Lost Planet 3 ist ein Third-Person-Action-Adventure, das auf dem unwirtlichen Planeten E.D.N. III spielt. Als Rig-Pilot Jim Peyton im Auftrag von Neo-Venus Construction übernimmt man die Aufgabe, unbekanntes Terrain zu erkunden und Quellen Thermal Energy für die Kolonisierung zu erschließen. Dabei wechselt das Spiel zwischen Fußkämpfen gegen einheimische Akrid und Fahrzeugabschnitten in anpassbaren Rigs, während extreme Wetterbedingungen und unberechenbare Umweltgefahren ständig neue Herausforderungen schaffen.
Gameplay
Im Zentrum steht eine missionsbasierte Struktur, bei der die Hauptstory voranschreitet, während optionale Nebenaufgaben den Kontakt zu anderen Kolonisten auf der Basis Coronis ermöglichen. Die offenen Gebiete laden zum Erkunden und Zurückkehren ein, wobei Thermal Energy als Ressource für Upgrades dient. Spieler sammeln Materialien, um zweibeinige Rigs zu bauen und zu modifizieren, die Mobilität, Schutz und Werkzeuge wie Winden oder schwere Waffen für die extremen Bedingungen bieten.
Im Kampf verbinden sich direkte Schießereien mit riggestützten Manövern gegen Akrid-Schwärme oder größere Gegner. Der Utility-Rig fungiert gleichzeitig als Arbeitsplattform und Verteidigungsmittel, sodass Spieler dessen Systeme parallel zu den eigenen Waffen im Blick behalten müssen. Plötzliche Stürme zwingen zu taktischen Anpassungen, etwa durch das Aufsuchen von Deckung oder das spontane Umkonfigurieren des Rigs.
Spielmodi
Der Singleplayer besteht aus einer linearen Kampagne mit verzweigten Nebeninhalten, die die Kolonialgeschichte und Charakterbegegnungen vertiefen. Im Multiplayer können Teams in verschiedenen Modi gegeneinander antreten, darunter der Scenario Mode, bei dem Gruppen von fünf Spielern offensive oder defensive Ziele in Verbindung mit planetaren Ereignissen und Wetterphänomenen verfolgen. Diese Modi nutzen dieselben Rig- und Umweltsysteme wie die Kampagne.
Erkundung und Fortschritt
Fortschritt ergibt sich direkt aus dem Sammeln von Ressourcen und der Anpassung der Rigs, wodurch Ausrüstung und Fähigkeiten schrittweise verbessert werden können. Nebenquests liefern zusätzliche Einblicke in die Geschichte des Planeten und die Herausforderungen der Kolonisten, ohne den Fokus auf Energieerkundung und Überleben zu verschieben. Das Rig-Bausystem belohnt gründliche Erkundung mit neuen Konfigurationen, die besser auf bestimmte Gelände- oder Kampfbedingungen abgestimmt sind.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam liegt die Bewertung bei 64 Prozent positiven Rezensionen aus knapp zweitausend Einträgen. Die Kampagne erhält das beste Feedback für ihre fokussierte Geschichte und die kontinuierliche Einführung neuer Waffen und Rig-Optionen. Wer methodische Third-Person-Shooter mit Erkundungselementen und Fahrzeuganpassung schätzt, findet hier ein rundes Erlebnis - besonders, wenn eine in sich geschlossene Geschichte wichtiger ist als langfristiger Multiplayer-Support. Da es keine aktuellen Updates oder saisonalen Inhalte mehr gibt, eignet sich das Spiel vor allem für den einmaligen Durchlauf der Kampagne.