Prince of Persia: The Two Thrones ist ein Action-Adventure, das Plattform-Abschnitte, Kämpfe und Rätsel in der Third-Person-Perspektive miteinander verbindet. Die Geschichte begleitet den Prinzen, der mit Kaileena nach Babylon zurückkehrt und dort in Krieg und Verrat gerät. Dadurch werden die Sands of Time freigesetzt und der Dark Prince erwacht, der nach und nach von ihm Besitz ergreift. Spieler steuern den Prinzen durch akrobatische Bewegungssequenzen über Dächer, Straßen und unterirdische Bereiche, bekämpfen Gegner und lösen umgebungsbasierte Herausforderungen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein flüssiges Bewegungs- und Timing-System. Der Prinz läuft an Wänden entlang, springt, klettert und balanciert auf Stangen, um durch levelübergreifende Fallen und vertikale Abschnitte zu navigieren. Das Kampfsystem wurde erweitert und erlaubt freie Kombinationen aus Angriffen, Blocks und Kontern. Neu ist die Daggertail, eine Waffe, mit der Gegner aus der Distanz erdrosselt werden können.
Schleichen spielt eine deutlich größere Rolle als in den Vorgängern. Spieler können Gegner unbemerkt überraschen und sie mit einem einzigen Angriff ausschalten. Zeitmanipulation bleibt zentral: Zeit lässt sich im Kampf verlangsamen, Fehler zurückspulen oder neue Sands-of-Time-Fähigkeiten einsetzen, um mehrere Gegner gleichzeitig zu beeinflussen. Die Dark-Prince-Form bringt eigene Fähigkeiten und einen aggressiveren Kampfstil mit, der sich mit dem klassischen Prinzen-Gameplay abwechselt.
Rätsel erfordern Beobachtung der Umgebung und kreativen Einsatz von Bewegungs- oder Zeitfähigkeiten. Die Systeme sind so verknüpft, dass lange Unterbrechungen vermieden werden und der Fokus auf kontinuierlichem Vorankommen durch Babylons unterschiedliche Stadtviertel liegt.
Spielmodi
Im Zentrum steht eine Singleplayer-Kampagne, die eine lineare Geschichte erzählt. Es gibt keine separaten Multiplayer- oder Wettkampfmodi auf dem PC. Der Fortschritt folgt der Handlung von Gefangennahme und Flucht über immer komplexere Plattform-, Kampf- und Bosskämpfe-Sequenzen.
Innerhalb der Kampagne wechselt der Spieler entsprechend der Geschichte zwischen Prinz und Dark Prince, die jeweils eigene Bewegungs- und Angriffsoptionen bieten. Das Design belohnt Wiederholungen, um Kampfstile zu meistern und effiziente Wege zu finden, statt alternative Handlungsstränge oder Enden anzubieten.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt in einem kriegszerstörten Babylon, in dem der Prinz seinen Platz zurückerobern und gleichzeitig dem Einfluss des Dark Prince widerstehen muss. Zwischensequenzen und Dialoge treiben die Handlung zwischen den Spielabschnitten voran und verknüpfen die Motivationen mit früheren Ereignissen um die Sands of Time. Das Setting wechselt zwischen prunkvollen Palastbereichen, chaotischen Straßen und versteckten Passagen und sorgt so für visuelle Abwechslung.
Die Charakterentwicklung konzentriert sich auf den inneren Konflikt zwischen den beiden Persönlichkeiten, die den Körper des Prinzen teilen. Diese Spannung beeinflusst sowohl Dialoge als auch verfügbare Fähigkeiten in entscheidenden Momenten.
Lohnt sich das Spiel?
Die Aufnahme durch Spieler und Kritiker fällt überwiegend positiv aus: Aggregatoren verzeichnen Metascores um die 85 und Nutzerbewertungen bei etwa 8,1. Das Spiel spricht vor allem Fans an, die präzises Platforming mit leichten Kampf- und Story-Elementen kombinieren möchten. Moderne Spieler profitieren von Community-Patches, die Kamera-, Auflösungs- und Eingabeprobleme auf aktueller Hardware beheben.
Es richtet sich an Prince-of-Persia-Fans, die eine abgeschlossene Singleplayer-Erfahrung ohne Live-Service-Elemente suchen. Die Kampagnenlänge und die mechanische Vielfalt bieten solide Abwechslung für alle, die ein in sich geschlossenes Action-Adventure aus der Mitte der 2000er Jahre erleben möchten. Neueinsteiger können die Steuerung und das Tempo im Vergleich zu neueren Titeln als veraltet empfinden, doch die Kernschleife aus Bewegung und Zeitmanipulation bleibt unverwechselbar.