. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Wettbewerbsmodi; das Spiel bleibt auf narrative Missionen und Basisverwaltung fokussiert.
Story and Setting
Das Jahr 2045 bildet den Hintergrund nach dem Great Reset, einem nuklearen Krieg, den die Thousand Plateaus zur Durchsetzung ihres primitivistischen Weltbilds und zur Zerstörung moderner Technologie ausgelöst haben. Die Gesellschaft ist zersplittert: Wohlhabende Enklaven halten an den Resten der Infrastruktur fest, während ärmere Regionen ständig von Plünderern bedroht werden, die mit dem Regime sympathisieren. Der Protagonist stößt zum BTI Alpha Team unter Commander McGovern und arbeitet mit den Veteranen Will und Zach, der Androidin Naomi sowie später einem mysteriösen östlichen Agenten zusammen.
Die Beziehungen innerhalb des Teams beeinflussen die Kampfeffektivität, da enge Bindungen kombinierte Fähigkeiten stärken. Jedes Mitglied bringt einen eigenen Kampfstil mit - von Schrotflinten-Unterstützung über wendige Pistolenangriffe bis hin zur Präzision der Androidin. Die übergreifende Handlung thematisiert Verbindung und mögliche gesellschaftliche Erneuerung inmitten der Zerstörung, wobei die außergewöhnliche TAGS-Ausrüstung des Protagonisten auf eine ungewöhnliche Aufgabe für einen Neuling hinweist.
Lohnt es sich?
Eine spielbare Demo, die Anfang 2025 erscheinen soll, ermöglicht es, die Feldpositionierung, Hinterhalt-Mechaniken und das rundenbasierte System vor dem geplanten Release 2026 selbst auszuprobieren. Die Kombination aus taktischer Vorbereitung und befehlsbasiertem Kampf bietet einen eigenständigen Ansatz innerhalb des JRPG-Genres und wird durch die musikalische Leitung von Shoji Meguro unterstützt. Waffencustomization und die dualen Erfahrungssysteme sorgen für spürbare Fortschritte, die zum wiederholten Ausprobieren unterschiedlicher Ausrüstungen einladen.
Spieler, die taktische JRPGs mit Positions- und Deckungselementen sowie charaktergetriebenen Geschichten schätzen, werden die Struktur als ansprechend empfinden. Das postnukleare Setting und die Fraktionskonflikte liefern den Kontext für die Missionen, ohne Vorkenntnisse aus früheren Serienteilen zu erfordern. Wer reines Action-Gameplay oder umfangreiche Mehrspieler-Modi sucht, wird hier nicht fündig - der Fokus liegt auf bedachtem Einzelspieler-Tempo und Teamkoordination. Die Demo gibt die beste Orientierung, ob das Spiel zum eigenen Geschmack passt.