Mastema: Out of Hell ist ein 2D-Pixel-Art-Plattformer für den PC, in dem Spieler die Rolle einer verlorenen Seele übernehmen, die aus der Hölle fliehen will. Mit 16-Bit-Sprites und Hintergründen erzeugt das Spiel ein klassisches Retro-Gefühl und legt den Fokus auf präzises Plattformen sowie Kämpfe gegen dämonische Gegner.
Gameplay
Die Bewegung beschränkt sich auf Laufen und Springen durch seitlich scrollende Abschnitte voller Gefahren. Zunächst unbewaffnet, erhält der Spieler nach einer Auseinandersetzung zwischen einem Engel und einem Dämon eine flammende Waffe. Damit lassen sich die zahlreichen Gegner in jedem Level bekämpfen. Fortschritt erfordert den Umgang mit einstürzenden Plattformen, beweglichen Brücken, Stachelfällen und weiteren Umweltgefahren, die exaktes Timing und gutes Positionsgefühl verlangen.
Im Kampf geht es darum, Wellen von Dämonen und größere Bedrohungen mit der erworbenen Waffe zu bezwingen. Die Level fördern die Erkundung der Umgebung, um sichere Wege zu finden und nützliche Sammelobjekte einzusammeln. Die Schwierigkeit ergibt sich aus engen Sprungkurven und der Notwendigkeit, Schwung über instabile Flächen zu halten. So entsteht ein ständiger Kreislauf aus Versuch, Scheitern und schrittweiser Verbesserung, während Spieler jeden Abschnitt verinnerlichen.
Das Gesundheitssystem ist entscheidend: Viele Gegner- oder Umweltkontakte führen sofort zum Tod. Spieler müssen Angriffsmuster auswendig lernen und Sprung- sowie Angriffsabfolgen fehlerfrei ausführen. Die Pixel-Art-Grafik hält die Aufmerksamkeit auf klare visuelle Hinweise für Gefahren und Plattformen, ohne auf aufwändige Effekte zu setzen.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine Einzelspieler-Kampagne mit aufeinanderfolgenden Levels. Es gibt keine separaten Mehrspieler-Optionen oder alternative Modi wie Zeitrennen oder Versus-Spiele. Der gesamte Inhalt läuft über die Hauptsequenz der Abschnitte, deren Ziel stets gleich bleibt: vom Startpunkt bis zum Ausgang vordringen und dabei Hindernisse sowie Bosse überwinden.
Der Fortschritt folgt einem linearen Pfad durch unterschiedliche Regionen, die jeweils eigene Layouts und Gegnerplatzierungen bieten. Frühere Abschnitte freizuschalten gewährt Zugang zu späteren und führt schließlich zur Konfrontation mit dem finalen Antagonisten. Die Struktur lädt dazu ein, schwierige Passagen wiederholt zu üben, um Routen und Timing zu verfeinern.
Handlung und Setting
Die Geschichte begleitet einen namenlosen Protagonisten, der ohne Erinnerungen an sein früheres Leben oder die Umstände seines Todes in der Hölle erwacht. Mit der geborgenen flammenden Waffe bewegt sich die Figur durch von gefallenen Dämonen bevölkerte Umgebungen auf der Suche nach einem Ausweg. Begegnungen mit mächtigen Bossen liefern nach und nach Hinweise auf den Grund der Bestrafung und die Identität von Mastema, dem Wächter des Weges nach draußen.
Umweltgeschichten werden durch zerstörte Landschaften und Überreste von Kämpfen zwischen himmlischen und höllischen Mächten erzählt. Die Handlung bleibt dem Plattforming untergeordnet und enthüllt Details erst, wenn Spieler Schlüsselgegner besiegen und neue Gebiete erreichen.
Level und Herausforderungen
Die Kampagne umfasst zwanzig unterschiedliche Regionen mit insgesamt mehr als fünfundfünfzig einzelnen Abschnitten. Jede Region führt neue visuelle Themen und Kombinationen aus Plattform-Elementen ein - vertikale Kletterpassagen, horizontale Hindernisläufe und Abschnitte, in denen die Waffe benötigt wird, um Wege freizumachen. Acht Mid-Level-Bosse bewachen das Ende größerer Abschnitte und erfordern jeweils eigene Strategien, um ihre Angriffsmuster zu meistern.
Am Ende der Reise wartet ein finaler Boss. Die Gesamtlänge ist auf mehrere Sitzungen ausgelegt, die auf Meisterschaft statt auf Speedruns abzielen. Das Schwierigkeitsniveau richtet sich an Spieler, die mit älteren Plattformern vertraut sind und Präzision über moderne Erleichterungen stellen.
Lohnt es sich?
Mastema: Out of Hell spricht vor allem Fans von retro-inspirierten 2D-Plattformern an, die hohe Schwierigkeit und pixelgenaue Sprünge schätzen. Das Spiel bietet ein abgeschlossenes Einzelspieler-Erlebnis mit einer großen Anzahl an Abschnitten und Bossen, alles in einem einheitlichen 16-Bit-Look. Kritiken bemerken gelegentlich straffe Steuerung, die zur anspruchsvollen Natur der Plattformpassagen beiträgt.
Spieler, die ein direktes Action-Adventure ohne moderne Komfortfunktionen oder Zusatzmodi suchen, finden das klassische Spielprinzip unverändert vor. Da keine weiteren Updates erscheinen, liegt das Spiel in seiner ursprünglichen Form vor und eignet sich für alle, die kurze bis mittellange Kampagnen schätzen, die Ausdauer belohnen. Wer präzises Timing nicht mag, könnte frustriert sein, während andere die unmittelbare Herausforderung genießen, die Hölle Stufe für Stufe zu verlassen.