Kona ist ein Einzelspieler-Adventure in der Egoperspektive, das Ermittlungs- und Survival-Elemente in einer vereisten Landschaft Nordkanadas vereint. Das 2017 für den PC erschienene Spiel versetzt die Spieler in die Rolle des Privatdetektivs Carl Faubert im Oktober 1970. Ein Auftraggeber bittet ihn zu einem abgelegenen Jagdanwesen am Atamipek Lake, nachdem dort Vandalismus gemeldet wurde. Ein schwerer Schneesturm hält den Ermittler jedoch fest - ohne Spur von Bewohnern oder Auftraggeber. Carl durchstreift ein verlassenes Dorf und die umliegende Wildnis, sammelt Hinweise auf unheimliche Vorgänge und muss sich gleichzeitig vor der Kälte schützen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung einer offenen Umgebung: Spieler durchsuchen Häuser, Hütten und Außenbereiche nach Hinweisen. Ermittlungsarbeit bedeutet, Gegenstände zu untersuchen, Notizen zu lesen und Umgebungsdetails zu deuten, die Aufschluss über die Region und die seltsamen Ereignisse geben. Survival-Aspekte erfordern ständige Aufmerksamkeit auf Temperatur und Ressourcen, denn lange Aufenthalte im Sturm zehren an den Kräften und zwingen zu planvollem Wechsel zwischen Schutzräumen. Die Egoperspektive konzentriert sich auf direkte Interaktion mit der Welt, darunter Fortbewegung im Schnee und begrenzte Hilfsmittel gegen die Witterung. Ein allwissender Erzähler liefert gelegentlich Kontext per Voice-over, ohne die Sichtweise des Detektivs zu verlassen. Das nostalgische Setting spiegelt das ländliche Kanada der 1970er mit zeitgenössischen Objekten, Fahrzeugen und Gebäuden wider.
Spielmodi
Kona bietet eine durchgehende Einzelspieler-Kampagne ohne Multiplayer- oder Wettbewerbsmodi. Die Geschichte lässt sich im eigenen Tempo erleben; bereits besuchte Orte können bei neuen Erkenntnissen erneut aufgesucht werden. Das Design fördert gründliches Absuchen der weitläufigen, eisigen Landschaft statt linearer Abschnitte und erlaubt Backtracking, um Ereignisse zu verknüpfen. Erfolge dokumentieren das Abschließen bestimmter Ermittlungs- und Survival-Aufgaben und bieten optionale Ziele innerhalb der Haupthandlung. Weitere Spielarten wie Zeitrennen oder alternative Szenarien gibt es nicht.
Handlung und Setting
Die Geschichte beginnt mit dem Vandalismus-Fall, weitet sich aber rasch auf das Rätsel um den Schneesturm und das plötzliche Verschwinden der Dorfbewohner aus. Spieler sammeln Bruchstücke von Folklore, Industriegeschichte und persönlichen Schicksalen aus verstreuten Dokumenten und Umgebungsdetails. Das Setting orientiert sich an realen Gegebenheiten im Québec und Nordkanada der 1970er und mischt dokumentierte Ereignisse mit fiktiven, übernatürlichen Elementen, die die Isolation verstärken. Musik der Québecer Folk-Band CuréLabel untermalt wichtige Szenen und unterstreicht den kulturellen Hintergrund, ohne die angespannte Stille des verlassenen Dorfs zu überdecken.
Lohnt sich das Spiel?
Wer bewusstes Tempo und atmosphärische Rätsel schätzt, findet in Kona ein passendes Erlebnis. Die Kombination aus Detektivarbeit und Ressourcenmanagement schafft eine fokussierte Schleife, die sorgfältige Beobachtung vor schnellem Action belohnt. Aktuelle Nutzerbewertungen auf der Plattform fallen durchweg positiv aus und loben das stimmige Setting sowie die Verknüpfung von Survival-Druck und Ermittlung. Das Spiel läuft auf modernen Systemen stabil, unterstützt Controller und bietet mehrere Sprachen, was es für alle attraktiv macht, die ein in sich geschlossenes Einzelspieler-Erlebnis suchen. Wer actionlastige Kämpfe oder Multiplayer bevorzugt, könnte das ruhige Tempo weniger ansprechend finden, doch Kona bietet Fans narrativer Abenteuer in rauen Umgebungen eine abgeschlossene, eigenständige Erfahrung. Ein Update hat das Interaktionssystem verbessert und erleichtert das Handhaben von Objekten während der Erkundung. Die ursprüngliche Version steht für sich und setzt nicht auf spätere Teile der Reihe.