Hohokum ist ein Indie-Abenteuerspiel, das auf freier Erkundung in einer Reihe handgefertigter, eigenständiger Welten basiert. Spieler steuern den Long Mover, ein schlangenähnliches Wesen, das durch surreale Umgebungen gleitet, die voller interaktiver Elemente stecken. Im Mittelpunkt steht das Entdecken im eigenen Tempo, ohne feste Herausforderungen oder Wettbewerb.
Gameplay
Im Kern geht es darum, den Long Mover durch farbenfrohe, abstrakte Räume zu lenken, in denen sich Bewegungen flüssig und direkt anfühlen. Spieler steuern das Wesen, um Objekte, Figuren und Umgebungsdetails zu berühren, die visuelle oder akustische Reaktionen auslösen. Jede der siebzehn Welten bietet eigene, offene Aktivitäten - etwa das Führen von Meereslebewesen oder das Angleichen an andere drachenartige Formen - ohne einen vorgeschriebenen Weg oder eine feste Reihenfolge.
Die Interaktion bleibt leicht und intuitiv. Geschwindigkeit und Richtung passen sich natürlich über die Steuerung an, und der Kontakt mit bestimmten Flächen oder Objekten erzeugt sofortige Rückmeldung durch Animationen oder Klangveränderungen. Es gibt keine Kampfsysteme, Ressourcenverwaltung oder Scheitern. Fortschritt ergibt sich aus optionalen Zielen, die über die Level verteilt sind, doch das Design unterstützt auch längere, freie Erkundungsphasen, in denen Spieler einfach beobachten, wie die Umgebung auf ihre Anwesenheit reagiert.
Spielmodi
Hohokum ist ausschließlich ein Einzelspieler-Erlebnis ohne separate Mehrspieler-Optionen oder Wettbewerbsformate. Die Struktur basiert auf einer nicht-linearen Reise durch die Sammlung eigenständiger Welten. Jeder Bereich funktioniert als unabhängiger Spielplatz, nicht als klassische Etappe mit Checkpoints oder Zeitlimits.
In diesem Modus begegnen Spieler unterschiedlichen Interaktionsformen, die sich von Welt zu Welt ändern. Manche Abschnitte belohnen aufmerksames Beobachten von Mustern, andere laden dazu ein, mehrmals durch dieselbe Zone zu fliegen, um zusätzliche visuelle Ebenen freizuschalten. Erfolge markieren bestimmte Meilensteine, bleiben aber optionale Hinweise statt zwingender Vorgaben. Das Fehlen von verzweigten Kampagnen oder Schwierigkeitsstufen hält den Fokus auf individuellem Tempo und wiederholten Besuchen bevorzugter Orte.
Grafik und Sound
Der Künstler Richard Hogg liefert das unverwechselbare Artwork, das jede Umgebung prägt. Leuchtende Farbpaletten und verspielte Formen sorgen für einen einheitlichen Ton über alle Welten hinweg, wobei jede Location eigene Charakterdesigns und spielzeughafte Objekte bietet, die sich vor den Hintergründen abheben. Der Stil verzichtet auf Fotorealismus zugunsten klarer, spielerischer Formen, die sich während des Spiels verändern und reagieren.
Der Soundtrack stammt von verschiedenen Künstlern, die mit Ghostly International Records verbunden sind. Die Tracks verbinden elektronische und organische Elemente, die sich je nach Spielerbewegung und Interaktionen weiterentwickeln. Musikschichten bauen sich auf oder ziehen sich zurück, während der Long Mover voranschreitet, und verstärken so den Eindruck eines lebendigen Raums statt einer statischen Kulisse. Soundeffekte sind direkt an konkrete Aktionen wie Kollisionen oder Angleichungen gekoppelt und ergänzen die Musik, ohne sie zu überlagern.
Lohnt es sich?
Die Steam-Bewertungen fallen sehr positiv aus: 85 Prozent der Reviews sind positiv. Viele Spieler loben die entspannte Erkundung und die gelungene Kombination aus Kunst und Musik. Einige bemerken, dass spätere Abschnitte weniger zielgerichtet wirken - was mit dem bewussten Verzicht auf klare Anweisungen einhergeht.
Das Spiel richtet sich an Spieler, die ein entspanntes Einzelspieler-Abenteuer suchen, das Atmosphäre über Ziele oder Fortschrittssysteme stellt. Die kurze Spielzeit und die hohe Wiederholbarkeit machen es für kurze Sitzungen oder längere, ziellose Besuche geeignet. Wer künstlerische Gestaltung und offene Interaktion schätzt, findet hier dauerhaft Anreize, während Spieler, die klare Ziele oder Mehrspieler-Elemente erwarten, eher zu strukturierteren Titeln greifen sollten.
- Siebzehn eigenständige Welten laden zu mehreren Durchgängen mit unterschiedlichen Schwerpunkten ein.
- Erfolge bieten leichte Orientierung, ohne das Kernspiel zu verändern。
- Vollständige Controller-Unterstützung verbessert das Gleitgefühl auf dem PC.