In Nomine... ist ein Einzelspieler-Ego-Shooter, der Survival-Horror mit RPG- und Simulations-Elementen verbindet. Das Spiel spielt in einem abgelegenen Bergdorf des 18. Jahrhunderts im Norden Italiens. Spieler übernehmen die Rolle eines Ermittlers der Organisation Manus Dei unter den Kirchenstaaten und decken Gerüchte über ein Wiederauferstehungswunder auf, während sie mit Ketzerei und verbotenen Ritualen konfrontiert werden - bei knappen Ressourcen und unbekannten Bedrohungen in einer dichten, beklemmenden Atmosphäre.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der realistische Umgang mit Vorderladerwaffen, die manuell geladen, gerammt, gezündet und abgefeuert werden müssen. Als ehemaliger Soldat kennt sich der Ermittler mit Schwarzpulver, Papprohren und Bleikugeln aus und muss den Zustand der Waffe im Blick behalten, um Ladehemmungen zu vermeiden. Mehr Pulver erhöht die Durchschlagskraft, beschleunigt aber den Verschleiß - eine taktische Abwägung in Gefechten.
Ein wichtiger Bestandteil ist das Craften von Papierpatronen für schnellere Nachladvorgänge, die allerdings teurer in der Herstellung sind. Das Inventar ist platzbasiert: Spieler sammeln Munition, Nahrung, Wasser und Reparaturmaterial in den Gassen, Wäldern und unterirdischen Katakomben des Dorfs. Nahkampf mit Fechtkenntnissen dient als letzte Reserve, wenn die Munition ausgeht - doch enge Räume erfordern ständige Wachsamkeit.
Statt klassischer Erfahrungspunkte erfolgt der Fortschritt über Ausrüstungs-Upgrades. Diese verbessern Magazinkapazität, Ladezeiten und Kampfgefühl. Über die Karte verteilte sichere Orte ermöglichen das Ablegen von Gegenständen und das Speichern des Fortschritts, sind aber oft verschlossen und erfordern Schlüssel aus der Erkundung. Das labyrinthartige Dorf und seine Umgebung belohnen gründliches Suchen mit zufälliger und fester Beute, verlangen aber auch sicheres Navigieren, um nicht die Orientierung zu verlieren.
Spielmodi
In Nomine... ist ausschließlich als Einzelspieler-Erfahrung konzipiert - ohne Multiplayer- oder Koop-Modi. Der Fokus liegt auf einer linearen, aber erkundungsfreundlichen Kampagne, die sich durch Ermittlung und Überlebensherausforderungen in der isolierten Umgebung entfaltet. Spieler entscheiden selbst über ihr Tempo und balancieren Kampf, Ressourcenmanagement und puzzleartige Navigation ohne externe Matchmaking- oder Wettbewerbselemente.
Die aktuelle Early-Access-Version umfasst zwei fertige Kartenbereiche, vier Gegnertypen und zwölf Waffen. Während der geplanten 18- bis 24-monatigen Early-Access-Phase sollen weitere Inhalte hinzukommen, ohne den alleinigen Ermittlungsansatz aufzugeben.
Setting und Atmosphäre
Das Geschehen spielt in einem abgelegenen Bergdorf Norditaliens im 18. Jahrhundert, dessen malerische Kulisse tiefer liegende Schrecken verbirgt. Spieler bewegen sich als Ermittler der Manus Dei durch enge Gassen, dichte Wälder und unheimliche Katakomben, um Wunderberichte zu überprüfen - die sich rasch als Täuschung und rituelle Korruption innerhalb der Dorfgemeinschaft entpuppen.
Übernatürliche Einflüsse durchdringen die Umgebung: Eine irregeleitete religiöse Gruppe wendet sich Wesenheiten zu, die weit jenseits traditionellen Glaubens liegen. Dieser Hintergrund verstärkt die Überlebensspannung, da schwindende Vorräte und nachlassende geistige Stabilität die physischen Bedrohungen während der Ermittlung zusätzlich erschweren.
Entwicklung und aktueller Stand
Entwickelt wird das Spiel vom zweiköpfigen Indie-Studio Alter Hours Interactive ohne Publisher. Das Projekt entstand in der Freizeit und legt Wert auf kreative Kontrolle sowie Community-Feedback. Parallel zum Release einer kostenlosen Alpha-Demo soll ein eigener Discord-Server für Rückmeldungen zu Systemen, Balancing und neuen Ideen wie zusätzlichen Waffen dienen.
Die Early-Access-Version bietet bereits ein vollständig implementiertes Inventar- und Shopsystem, zwei sichere Zonen sowie eine Mischung aus fester und zufälliger Beute, die zum wiederholten Erkunden anregt. Für die Vollversion sind stärkere Open-World-Elemente, mehr Gegnervarianz und Anpassungsmöglichkeiten für sichere Basen geplant.
Lohnt es sich?
In Nomine... richtet sich an Spieler, die ein bedächtiges, ressourcenbasiertes Survival-Horror-Erlebnis in historischer Kulisse mit authentischen Feuerwaffen-Mechaniken suchen. Der reine Einzelspieler-Fokus und die Betonung von Vorbereitung, Plündern und spannungsgeladenem Kampf sprechen jene an, die methodische Erkundung gegenüber schnellem Action bevorzugen. Da noch keine Rezensionen vorliegen, orientiert sich die Erfahrung eng an der beschriebenen Vision: das Aufdecken schrecklicher Wahrheiten bei begrenzten Mitteln und wachsendem Grauen. Wer an einer Flintlock-Simulation mit RPG-Progression interessiert ist, findet im kommenden Demo einen guten Einstieg, um die Passung vor einer weiteren Investition zu prüfen.