P.R.O.E.B. ist eine kooperative Indie-Horror-Simulation, die in einer sowjetischen Dystopie spielt. Spieler übernehmen die Rollen von Fabrikarbeitern, die sich unmögliche Produktionsvorgaben und autoritäre Kontrolle stellen müssen. Im Mittelpunkt steht ein Zusammenspiel aus Ressourcenmanagement und gezielten Störaktionen, eingebettet in prozedural generierte Industrieanlagen, in denen Physik-Interaktionen mit Maschinen, Werkzeugen und der Umgebung im Vordergrund stehen.
Gameplay
Gemeinsam gilt es, Produktionsquoten in verschiedenen Anlagen zu erfüllen und dabei den Erschöpfungsgrad der Arbeiter im Blick zu behalten, der sich direkt auf die Leistung auswirkt. Wer die Grenzen überschreitet, muss mit Sanktionen der Behörde rechnen - ein Druck, der Teams dazu bringt, nach alternativen Lösungen zu suchen. Die Physik-Interaktionen ermöglichen es, Geräte und Gegenstände realistisch zu bewegen und so kreative Wege durch den Schichtalltag zu finden. Die Umgebung reagiert dynamisch auf Spielerhandlungen, Maschinen und Werkzeuge reagieren direkt auf Eingriffe statt auf festgelegte Abläufe.
Mit zunehmender Erkundung dringen die Arbeiter in Sperrzonen vor, wo Gefahren zunehmen und Bedrohungen früher sichtbar werden. Durch freigeschaltete Kleidungsstücke können die Charaktere optisch angepasst werden, ohne dass sich die Spielmechanik verändert. Neben dem Einzelspieler-Modus steht auch Online-Koop für bis zu vier Teilnehmer bereit, sodass sich die Gruppengröße flexibel anpassen lässt.
Spielmodi
Im Kern verbindet das kooperative Spiel Quoten-Erfüllung mit Sabotage-Elementen. Teams müssen abwägen, ob sie die vorgegebenen Aufgaben erledigen oder gezielt Zwischenfälle auslösen, um Ablenkung zu schaffen und neue Wege freizumachen. Diese doppelte Herangehensweise ermöglicht es, entweder den regulären Betrieb aufrechtzuerhalten oder Chaos zu stiften, um versteckte Bereiche vor Schichtende zu erreichen.
Stirbt ein Arbeiter, wechselt der Spieler in den Geistermodus und agiert fortan als Spektralgestalt, die entweder die verbliebenen Teammitglieder unterstützen oder die Fabrikbetriebe stören kann. Dieser Übergang ist fest in den Spielverlauf integriert und macht den Tod zu einer fortlaufenden Rolle statt zu einem Ausscheiden. Durch prozedurale Generierung verändert sich bei jedem Durchlauf das Fabriklayout und damit auch die Möglichkeiten zur Navigation und Interaktion.
Wichtige Mechaniken
Physikbasierte Systeme bilden die Grundlage aller Interaktionen - vom Bedienen schwerer Maschinen bis zum taktischen Umstellen von Objekten. Das Management von Erschöpfung erfordert ein gutes Timing, da Überlastung Konsequenzen durch die Aufseher nach sich zieht. Sabotage reicht von kleinen Ablenkungsmanövern bis hin zu größeren Störungen, die den Zustand der Anlage verändern und kurzfristige Vorteile verschaffen.
Die Suche nach Schlüsselkarten sorgt für zusätzlichen Druck: Teams müssen innerhalb der Schichtzeit Ausgänge finden, während die Gefahren im Inneren des Komplexes stetig zunehmen. Der Geistermodus verlängert die Beteiligung und ermöglicht es, auch nach dem Tod über ätherische Aktionen Einfluss auf den weiteren Verlauf zu nehmen.
Lohnt sich das Spiel?
P.R.O.E.B. richtet sich an Spieler, die kooperative Erlebnisse suchen, die Simulation, Horrorspannung und kreatives Problemlösen verbinden. Die Betonung auf Physik-Interaktionen und prozeduralen Umgebungen sorgt für hohen Wiederspielwert durch wechselnde Fabriklayouts und Entscheidungen zwischen Anpassung und Widerstand. Der Geistermodus nach dem Tod sorgt dafür, dass ausgeschiedene Spieler weiterhin eingebunden bleiben.
Da noch keine Nutzerbewertungen vorliegen und das Release-Datum noch nicht bekannt ist, befindet sich das Spiel noch in der Vorab-Phase. Wer sich für Indie-Titel mit Charakteranpassung, industrieller Sabotage und 1-4-Spieler-Online-Koop interessiert, könnte das Konzept nach Veröffentlichung ansprechend finden - besonders, wenn der Reiz darin liegt, Routineaufgaben mit kontrolliertem Chaos in dystopischen Settings zu verbinden.