Hell Yeah! Wrath of the Dead Rabbit ist ein Einzelspieler-Action-Platformer in einer stilisierten Höllenwelt. Man steuert Ash, einen Teufelskaninchen und Höllenprinzen, der nach dem Auftauchen privater Fotos im Netz einen Rachefeldzug startet. Das Spiel verbindet Erkundung, Kämpfe und leichte Sammel-Elemente in mehreren großen, miteinander verbundenen Gebieten.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Kombination aus Platforming und einem Jetpack mit Bohraufsatz. Damit kann Ash fliegen, bestimmte Wände durchbohren und Gegner im Nahkampf zerfetzen. Kämpfe wechseln zwischen Schüssen aus der Luft und Bodenbewegungen, während der Bohrer Umgebungszerstörung und das Zermalmen von Feinden ermöglicht. Fortschritt ergibt sich aus dem Freilegen von Pfaden durch monsterverseuchte Zonen, dem Entdecken versteckter Wege und dem Abschließen optionaler Aufgaben in jedem Bereich.
Aus besiegten Gegnern erhält man Währung und Gegenstände, mit denen man in Läden Waffen-Upgrades und Jetpack-Modifikationen kauft. Diese Verbesserungen erweitern die Angriffsmöglichkeiten und erhöhen die Beweglichkeit. Über dreißig spezielle Finish-Sequenzen spielen sich nach dem Schwächen bestimmter Monster als kurze interaktive Einspieler ab und betonen übertriebene, cartoonartige Gewalt. Heilstationen sorgen für längere Spielphasen, und das Design lädt dazu ein, dieselben Gebiete erneut zu erkunden, um Geheimnisse zu finden.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich für Einzelspieler ausgelegt. Die Hauptkampagne erstreckt sich über zehn große Welten mit linearen und verzweigten Pfaden sowie optionalen Nebenaktivitäten. Jede Welt beherbergt Dutzende Monster mit eigenen Verhaltensweisen und Erscheinungsbildern, insgesamt einhundert einzigartige Gegnertypen. Nebenquests und Sammelobjekte bieten zusätzliche Ziele für Spieler, die alles abschließen möchten. Es gibt keine separaten Wettkampf- oder Koop-Modi, sodass alle Aktivitäten innerhalb der Kampagne aus Erkundung und Vernichtung bestehen.
Grafik und Humor
Die Präsentation setzt auf knallbunte, übertriebene Cartoon-Grafik, die zum gewalttätigen Gameplay kontrastiert. Die Umgebungen zeigen unterschiedliche Ecken der Hölle mit farbenfrohen Hintergründen und detaillierten Monster-Designs. Der Humor entsteht aus der Prämisse eines Kaninchenprinzen, der durch die Unterwelt tobt, sowie aus den übertriebenen Finish-Sequenzen. Audio und Animationen unterstreichen den leichten Ton auch in intensiven Kampfpassagen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Fans von 2D-Plattformern, die präzise Bewegungsherausforderungen mit häufigen Kämpfen und leichter Anpassung verbinden. Jetpack und Bohrer erzeugen ein eigenständiges Spielgefühl, das Experimentieren mit Positionierung und Upgrades belohnt. Komplettierungssammler finden über die zehn Welten hinweg reichlich Geheimnisse und Monster. Die Resonanz war gemischt: gelobt wurden Grafikstil, Humor und befriedigende Gewalt, kritisiert wurden schwammige Steuerung und gelegentliche Wiederholungen. Das Spiel ist weiterhin auf dem PC erhältlich, ohne weitere Updates oder saisonale Inhalte. Wer auf der Suche nach einem skurrilen, in sich abgeschlossenen Action-Platformer aus den frühen 2010er-Jahren ist und humorvolle Gore sowie Erkundung ohne Multiplayer schätzt, könnte hier eine unterhaltsame Abwechslung finden.