RLG:Origins ist ein Singleplayer-RPG in Early Access für den PC, das klassische Dialogsysteme durch freie Texteingabe ersetzt. Spieler beschreiben ihre Handlungen in eigenen Worten, um Asteria, das Labyrinth der Eide, zu erkunden - eine High-Fantasy-Welt, in der ein uraltes Versprechen noch lange nach seinem ursprünglichen Zweck die Geschehnisse prägt. Begleitet wird der Spieler von einem von drei Gefährten, die jeweils eigenes Wissen und eigene Perspektiven einbringen und so beeinflussen, welche Hinweise auftauchen und welche Wege offenbleiben.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein Spielzyklus aus Ermittlung, Verhandlung und Kampf, der über natürliche Sprache statt Menüs abgewickelt wird. Spieler können per Texteingabe Waffen schwingen, Zauber wirken, Gegenstände untersuchen, Gefährten befragen oder unerwartete Aktionen wie das Zubereiten einer Mahlzeit oder unkonventionelle Interaktionen mit der Umgebung ausführen. Ein KI-System wertet diese Eingaben aus und generiert Antworten, während eine separate, deterministische Regelsimulation die Ergebnisse überprüft und die festen Fakten der Welt durchsetzt. Erfolg hängt von Beobachtungsgabe, Hypothesenbildung und präziser Formulierung ab, da Überzeugungsversuche Grenzen haben und übersehene Beweise verloren bleiben.
Die Wahl des Gefährten verändert verfügbare Informationen und Gesprächsreichweite. Ein Begleiter kann Geheimnisse besitzen, die bestimmte Verhandlungen ermöglichen, während ein anderer Kampfvorteile oder andere Ängste mitbringt, die das Gruppengefüge beeinflussen. Expeditionen erfordern Aufmerksamkeit für Details, denn das Besiegen von Gegnern löst nicht immer die zugrunde liegenden Konflikte, und eine Wahrheit zu beweisen verlangt mehr als nur ihre Aussprache. Viele Durchläufe enden ohne vollständige Auflösung, doch kreative Ansätze können dennoch die Geschichte vorantreiben.
Charaktererstellung und Speichersysteme unterstützen wiederholte Versuche. Die Early-Access-Version umfasst die ersten beiden Kapitel einer geplanten dreiteiligen Geschichte. Die Eingabeinterpretation erfolgt lokal auf dem Gerät des Spielers, ohne dass nach der Installation weitere Daten übertragen werden.
Spielmodi
RLG:Origins ist ausschließlich als Singleplayer-Erfahrung konzipiert und enthält keine Mehrspielerkomponenten. Der Hauptmodus folgt der Struktur der Labyrinth-Expedition: Spieler wählen einen Gefährten und durchlaufen narrative Verzweigungen, die von gesammelten Beweisen, vertrauten Verbündeten und übernommenen Verantwortlichkeiten geprägt sind. Mehrere Durchläufe offenbaren Variationen, da Gefährtenwahl und frühere Entscheidungen bestimmen, was in späteren Versuchen noch entdeckt werden kann.
Retry-Mechaniken ermöglichen es, gescheiterte Expeditionen mit neuen Ansätzen erneut anzugehen. Das Regelsystem verhindert willkürliche Änderungen feststehender Fakten, sodass Ergebnisse auch über verschiedene Versuche hinweg mit früheren Entscheidungen übereinstimmen. Weitere Modi wie kompetitive, kooperative oder endlose Varianten sind im aktuellen Build nicht enthalten.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt unter dem Sternenhimmel von Asteria, wo ein gebrochenes Versprechen die Beteiligten in vorbestimmte Rollen zwingt. Spieler nähern sich gemeinsam mit ihrem gewählten Gefährten der versiegelten Vierten Tür, um in die Nachwirkungen des Eids einzugreifen. Enden ergeben sich aus der Gesamtheit erlangter Erkenntnisse, vertrauter Personen, getroffener Vorbereitungen und akzeptierter Konsequenzen - nicht aus einer einzelnen entscheidenden Eingabe. Kein Abschluss bewahrt alle Elemente, sodass jede abgeschlossene Expedition eine einzigartige Aufzeichnung der jeweiligen Paarung und Entscheidungsfolge darstellt.
Lohnt es sich?
RLG:Origins richtet sich an Spieler, die textbasierte RPGs und experimentelle Mechaniken schätzen, bei denen eigene Formulierungen statt vorgegebener Optionen im Vordergrund stehen. Die Early-Access-Version bietet spielbaren Inhalt bis einschließlich des zweiten Kapitels, wobei die Kernsysteme für freie Aktionen, Gefährteninteraktionen und regelbasierte Auflösung bereits funktionsfähig sind. Wer Spiele mag, in denen Wortwahl und Beobachtung den Fortschritt bestimmen, wird die Struktur belohnend finden. Spieler, die auf ein poliertes Gesamtwerk oder vielfältige Mehrspielermodi Wert legen, sollten auf weitere Updates warten. Das geplante Early-Access-Fenster von ein bis zwei Monaten dient der Verbesserung der Eingabeerkennung auf Basis von Community-Feedback, bevor das finale Kapitel hinzugefügt wird.