„Order of War" ist ein Echtzeit-Strategiespiel, das in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs spielt. Es erschien 2009 für den PC und versetzt Spieler in die Rolle von Kommandeuren großer Verbände während zweier historischer Offensiven des Sommers 1944. Eine Kampagne führt amerikanische Einheiten durch die Kämpfe an der Westfront, die mit der Landung in der Normandie begannen. Die zweite Kampagne stellt den Spieler an die Spitze deutscher Verbände, die sich der sowjetischen Großoffensive im Osten entgegenstellen. Statt klassischem Basisbau liegt der Schwerpunkt auf der direkten Führung von Panzer-, Infanterie-, Artillerie- und Luftverbänden über weiträumige Schlachtfelder.
Gameplay
Im Zentrum steht die Echtzeit-Kontrolle von bis zu 1000 Soldaten sowie Panzern, gepanzerten Fahrzeugen, schwerer Artillerie und Flugzeugen. Die Kämpfe finden auf großen Karten statt, die europäische Kriegsschauplätze abbilden; Ziele sind das Halten von Stellungen, das Durchbrechen feindlicher Linien oder das Abwehren von Angriffen. Eine dynamische Kameraführung ermöglicht sowohl den Überblick über die gesamte Schlacht als auch filmreife Nahaufnahmen einzelner Einheiten. Luftunterstützung lässt sich anfordern, während Bodentruppen im kombinierten Waffengang kämpfen. Neben regulärer Infanterie stehen Mörserteams und schwere Bomber zur Verfügung. Befehle können an Gruppen oder einzelne Einheiten erteilt und Formationen sowie Prioritäten jederzeit angepasst werden.
Spielmodi
Zwei eigenständige Einzelspieler-Kampagnen bieten unterschiedliche Handlungsstränge, Missionsaufbauten, Einheiten und Karten. Die Alliierten-Kampagne konzentriert sich auf Operationen im Westen, die deutsche Kampagne auf Verteidigungskämpfe an der Ostfront. Ergänzt wird das Angebot durch einen Survival-Modus, in dem Stellungen gegen immer stärkere Angriffswellen gehalten werden müssen. Multiplayer- und Gefechtsmodi erlauben direkte oder kooperative Schlachten auf eigenen Karten unter denselben groß angelegten Führungsmechaniken. Kostenloses Zusatzmaterial erweitert das Spiel um deutsche Arado- und alliierte B-24-Marauder-Bombergeschwader, Infanterie-Mörser sowie außerhalb der Karte einsetzbare schwere Artillerie.
Historischer Kontext und Maßstab
„Order of War" orientiert sich an realen Ereignissen des Jahres 1944 und stellt die Spieler vor die strategischen Herausforderungen beider Seiten. Die Westfront-Kampagne zeigt den Vormarsch nach der Landung in der Normandie bis zur Befreiung von Paris. Die Ostfront-Kampagne schildert den deutschen Versuch, eine gewaltige sowjetische Offensive aufzuhalten, die schließlich die besetzten Gebiete zurückeroberte. Die unterschiedlichen Ausrüstungen, Geländebedingungen und taktischen Schwerpunkte beider Fronten werden so unmittelbar erfahrbar. In allen Modi bewegen sich gleichzeitig Hunderte Einheiten über offenes Gelände, durch Wälder und Städte; die Kamerasteuerung ermöglicht es, diese Bewegungen zu verfolgen, ohne die Detailansicht wichtiger Gefechte zu verlieren.
Lohnt sich das Spiel?
„Order of War" richtet sich an Spieler, die groß angelegte Echtzeit-Strategie mit Fokus auf Gefechtsführung statt Ressourcenmanagement oder Basenbau suchen. Die beiden Kampagnen bieten jeweils eigenständige Missionen und Einheiten, der Survival-Modus ein endloses Verteidigungsszenario. Die kostenlosen Erweiterungen sind bereits im Basisspiel enthalten und erweitern die taktischen Möglichkeiten ohne weitere Anschaffungen. Als Titel von 2009 läuft das Spiel auf aktuellen Systemen über gängige Kompatibilitätsschichten und ist weiterhin in digitalen Shops für Einzel- und Mehrspieler-Partien erhältlich. Wer an Zweiter-Weltkrieg-Strategiespielen interessiert ist, die historische Operationen und direkte Einheitenkontrolle in den Mittelpunkt stellen, findet eine klare Mechanik und eine Präsentation, die sich ganz auf die Intensität des Panzerkriegs konzentriert. Da keine weiteren Updates erscheinen, bleibt der Umfang unverändert - ein Vorteil für alle, die ein abgeschlossenes, in sich stimmiges Kampagnenerlebnis suchen.