HordeCore ist ein actionreiches Side-Scroller-Survivalspiel, das Base-Management, RPG-Progression und leichte Strategie in einer postapokalyptischen Welt voller Zombies und weiterer Bedrohungen vereint. Spieler übernehmen die Führung einer wachsenden Überlebensgruppe und müssen Ressourcenverwaltung mit Kämpfen und Erkundung in prozedural generierten Ödlanden in Einklang bringen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Führen eines Teams durch feindliche Gebiete, während gleichzeitig ein sicherer Rückzugsort erhalten bleibt. Erkundung treibt den Fortschritt voran: Spieler sammeln Materialien in zufällig generierten Zonen, stellen sich untoten Horden und rivalisierenden Überlebenden. Kämpfe finden in seitlich scrollenden Abschnitten statt, bei denen Positionierung und Teamzusammenstellung entscheidend sind. Waffen und Geräte lassen sich aus erbeuteten Teilen herstellen.
Überlebende können rekrutiert und mit Aufgaben betraut werden. Jeder bringt individuelle Stärken mit, die durch Upgrades weiterentwickelt werden. Die Base-Verteidigung umfasst den Ausbau der Lagerbefestigung, die Verteilung von Vorräten zum Wachstum der Gemeinschaft sowie die Vorbereitung von Expeditionen. RPG-Elemente zeigen sich in Charakterentwicklung und Ausrüstungsentscheidungen. Optional steht das Horde-Tactics-Kartensystem zur Verfügung, mit dem sich Decks aus gefundenen Karten zusammenstellen lassen, um taktische Vorteile während der Durchläufe zu erlangen.
Durch die zufällige Generierung bleiben Expeditionen abwechslungsreich und regen zu wiederholten Spielrunden mit unterschiedlichen Teamzusammenstellungen oder Beute-Prioritäten an. Das Spiel legt Wert auf kontinuierlichen Fortschritt statt auf schnelle Action und belohnt sorgfältige Planung bei der Versorgung und Verteidigung.
Game Modes
Der Einzelspielermodus bildet das zentrale Erlebnis und ermöglicht die vollständige Kontrolle über Teamwahl, Basisentwicklung und Wüstenläufe ohne externe Einflüsse. Der Koop-Modus unterstützt lokales Spiel am selben System - geteilt oder im Splitscreen - für mehrere Teilnehmer sowie die Funktion „Remote Play Together", mit der Sitzungen über verschiedene Rechner hinweg fortgesetzt werden können.
Beide Modi sind direkt mit den Survival- und Management-Systemen verknüpft, sodass Freunde Aufgaben wie Erkundung, Fertigung oder Verteidigung aufteilen können. Es gibt keine zusätzlichen kompetitiven oder Versus-Formate; der Fokus liegt auf kooperativem Überleben gegen Umwelt und Gegner.
Erkundung und Base-Management
Bei den Ödland-Expeditionen geht es darum, seltene Materialien unter wechselnden Bedrohungen zu sammeln. Spieler wählen Routen, die Risiko und Ertrag gegeneinander abwägen. Zurück im Lager liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Verteidigung, der Ausbildung neuer Rekruten und der Optimierung des Ressourcenflusses für längere Ausflüge. Dieses Wechselspiel erzeugt einen gleichmäßigen Rhythmus zwischen Außenmissionen und innerer Entwicklung.
Die Teamzusammensetzung beeinflusst sowohl die Kampfeffektivität als auch die Effizienz im Lager, da bestimmte Überlebende sich für spezielle Aufgaben eignen. Spieler passen ihre Ausrüstung an bevorstehende Gefahren an und nutzen selbst gefertigte Gegenstände, um größere Gegnergruppen oder unerwartete Ereignisse während der Reisen zu bewältigen.
Das optionale Kartensystem
Horde Tactics ergänzt das Spiel um eine eigenständige Deck-Building-Schicht mit über 60 Karten, die durch normales Spielen freigeschaltet werden. Jede Karte steht für Gegenstände, Charaktere oder Gegner aus dem Hauptspiel und ermöglicht Synergien, die die Leistung in den Survival-Abschnitten steigern. Das System ist vollständig optional; Spieler, die sich auf Action und Management konzentrieren möchten, können es ohne Nachteil ignorieren.
Beim Deck-Building werden Kombinationen belohnt, die zum seitlich scrollenden Kampf- und Erkundungsfluss passen. Die während der Durchläufe natürlich gesammelten Karten verbinden die beiden Systeme, ohne Spieler, die keine Kartenmechanik wünschen, dazu zu zwingen.
Lohnt sich das Spiel?
HordeCore richtet sich an Spieler, die methodisches Side-Scroller-Survival mit leichter Base-Building- und Team-Anpassung kombinieren möchten. Die gemischte Resonanz auf Steam - 63 Prozent positiv bei 117 Bewertungen - hebt die kompakte Spielbreite und die Zugänglichkeit im Koop hervor, kritisiert jedoch teilweise unhandliche Steuerung.
Wer postapokalyptische Themen mit optionalen Kartenelementen und Koop-Optionen sucht, findet hier ein fokussiertes Erlebnis aus dem Jahr 2022, das weiterhin Einzel- und Mehrspieler-Sitzungen unterstützt. Besonders Fans von Indie-Titeln, die mehrere Systeme ohne übermäßige Komplexität verbinden, profitieren davon - vor allem, wenn sie die Management-Aufgaben mit anderen teilen.