Per Aspera ist eine Strategiesimulation, in der Spieler eine KI übernehmen, die den Mars bewohnbar machen soll. Das Spiel verbindet Ressourcenmanagement, Basisbau und langfristige Planetenveränderung mit wissenschaftlichen Grundlagen aus der Raumfahrtforschung.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Steuerung von Ressourcenströmen zwischen immer mehr Anlagen. Rohstoffe wie Aluminium, Eisen, Kohlenstoff, Wasser, Silizium und Chemikalien werden abgebaut und in Fabriken zu Polymeren, Elektronik, Bauteilen und Nahrung verarbeitet. Arbeiterzentren organisieren Transport und Logistik, während die Energieversorgung den Betrieb auf der gesamten Planetenoberfläche sicherstellt. Gebäude müssen über Netze verbunden werden, die Reichweite und Effizienz steigern - aus einer einzigen Landezone entsteht so ein globales Netzwerk.
Forschung verläuft über verzweigte Pfade und schaltet Technologien frei, die auf realen wissenschaftlichen Theorien basieren. Diese Fortschritte ermöglichen Terraforming-Maßnahmen wie die Erwärmung der Atmosphäre, die Freisetzung gebundener Gase und den Aufbau einer atembaren Umgebung. Kampfhandlungen erfordern den Schutz der Kolonien vor äußeren Bedrohungen durch begrenzte militärische Anlagen. Wartung und Produktivität sorgen für ständige Herausforderungen, da Anlagen ohne ausreichende Versorgung an Effizienz verlieren.
Logistik ist ein zentraler Bestandteil: Spieler optimieren Transportwege und Standorte, um das Wachstum aufrechtzuerhalten. Das Spiel belohnt sorgfältige Planung und stabile Ressourcenkreisläufe mehr als schnelle Expansion.
Spielmodi
Zwei Modi prägen das Spielerlebnis. Die Kampagne führt durch eine zusammenhängende Geschichte mit Zielen rund um Kolonisation und Konflikte. Im Sandbox-Modus entfallen narrative Vorgaben - Terraforming und Bau sind frei gestaltbar.
Mehrspieler ist nur im Sandbox-Modus verfügbar und erlaubt bis zu vier Spielern, gemeinsam Ressourcen und Forschung zu nutzen, während sie eigene Landezonen und Koloniebezirke errichten. Sitzungen können gespeichert und fortgesetzt werden; der Fokus liegt auf kooperativem Aufbau ohne Wettbewerb oder militärische Optionen.
Schwierigkeitsoptionen beeinflussen Baukosten, Haltbarkeit von Gebäuden und Mindestproduktivität. Die Einstellungen reichen von erleichterten Werten für eine storyorientierte Erfahrung bis hin zu anspruchsvollen Regeln mit höherem Wartungsaufwand und Ressourcenbedarf.
Handlung und Entscheidungen
Die Geschichte wird aus der Sicht von AMI erzählt, einer künstlichen Intelligenz, die sich im Laufe der Mission weiterentwickelt. Spieler treffen Entscheidungen, die Beziehungen zu menschlichen Kolonisten beeinflussen und den Ausgang der Mission bestimmen. Mehrere Enden spiegeln unterschiedliche Wege durch moralische und praktische Konflikte wider.
Erkundung deckt Überreste früherer menschlicher Versuche auf dem Mars auf und liefert Hintergründe zu aktuellen Herausforderungen. Diese Elemente fließen in Verteidigungsmaßnahmen gegen anhaltende Bedrohungen ein und verbinden Bauziele mit reaktiver Strategie.
Lohnt sich das Spiel?
Per Aspera richtet sich an Spieler, die planvolle Aufbausimulationen mit narrativen Elementen schätzen. Die Kampagne bietet eine strukturierte Reise mit verzweigten Ausgängen und Sprachausgabe an wichtigen Stellen. Sandbox- und Koop-Modus erweitern das Spiel für alle, die sich auf Optimierung und gemeinsame Terraforming-Projekte konzentrieren.
Die Aufnahme hebt die wissenschaftlich fundierten Terraforming-Systeme und die Gesamtpräsentation positiv hervor, während Logistik und Benutzeroberfläche als anspruchsvoll gelten. Nach dem Release wurde das Spiel stabilisiert, Mehrspieler und Erweiterungen ergänzt. Wer sich für durchdachte Management-Spiele mit Fokus auf langfristige Planetenveränderung interessiert, findet hier anhaltenden Spielspaß.