Imp of the Sun ist ein Einzelspieler-2D-Action-Platformer, der Erkundung und Kampf in einer handgezeichneten Welt verbindet, die von peruanischen Kulturmotiven inspiriert ist. Die Spieler übernehmen die Rolle von Nin, einem Imp, der aus dem letzten Funken der Sonne entstanden ist, und begeben sich auf eine Reise, um den Vier Hütern ihre gestohlene Macht abzunehmen und die Ewige Finsternis zu beenden, die das Land bedroht.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein flüssiges Platforming-Erlebnis, das mit Nahkampf- und Flammenangriffen kombiniert wird und sich zu Combos ausbauen lässt. Die Steuerung fühlt sich von Anfang an präzise an: Sprünge, Dashs und Wandinteraktionen verbessern sich mit jedem neuen Skill, den man im Verlauf des Spiels freischaltet. Die Kämpfe belohnen Timing und Positionierung, sowohl gegen normale Gegner als auch gegen die fünf Bosse, deren individuelle Angriffsmuster und Arenen stets Anpassung erfordern.
Die Erkundung prägt einen großen Teil des Spielgefühls. Die Welt gliedert sich in verschiedene Regionen - von den Andengipfeln über amazonische Dschungel bis hin zu trockenen Wüsten und unterirdischen Gebieten. Versteckte Wege und Sammelobjekte laden dazu ein, bereits besuchte Orte mit neuen Fähigkeiten erneut zu erkunden. Quipus liefern dabei Hintergrundinformationen zur Eclipse und zur Geschichte des Imperiums, während andere Gegenstände auf echte andine Artefakte verweisen. Mit der Weiterentwicklung der Feuerfähigkeiten des Imps eröffnen sich Abkürzungen und alternative Routen, die vor allem bei weiteren Durchgängen nützlich sind.
Spielmodi
Das Spiel bietet eine Standardversion mit voller Sicht und Beleuchtung. Im Eclipse-Modus bleiben bereits erkundete Bereiche zunächst dunkel und werden erst durch das Licht des Imps sichtbar - eine Herausforderung, die thematisch zur Geschichte passt. Weitere Modi wie Mehrspieler oder Zeitrennen sind nicht vorgesehen.
Welt und Präsentation
Die Umgebungen orientieren sich direkt an peruanischer Geografie und Geschichte und werden in einem detaillierten, handgezeichneten Stil dargestellt, der die Vielfalt der Biome hervorhebt. Die Musik greift andine Elemente auf und unterstreicht so die Atmosphäre. Die Bosskämpfe sind narrativ eingebettet: Jeder Wächter bringt eigene Hintergrundgeschichten und Kampfmechaniken mit, die den Verlauf der Begegnungen in den jeweiligen Regionen verändern.
Nach den ersten Abschnitten kann die Reihenfolge, in der man die Hüter und ihre Gebiete angeht, frei gewählt werden. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Wege durch das Imperium, ohne dass das übergeordnete Ziel - die Wiederherstellung der Sonne - aus dem Blick gerät.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam liegt die Bewertung bei „gemischt", mit 66 Prozent positiven Rezensionen aus rund 164 Bewertungen. Besonders angesprochen fühlen sich Spieler, die non-lineare 2D-Platformer mit Fokus auf Erkundung, Fähigkeitsfortschritt und taktisches Kämpfen schätzen - ohne extreme Schwierigkeitsspitzen oder lange Kampagnen. Der Wiederspielwert ergibt sich vor allem durch das Entdecken von Abkürzungen und die Möglichkeit, das Spiel im Eclipse-Modus mit veränderter Sicht und erhöhter Spannung erneut zu erleben.
Wer ein kompaktes Indie-Erlebnis mit kulturellen Einflüssen und klarer Steuerung sucht, wird hier fündig. Da seit der Veröffentlichung 2022 keine weiteren Updates erschienen sind, bleibt der Inhalt unverändert - ideal für alle, die eine abgeschlossene Einzelspieler-Erfahrung ohne saisonale Erweiterungen oder Live-Service-Elemente bevorzugen.