POOLIMINAL ist ein unabhängiges Erkundungs-Horror-Adventure für den PC, das Spieler in prozedural generierte, endlose Netzwerke aus Poolräumen versetzt. Das Spiel greift Ästhetik von Liminal Spaces und Thalassophobie auf und erzeugt Spannung allein durch Atmosphäre, ohne direkte Bedrohungen oder Kampf.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Navigation durch miteinander verbundene Räume mit feuchten Fliesen, überlaufenden Becken und fluoreszierendem Licht, das scheinbar ins Unendliche reicht. Die Spielfigur bewegt sich zu Fuß und orientiert sich an Wassergeräuschen, gedämpften Echos und dem eigenen Atem. Durch prozedurale Generierung entstehen bei jedem Durchlauf neue Grundrisse, während der visuelle und akustische Charakter der endlosen Gänge und absteigenden Treppen erhalten bleibt.
Desorientierung ist dabei ein bewusstes Gestaltungselement. Ohne Karten, Kompass oder HUD-Anzeigen verlässt sich der Spieler allein auf räumliches Gedächtnis und Gefühl. Die Räume verbinden sich so, dass sie auf eine größere Struktur mit tieferen Wasserschichten hindeuten - mit tropfenden Decken und Treppen, die immer weiter nach unten führen. Da keine sichtbaren Gegner auftreten, richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Unbekannte unter der Wasseroberfläche, wo leichte Bewegungen für anhaltende Unruhe sorgen.
Das Sounddesign trägt maßgeblich zur Spannung bei. Umgebungsklänge aus Wasser und Stille wechseln sich ab und laden dazu ein, stehen zu bleiben und zuzuhören. So wird belohnt, wer genau beobachtet, wie die Räume zusammenhängen und wie sich die Umgebung mit fortschreitender Erkundung verändert.
Spielmodi
POOLIMINAL ist ein reines Singleplayer-Erlebnis ohne Multiplayer oder zusätzliche Modi. Das gesamte Spiel besteht aus einer durchgehenden Erkundungsreise durch das Poolraum-Netzwerk. Fortschritt ergibt sich aus dem Entdecken neuer Verbindungen und dem Abstieg durch weitere Schichten, die mehr von der zugrunde liegenden Struktur offenlegen - alles innerhalb derselben atmosphärischen Welt.
Es gibt weder Kampfsysteme noch Rätsel oder Aufgabenlisten. Die Spielschleife bleibt gleich: sich durch die Räume bewegen, Umgebungssignale deuten und mit zunehmender Desorientierung umgehen, während das Layout weiterwächst.
Atmosphäre und Design
Visuell setzt das Spiel auf realistische Fliesenstrukturen, gelbliches Licht und Wassereffekte, die Wiederholung und Größenverhältnisse betonen. Jeder neue Gang behält den typischen Poolraum-Look bei, variiert aber leicht in Grundriss und Wasserstand. Diese Kontinuität vermittelt den Eindruck, dass die Räume Teil eines größeren, zusammenhängenden Ganzen sind.
Thalassophobie prägt alle Elemente. Was sich unter der Oberfläche bewegt, bleibt verborgen, doch Reflexionen, Wellen und überlaufendes Wasser erinnern ständig an die Tiefe. So entsteht ein Horror-Erlebnis, das auf Vorahnung und Ungewissheit statt auf plötzliche Effekte setzt.
Lohnt sich das Spiel?
POOLIMINAL richtet sich an Spieler, die atmosphärische Erkundung und psychologische Spannung schätzen - statt Action oder klassische Schreckmomente. Der Fokus auf Sound und räumliches Bewusstsein schafft ein bewusstes Tempo, das Geduld und Aufmerksamkeit belohnt. Das Spiel ist derzeit als „Coming Soon" gelistet und verfügt noch über keine Nutzerbewertungen, weshalb die Erwartungen auf den beschriebenen prozeduralen Poolräumen und Desorientierungs-Mechaniken liegen sollten.
Wer sich von Liminal-Aesthetics und wasserbasiertem Unbehagen angesprochen fühlt, wird die Spielschleife passend zum Konzept finden: sich einfach in der Umgebung zu verlieren. Die Systemanforderungen decken eine breite Palette an PCs ab; für schwächere Hardware werden niedrigere Einstellungen empfohlen. Das Fehlen von Kampf oder komplexen Systemen hält das Erlebnis im Indie-Adventure-Genre zugänglich.