Making History: The Second World War ist ein rundenbasiertes Globalstrategiespiel, das in der Ära des Zweiten Weltkriegs angesiedelt ist. Spieler übernehmen die Kontrolle über beliebige Nationen und lenken deren Entwicklung durch wirtschaftliches Wachstum, technologische Fortschritte und militärische Operationen auf einer horizontal umlaufenden Weltkarte. Das Konzept setzt auf offene Spielweise, bei der Entscheidungen in Fabriken, Forschungseinrichtungen und diplomatischen Ereignissen alternative historische Verläufe ermöglichen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Gleichgewicht zwischen industrieller Produktion und militärischen Anforderungen. Städte dienen als Zentren für den Bau von Fabriken und Infrastrukturprojekten, die die Rohstoffgewinnung steigern. Diese Ressourcen fließen in einen umfangreichen Forschungsbaum, der von vorindustriellen Werkzeugen bis zu Atomwaffen reicht und neue Einheiten sowie Fähigkeiten freischaltet. Handelssysteme, darunter eine optionale automatische Handelsfunktion, sichern die Versorgung von Fabriken und Truppen, während Kolonien, Protektorate und Marionettenregierungen verwaltet werden.
Die Kämpfe umfassen Hunderte von Einheitenmodellen, darunter ikonische Flugzeuge, Panzer, Schiffe und Spezialeinheiten wie Fallschirmjäger, Lastensegler, Kamikaze-Angreifer, Raketenwerfer und nukleare Trägersysteme. Seeoperationen integrieren Überwassereinheiten, U-Boote und Versorgungsschiffe zur Reichweitenverlängerung. Luftstreitkräfte erhalten eine eigene KI-Steuerung für Trägeroperationen, strategische Bombardements, Patrouillen und Tieffliegerangriffe. Landstreitkräfte reichen von Panzer- und Artillerieverbänden bis zu nationenspezifischen Infanteriemodellen. Bewegungsmöglichkeiten umfassen Lufttransporte, Eisenbahnen, Schifffahrt und motorisierte Verbände. Ereignisse bieten historische Entscheidungspunkte sowie Hunderte alternativer Ausgänge, die Bündnisse und Kriegsverläufe bei jedem Durchgang verändern.
Spielmodi
Die Partien laufen über szenariobasierte Sitzungen auf der Weltkarte ab, ergänzt durch ein integriertes Tutorial für Einsteiger. Der eingebaute Szenario-Editor ermöglicht umfangreiche Modifikationen an Startbedingungen und Inhalten. Über 100 Erfolge belohnen Fortschritte mit unterschiedlichen Nationen und Strategien. Jede Sitzung erlaubt die Kontrolle über eine von 280 Nationalitäten, wobei Kolonien und abhängige Regierungen in die Gesamtstruktur einbezogen werden.
Strategische Systeme und KI-Verhalten
Die Wirtschaftsverwaltung bildet die Grundlage und erfordert den Ausbau der Rohstoffproduktion sowie die Verteilung der Produktion auf zivile Infrastruktur und militärische Ausrüstung. Forschungserfolge bestimmen den Zugang zu Düsenflugzeugen und fortschrittlichen Trägersystemen. Die KI zeigt gezieltes Verhalten in zentralen Bereichen wie Trägeroperationen, Nuklearschlägen, gezielten Bombenkampagnen und aggressiven Luftpatrouillen mit Tieffliegerbefehlen. Diese Elemente erzeugen vielfältige globale Konflikte, in denen industrielle Vorbereitung oft ebenso entscheidend ist wie taktische Manöver.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel erhält überwiegend positive Bewertungen von Hunderten Nutzern, die vor allem die Tiefe der Globalstrategie-Mechaniken und die Freiheit nicht-historischer Verläufe schätzen. Es richtet sich an Spieler, die komplexe Wirtschaftssysteme verwalten, Technologien erforschen und vielfältige Einheitentypen in einem rundenbasierten Format ohne starre historische Vorgaben befehligen möchten. Wer eine Simulation des industriellen und militärischen Wettbewerbs der WWII-Ära auf dem PC sucht, findet durch das Ereignissystem und die Modding-Werkzeuge hohen Wiederspielwert. Neueinsteiger profitieren vom Tutorial, während erfahrene Strategen das gesamte Spektrum der Einheitenmodelle und KI-gesteuerten Taktiken über mehrere Nationen hinweg erkunden können.