NORSE: Oath of Blood ist ein rundenbasiertes Taktik-RPG, das im Norwegen der Wikingerzeit spielt. Die Spieler übernehmen die Rolle von Gunnar, einem jungen Krieger, dessen Vater, Jarl Gripr, vom Rivalen Steinarr Far-Spear getötet wird. Die Geschichte begleitet Gunnars Verbannung, die Zerstreuung seines Volkes und seinen Versuch, eine Siedlung wiederaufzubauen und gleichzeitig Rache zu üben - durch strategische Entscheidungen und Kämpfe.
Gameplay
Im Zentrum steht die Verbindung aus Siedlungsaufbau und taktischen Kämpfen. Die Spieler lenken den Ausbau eines Wikinger-Dorfes vom einfachen Lager bis hin zur befestigten Festung. Dazu gehört die Zuweisung von Dorfbewohnern an Produktionsaufgaben, die Verwaltung von Ressourcen wie Holz, Nahrung und Metall sowie der Ausbau von Gebäuden wie Schmiede und Waffenkammer, um bessere Ausrüstung und neue Einheitentypen freizuschalten.
Die Kämpfe finden auf rasterbasierten Karten statt, bei denen die Positionierung entscheidend ist. Höhenlagen verschaffen Vorteile bei Fernangriffen, während Flankenmanöver und Geländemerkmale wie Flüsse oder Wälder genutzt werden können, um gegnerische Formationen zu stören. Jeder Krieger verfügt über eigene Fähigkeiten, die in der jeweiligen Zugreihenfolge aktiviert werden. Einheiten können aus unterschiedlichen Hintergründen rekrutiert und mit selbst gefertigten Waffen und Rüstungen ausgerüstet werden, die zwischen den Schlachten erhalten bleiben.
Der Fortschritt geht über das Schlachtfeld hinaus. Die Spieler durchstreifen die Wildnis und handeln mit verbündeten Siedlungen, um Materialien für die Herstellung zu sammeln. Verbesserungen an Werkstätten wirken sich direkt auf Kampfstärke und Verteidigung der Siedlung aus. Fähigkeitsbäume ermöglichen die individuelle Anpassung der Kämpfer und fördern unterschiedliche Zusammenstellungen der Truppe, um gezielt auf Bedrohungen zu reagieren.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine Einzelspieler-Kampagne, in der narrative Entscheidungen in die fortlaufende Saga einfließen. Bündnisse, Ressourcenverteilung und taktische Entscheidungen beeinflussen den Verlauf der Geschichte und das langfristige Überleben der Siedlung. Es gibt keine separaten Wettbewerbs- oder Koop-Modi; sämtliche Inhalte sind in die Haupt-Kampagne eingebunden.
Die Spieler durchlaufen eine Reihe von handlungsgetriebenen Szenarien, die Dorfbauphasen mit rundenbasierten Gefechten verbinden. Die Kampagne setzt auf Wiederspielbarkeit durch unterschiedliche Ansätze bei der Einheitenentwicklung und der Siedlungsgestaltung, nicht durch zusätzliche Spielmodi.
Handlung und Setting
Die Geschichte greift historische Wikinger-Themen auf, folgt jedoch einer eigenständigen Erzählung von Autor Giles Kristian. Gunnar muss sich durch politische Spannungen bewegen, fragile Bündnisse schließen und sich den Truppen von Steinarr Far-Spear über die Fjorde und Siedlungen Norwegens hinweg stellen. Umweltbezogenes Erzählen und Charakterinteraktionen geben den strategischen Entscheidungen der Spieler Kontext.
Authentische Details finden sich in Waffendesigns, Baustilen und Ressourcensystemen, die das Wikingerleben der damaligen Zeit widerspiegeln. Die Handlung thematisiert Verbannung, Loyalität und Vermächtnis, ohne auf Fantasy-Elemente jenseits der zentralen Rachegeschichte zurückzugreifen.
Lohnt es sich?
Die Aufnahme fällt insgesamt gemischt aus, wobei die jüngsten Spielerstimmen eher positiv ausfallen. Die taktischen Kämpfe und die Siedlungssysteme sprechen Fans von durchdachter Strategie an, die Freude an der Planung von Einheitensynergien und dem Umgang mit begrenzten Ressourcen haben. Wer schnelle Action oder Mehrspieler-Optionen sucht, könnte das Tempo als eher langsam empfinden.
Leistungsberichte weisen auf gelegentliche Fehler und höhere Hardware-Anforderungen auf manchen Systemen hin. Das Spiel ist weiterhin für den PC erhältlich und wird durch laufende Updates stabilisiert. Es richtet sich an Spieler, die mit rundenbasierten Taktikspielen vertraut sind und eine fokussierte Einzelspieler-Erfahrung mit Schwerpunkt auf Dorfentwicklung und taktischer Positionierung schätzen.
- Starke Betonung von Gelände und Positionierung in jedem Kampf
- Tiefgehende Anpassung einzelner Krieger durch Ausrüstung und Fähigkeiten
- Verknüpfte Entwicklung von Siedlungsmanagement und Kampfstärke