High Hell ist ein kompaktes, aber intensives Action-Indie-First-Person-Shooter-Erlebnis, das auf schnelle Bewegungen und präzises Schießen setzt. Entwickelt von Terri Vellmann und Doseone, schlüpfen Spieler in die Rolle eines Schrotflinten-Rächers, der in eine neongetränkte Unterwelt voller skurriler Ziele hinabsteigt. Das Gameplay dreht sich um das Säubern von Räumen und das Erfüllen von Aufgaben in kurzen, handgefertigten Levels, die sowohl taktisches Positionieren als auch aggressives Vorgehen belohnen.
Gameplay
Im Zentrum steht eine Pump-Action-Schrotflinte, die schnelles Nachladen und genaues Zielen auf engem Raum erfordert. Spieler können sich entweder lautlos an Feinde heranschleichen oder Türen eintreten und direkt ins Gefecht stürzen. Ein charakteristischer Dropkick sorgt für Chaos in Gruppen und eröffnet neue Angriffsmöglichkeiten. Nach dem Kampf lassen sich Geldstapel verbrennen, um den Score zu steigern und für zusätzliche Befriedigung zu sorgen.
Die Steuerung ist auf Tastatur und Maus ausgelegt und fühlt sich extrem reaktionsschnell an. Die Level laden zum Experimentieren ein: Mit Abkürzungen, versteckten Pfaden und Umgebungsdetails wie strategisch platzierten Zigarettenkippen lassen sich Vorteile erzielen. Die Begegnungen sind kurz und intensiv - meist nur Sekunden lang -, sodass ständige Anpassung an Gegnerpositionen und Missionsziele gefragt ist, ob es um das Retten von Tieren oder das Zerstören bestimmter Objekte geht.
Optisch dominiert ein kräftiges Neon-Design vor dunklen Unterwelt-Kulissen, während der Soundtrack mit einem harten, elektronischen Score die chaotische Action unterstreicht. Jede Etappe steigert die Absurdität - von hirngewaschenen Schimpansen bis zu exzentrischen Bossen.
Spielmodi
High Hell bietet eine Singleplayer-Kampagne mit über 20 einzigartigen Missionen. Diese verbinden klassischen Kampf mit skurrilen Aufgaben wie dem Beschädigen von Firmenlogos, dem Zerschlagen von Kartellstrukturen oder der Rettung von Opferziegen. Der Fortschritt ist linear, aber dank mehrerer Routen und Geheimnisse pro Level hochgradig wiederholbar.
Eingebaute Bestenlisten für Punkte und Bestzeiten machen die Kampagne zu einer Speedrun-Herausforderung. Multiplayer- oder Koop-Modi gibt es nicht - der Fokus liegt ganz auf Solo-Runs und der Verfeinerung von Strategien in denselben handgefertigten Umgebungen.
Der Wiederspielwert entsteht durch neue Taktiken statt prozeduraler Generierung. Ob maximale Zerstörung oder schnellstmögliche Durchquerung - unterschiedliche Prioritäten führen zu abwechslungsreichen Durchläufen.
Sound und Präsentation
Doseones Soundtrack treibt das Spiel mit energiegeladenen Tracks voran, die sich dynamisch an die Action anpassen. Das Audio-Design legt Wert auf wuchtige Schrotflinten-Schüsse und Umgebungsfeedback, sodass jeder Treffer und Tritt spürbar bleibt. Gelegentliche interaktive Zwischensequenzen treiben die minimalistische Geschichte voran - mit Fokus auf Humor und Verwirrung statt tiefgründiger Erzählung.
Die Level sind kompakt gestaltet und packen mehrere Ziele und Gegnertypen in kurze Sitzungen von wenigen Minuten. Das Konzept eignet sich ideal für schnelle Runden, bietet aber genug Tiefe für Spieler, die jedes Detail meistern möchten.
Lohnt sich das Spiel?
High Hell bietet ein fokussiertes Arcade-First-Person-Shooter-Erlebnis, das bei der ersten Durchspielung etwa ein bis zwei Stunden dauert. Seine Stärke liegt im befriedigenden Kreislauf aus Bewegung, Schießen und kreativer Zerstörung - ideal für kurze, intensive Sessions. Besonders geeignet ist das Spiel für Fans von Twitch-Shootern mit Charakter, die auf lange Kampagnen oder regelmäßige Updates verzichten können.
Die Resonanz ist überwiegend positiv: Gelobt werden die präzise Steuerung, die einprägsame Optik und die Bestenlisten als Anreiz für Wiederholungen. Wer Indie-Action mit Qualität statt Quantität sucht und skurrile Missionsziele schätzt, wird hier fündig. Wer hingegen große Welten oder Multiplayer sucht, findet das Spiel möglicherweise zu eng - für puren neongetränkten Shooter-Spaß hält die Kampagne jedoch auch Jahre nach Release stand.
- Schnellkampf mit Schrotflinte und Dropkick-Optionen
- Über 20 handgefertigte Missionen mit unterschiedlichen Zielen
- Bestenlisten für Punkte und Zeiten
- Starker Fokus auf Präzision mit Tastatur und Maus