Memoria ist ein Indie-Adventure für den PC, das sich am Stil der interaktiven Fiction der 1990er und klassischer Grafikadventures orientiert. Im Mittelpunkt steht Adam, dessen Schicksal durch die Entscheidungen des Spielers in einer abgeschotteten Raumschiff-Umgebung bestimmt wird, in der Überleben und Entdeckung die Handlung vorantreiben.
Gameplay
Das zentrale Spielprinzip dreht sich um die Erkundung eines stillgelegten Raumschiffs, nachdem der Spieler vor dem Rest der Crew aus dem Kälteschlaf erwacht. Ohne Erinnerung an die eigene Identität oder den Grund für das vorzeitige Erwachen untersucht man Systeme, interagiert mit der Umgebung und trifft Entscheidungen über Dialoge und Handlungsoptionen. Diese Entscheidungen summieren sich und beeinflussen den Verlauf sowie das Ende der Geschichte. Die Erkundung konzentriert sich auf stillgelegte Schiffsbereiche, in denen Informationssammlung und Problemlösung helfen, Funktionen wiederherzustellen und Hintergründe aufzudecken. Das Design setzt darauf, dass Spieler sich Story-Elemente merken, um spätere Handlungen zu steuern - ein Wechselspiel aus Entdeckung und Konsequenz.
Spielmodi
Memoria ist ein reines Singleplayer-Erlebnis ohne Multiplayer- oder Wettbewerbsmodus. Die Struktur folgt einer linearen Hauptlinie, die an entscheidenden Punkten durch Verzweigungen unterbrochen wird. Sämtliche Inhalte sind in einer durchgehenden Kampagne enthalten; ein erneutes Spiel ermöglicht es, alternative Wege auf Basis früherer Entscheidungen zu erkunden. Es gibt keine zusätzlichen Modi wie Zeitrennen, Herausforderungen oder Koop-Sessions.
Handlung und Setting
Die Geschichte beginnt damit, dass Adam an Bord eines im Weltraum gestrandeten Schiffs erwacht. Die übrige Crew liegt noch im Kälteschlaf, während wichtige Systeme offline sind. Ohne Erinnerung an die Ereignisse, die zu diesem Moment führten, liegt der Fokus darauf, Energie wiederherzustellen, Hilfe zu suchen und die Umstände der frühen Erweckung zu rekonstruieren. Die gesamte Handlung spielt sich innerhalb des Raumschiffs ab - in Korridoren, Kontrollräumen und Versorgungsmodulen. Die Entscheidungen des Spielers bestimmen, wie sich die Ereignisse entwickeln und welche Wahrheiten über die Mission und die eigene Vergangenheit ans Licht kommen.
Lohnt sich das Spiel?
Memoria richtet sich an Spieler, die storygetriebene Adventures mit bedeutungsvollen Entscheidungen bevorzugen und weniger Wert auf Action oder Ressourcenmanagement legen. Die Prämisse von Amnesie in einer isolierten, risikoreichen Umgebung spricht jene an, die gerne durch sorgfältige Interaktionen Schichten der Hintergrundgeschichte enthüllen. Da das Spiel auf narrativen Verzweigungen statt auf komplexen Systemen oder wiederholten Durchläufen basiert, eignet es sich für kürzere, konzentrierte Spielrunden. Wer Titel schätzt, die Aufmerksamkeit für Dialoge und Umgebungsdetails belohnen, wird sich mit diesem Aufbau wohlfühlen. Die Verfügbarkeit auf dem PC macht es für alle zugänglich, die über passende Hardware verfügen und diese Art interaktiven Storytellings suchen.