Making History: The Great War ist ein rundenbasiertes Großstrategiespiel, in dem Spieler jede unabhängige Nation der Weltkriegs-Ära übernehmen. Als Staatsoberhaupt gilt es, Wirtschaft, Diplomatie und Militär auf einer globalen Karte in Einklang zu bringen. Der Fokus liegt auf dem Übergang zum totalen Krieg, bei dem Industrieproduktion, Versorgungswege und Bevölkerungsstabilität über den langfristigen Erfolg entscheiden - nicht einzelne Schlachten.
Gameplay
Im Zentrum stehen drei eng verzahnte Systeme: Wirtschaft, Diplomatie und Streitkräfte. Nationen produzieren Munition und Nahrungsmittel und handeln auf einem weltweiten Markt mit Rohstoffen oder Fertigwaren. Staatsausgaben verhindern Radikalisierung, die zu Aufständen oder Staatskollaps führen kann. Diplomatische Mittel reichen von Auslandshilfe zur Einflussnahme bis zu Bündnissen, während militärische Optionen vom Bau von Schützengräben bis zu Artillerieangriffen aus Nachbarregionen reichen.
Luftoperationen umfassen den Einsatz von Luftschiffen und Doppeldeckern für Bombenangriffe, die durch Jäger und Flugabwehr abgewehrt werden. Zur See geht es um die Kontrolle von Seewegen durch uneingeschränkten U-Boot-Krieg gegen Kriegsschiffe und Handelsschiffe. Über 275 Nationalitäten mit eigenen Einheitenmodellen und Hunderte zeitgenössische Waffen sind enthalten. Historische Ereignisse treten dynamisch auf und beeinflussen die verfügbaren Entscheidungen, sodass sich Spieler ständig an veränderte Bündnisse und technologische Entwicklungen anpassen müssen.
Game Modes
Das Kernspiel ist eine Einzelspieler-Großstrategie mit mehreren Startdaten, die den Vorabend und Verlauf des Konflikts abdecken. Spieler wählen jede unabhängige Nation und können durch Eroberung, wirtschaftliche Dominanz oder politisches Geschick siegen. Ein integrierter Szenario-Editor ermöglicht eigene Konfigurationen, die über Community-Plattformen geteilt werden können. So lassen sich sowohl historische Szenarien als auch Alternativgeschichten ohne zusätzliche Tools erstellen.
Strategic Systems
Technologie, Industrie und Kriegführung sind eng miteinander verknüpft. Produktionsketten müssen Frontverbände versorgen und gleichzeitig zivile Bedürfnisse decken, während Überdehnung Unruhen riskiert. Einflusssphären-Mechaniken fördern schrittweise Expansion über Protektorate, Kolonien oder Satellitenstaaten statt direkter Annexion. Die Simulation belohnt sorgfältige Ressourcenverteilung und defensive Positionierung - passend zur Materialschlacht-Realität der Epoche, in der befestigte Linien und industrielle Kapazität oft mehr zählten als schnelle Offensiven.
Is It Worth Playing?
Spieler, die eine detaillierte, systemgetriebene Simulation des Ersten Weltkriegs suchen, finden hier Tiefgang in den wirtschaftlichen Abhängigkeiten und ereignisgesteuerten Herausforderungen. Das Spiel hat die typische Lernkurve komplexer Strategiespiele, wird aber in Rezensionen als lohnend beschrieben, sobald die Mechaniken beherrscht werden. Auf Steam liegt die Bewertung im überwiegend positiven Bereich; gelobt wird der historische Umfang, kritisiert werden gelegentliche KI-Schwächen. Engagierte Genre-Fans nutzen weiterhin den Szenario-Editor und Community-Inhalte, sodass das Spiel eine gute Wahl für alle ist, die planvolles Vorgehen gegenüber schnellem Action bevorzugen.