Rising Storm Game of the Year Edition ist ein Multiplayer-First-Person-Shooter, der die Pazifik-Kämpfe des Zweiten Weltkriegs thematisiert. Spieler erleben groß angelegte Online-Schlachten zwischen amerikanischen Truppen und kaiserlich-japanischen Einheiten auf Karten, die historische Gefechte aus den Jahren 1942 bis 1945 nachbilden.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht realistischer Infanteriekampf mit detaillierter Ballistik, Durchschlagskraft von Deckungen, Waffenanschlag, einstellbaren Kimme und Korn sowie einem Atemsystem, das die Zielgenauigkeit beeinflusst. Jeder Soldat trägt zeitgemäße Waffen, und das Spiel simuliert Unterdrückungseffekte, die Gegner in Deckung zwingen können. Moral wirkt sich direkt auf den Kampfverlauf aus: anhaltendes Feuer oder aggressive Vorstöße stören die Treffsicherheit und Beweglichkeit des Feindes.
Amerikanische Soldaten setzen auf halbautomatische Gewehre, automatische Waffen und Flammenwerfer für überlegene Feuerkraft auf Distanz. Japanische Truppen antworten mit Knie-Mörsern für indirekte Feuerunterstützung, Sprengfallen und häufigem Bajonett-Einsatz an Gewehren, Maschinengewehren und Maschinenpistolen. Banzai-Angriffe ermöglichen es japanischen Spielern, Verteidiger zu unterdrücken und gleichzeitig den Abstand für den Nahkampf mit Bajonetten und Katanas zu verringern. Beide Seiten treten auf Servern mit bis zu 64 Spielern an, auf Karten mit Strandlandungen, Dschungelgelände und Nachtoperationen an Schauplätzen wie Guadalcanal, Iwo Jima und Saipan.
Spielmodi
Drei zentrale Multiplayer-Modi prägen das Spielerlebnis. Bei Territory müssen Teams nacheinander Ziele erobern und halten, wobei Angreifer vorrücken und Verteidiger nach jedem Verlust neue Positionen einnehmen. Countdown ist eine Ein-Leben-Ausscheidungsrunde, bei der eine Seite angreift und die andere verteidigt; die Rollen wechseln nach jeder Runde. Firefight funktioniert wie eine Team-Deathmatch-Variante, bei der die erste Seite eine festgelegte Kill-Anzahl erreicht oder am Rundenende die höhere Gesamtzahl hält.
Eine umfassende Multiplayer-Kampagne verknüpft mehrere Matches auf einer Theaterkarte. Gewinnerteams stimmen über das nächste Territorium und die nächste Karte ab und verfolgen den Gesamtfortschritt. Alle Modi bieten das volle Spektrum historischer Waffen und asymmetrischer Fähigkeiten ohne gespiegelte Ausrüstung zwischen den Fraktionen.
Fraktionen und Mechaniken
Auf amerikanischer Seite kämpfen Einheiten der US-Army und des Marine Corps mit schnell feuernden Gewehren und schweren Unterstützungswaffen. Japanische Kräfte umfassen Armee- und Spezial-Seelandeeinheiten, die auf Nahkampf-Ferocit und improvisierte Taktiken setzen. Ein dauerhaftes Soldaten-Fortschrittssystem erfasst Rang, Freischaltungen und Statistiken über mehrere Sitzungen hinweg. Ein vollständiges Mod-SDK und die Steam-Workshop-Integration ermöglichen von der Community erstellte Karten und Modifikationen zur Erweiterung des Inhalts.
Jede Runde enthält als Bonus das komplette Multiplayer-Roster von Red Orchestra 2, sodass Spieler über denselben Server-Browser zwischen Pazifik- und Ostfront-Schlachten wechseln können.
Lohnt sich das Spiel?
Jahre nach der Veröffentlichung hält das Spiel eine kleine, aber aktive Spielerschaft mit typischerweise niedrigen dreistelligen Spielerzahlen über alle Server hinweg. Bewertungen auf großen Plattformen loben die authentische Waffenhandhabung und das charakteristische asymmetrische Design, das sich von üblichen WWII-Shootern abhebt. Es richtet sich an Spieler, die planvollen, teamorientierten Multiplayer-Kampf gegenüber schnellem Arcade-Action bevorzugen und Wert auf historische Genauigkeit bei Ausrüstung und Kartenlayout legen.
Wer auf durchgehend volle Server hofft, muss mit schwankender Auslastung je nach Tageszeit rechnen. Der integrierte Red Orchestra 2-Inhalt und die Mod-Unterstützung sorgen jedoch für langfristigen Wiederspielwert bei engagierten Spielern. Das Spiel belohnt Vertrautheit mit realistischer Unterdrückung, Positionierung und fraktionsspezifischen Taktiken stärker als reine Reflexe.