Mercury Fallen ist ein Strategie- und Simulationsspiel, in dem Spieler den Wiederaufbau einer beschädigten unterirdischen Anlage auf einem fremden Planeten übernehmen, nachdem eine Kolonisationsmission fehlschlägt. Die Kolonisten erwachen in den Trümmern ihrer geplanten Heimat und müssen Ordnung schaffen, Rohstoffe sammeln und den Betrieb sowohl unter Tage als auch auf der Oberfläche ausbauen. Dabei verbindet sich Basisbau mit Ressourcenmanagement und der schrittweisen Entdeckung der Geheimnisse des Planeten.
Gameplay
Am Anfang steht das Räumen der Trümmer in der eingestürzten Mercury Facility, deren Materialien für den Bau von Schlafquartieren, Werkstätten und Energieversorgung wiederverwendet werden. Fortschritt basiert auf dem Bergen von Rohstoffen aus alten Strukturen, während Sauerstoff-, Wasser- und Energieversorgung für die wachsende Bevölkerung sichergestellt werden müssen.
Jeder Kolonist bringt eigene Eigenschaften mit, die Stimmung und Produktivität beeinflussen. Die Bedürfnisse der Bewohner werden durch passende Aufgaben, Freizeitangebote und die Behandlung von Verletzungen oder Krankheiten gedeckt. Forschung ermöglicht neue Raumtypen, Pflanzenarten und Geräte, sodass die Kolonie neben irdischen auch fremdartige Pflanzen für Nahrung und Produktion nutzen kann.
Auf der Oberfläche erkunden Expeditionen die Umgebung, finden weitere Überlebende, Robotikhelfer und verstreute Technologie. Fahrzeuge erleichtern den Transport über unebenes Gelände und ergänzen die unterirdische Infrastruktur mit oberflächennahen Energiequellen. Unvorhergesehene Ereignisse wie Einstürze oder Ernteausfälle erfordern schnelle Anpassungen, um Rückschläge zu vermeiden.
Spielmodi
Mercury Fallen ist ein reines Einzelspieler-Erlebnis ohne kompetitive oder kooperative Modi. Der Spielverlauf basiert auf selbstbestimmtem Fortschritt, bei dem Bau, Forschung und Erkundung im eigenen Tempo ausbalanciert werden. Prozedural erzeugte Planeten und Anlagenlayouts sorgen für unterschiedliche Startbedingungen und Rohstoffverteilungen bei jedem neuen Versuch.
Dynamische Ereignisse und Interaktionen zwischen den Kolonisten sorgen für Abwechslung und ermöglichen unterschiedliche Strategien beim Ausbau der Belegschaft durch Klonen oder Automatisierung. Ohne vorgegebene Szenarien entwickelt sich jede Runde entsprechend der gewählten Bauweise und Prioritäten.
Erkundung und Fortschritt
Expeditionen auf der Oberfläche decken interessante Fundorte auf, die seltene Materialien und Hinweise auf die Vergangenheit des Planeten liefern. Diese Erkundungen eröffnen neue Herstellungsoptionen und Verbesserungen für die Anlage. Technologiebäume führen zu effizienteren Systemen und spezialisierten Geräten für den Unter- und Oberflächenbetrieb.
Roboter und geklonte Arbeitskräfte ergänzen die ursprünglichen Kolonisten und ermöglichen ein Wachstum ohne ständige Einzelsteuerung. Diese gestaffelte Entwicklung belohnt kontinuierliche Pflege der Infrastruktur und lässt gleichzeitig Raum für Experimente mit Raumaufteilungen und Fruchtfolgen.
Lohnt sich das Spiel?
Mercury Fallen richtet sich an Spieler, die methodischen Basisbau mit leichten Überlebenselementen und erzählerischen Entdeckungen verbinden möchten. Der Fokus auf den Wiederaufbau unter Tage und die gleichzeitigen Erkundungen an der Oberfläche bietet einen eigenständigen Ansatz innerhalb der Koloniesimulation, der auf stetiges Wachstum statt auf hektische Krisen setzt. Nach der Early-Access-Phase ist das Spiel in der finalen 1.0-Version erschienen und bietet damit ein vollständiges Feature-Set mit prozeduralen Welten und Unterstützung für Community-Modifikationen.
Wer ein entspanntes Tempo mit Möglichkeiten zur Anpassung der Kolonisten und zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen sucht, wird die Systeme als lohnend empfinden. Die Kombination aus Handwerk, Forschung und Erkundung schafft fortlaufende Ziele, die mit der Koloniegröße wachsen, und macht das Spiel zu einer soliden Wahl für Fans von Indie-Strategietiteln rund um die Besiedlung fremder Planeten.