Salvation Prophecy vereint Action, Indie-Entwicklung, RPG-Elemente und Simulation in einem Singleplayer-Erlebnis für den PC. Spieler steigen in einen Konflikt ein, der sich über mehrere Fraktionen im Weltraum und auf Planetenoberflächen erstreckt und zwischen Raumschiffsteuerung, Bodenkämpfen, Erkundung und taktischen Entscheidungen wechselt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Steuerung eines anpassbaren Raumschiffs während Flottengefechten. Dabei gilt es, sich zwischen Dutzenden Jägern, großen Kriegsschiffen und Verteidigungsanlagen zu bewegen, während Waffen, Raketen, Antriebssysteme, Schutzfelder, Energiequellen und elektronische Kriegsführung koordiniert werden. Verbesserungen an diesen Systemen werden durch Missionserfolge und Ressourcenmanagement freigeschaltet.
Bodenoperationen beginnen mit einem Abstieg aus dem Orbit, um gegnerische Stellungen anzugreifen. Der Spieler übernimmt dabei direkt die Kontrolle über Infanterieeinheiten und kämpft gegen feindliche Soldaten, automatische Geschütztürme, Bomber und schwer gepanzerte Maschinen. Erfolg hängt von Positionierung, Zielauswahl und dem gezielten Einsatz verfügbarer Ausrüstung ab.
Erkundungsabschnitte führen das Schiff durch instabile Wurmlochverbindungen in unbekannte Regionen. Auf der Oberfläche fremder Welten bewegt sich der Spieler durch von feindlicher Fauna bevölkerte Gebiete, auf der Suche nach Artefakten und Hinweisen zu einer übergeordneten Bedrohung. Diese Abschnitte legen den Fokus auf Entdeckung und Überleben statt auf große Schlachten.
Strategische Ebenen ermöglichen den Aufstieg in militärische Ränge durch das Erfüllen von Zielen. Höhere Ränge gewähren Zugriff auf Fraktionsressourcen, den Bau neuer Außenposten und Orbitalstationen sowie die Planung weiterer Angriffe auf gegnerische Kräfte. So entsteht eine Entwicklungslinie, die einzelne Missionen mit weitreichenden Kampagnenentscheidungen verknüpft.
Spielmodi
Raumgefechte bilden eine zentrale Aktivität und konzentrieren sich auf Echtzeit-Flottenaktionen mit umfangreicher Schiffsanpassung. Spieler greifen gegnerische Formationen direkt an und müssen Offensiv- und Defensivsysteme ausbalancieren, um längere Kämpfe zu überstehen.
Planetenangriffe laufen als direkte Sturmeinsätze ab. Sie erfordern die Koordination von Bodentruppen gegen befestigte Positionen und beziehen bei Bedarf Unterstützung durch orbitale Einheiten ein.
Die Erkundung fremder Planeten dient der Aufklärung. Durch Wurmlochverbindungen gelangt man in prozedural generierte Gebiete, in denen es um Kartierung, den Umgang mit einheimischer Fauna und das Aufdecken von Hintergrundinformationen zur zentralen Prophezeiung geht.
Das Militärkommando stellt ein übergeordnetes Verwaltungssystem dar. Durch Rangaufstiege erhält man Einfluss auf Bauprojekte und Missionsplanung und kann so die strategische Ausrichtung der eigenen Fraktion in mehreren Sektoren mitbestimmen.
Fraktionen und Konflikt
Drei Hauptgruppen treiben den Krieg voran: Menschen, Mutanten und robotische Einheiten. Jede Fraktion verfügt über eigene Territorien, Einheiten und Ziele, die sich auf Missionsverfügbarkeit und strategische Prioritäten auswirken. Kämpfe finden sowohl im offenen Weltraum als auch auf umkämpften Kolonien statt, während eine apokalyptische Bedrohung den Rivalitäten zusätzliche Dringlichkeit verleiht.
Spieler wählen zu Beginn eine Fraktion und stärken deren Position durch Kampferfolge und Infrastrukturausbau. Diese Entscheidung beeinflusst verfügbare Missionen sowie die einsetzbaren und begegnbaren Einheiten.
Lohnt sich das Spiel?
Salvation Prophecy richtet sich an Spieler, die ältere Indie-Titel schätzen, die mehrere Spielweisen ohne moderne Aufmachung kombinieren. Die Mischung aus Raumsimulation, Third-Person-Bodenkampf, Erkundung und leichter Strategie schafft Abwechslung innerhalb einer Kampagne, wobei die einzelnen Systeme eher einfach gehalten sind.
Wer tiefgehende Anpassungsmöglichkeiten oder regelmäßige Updates sucht, wird auf begrenzte Tiefe stoßen, da die Entwicklung vor Jahren abgeschlossen wurde und keine weiteren Saisons oder Erweiterungen erscheinen. Das Spiel spricht Fans von Weltraum-Epen aus den 2010er Jahren an, die experimentelle Mechaniken höher bewerten als aufwendige Präsentation oder umfangreiches Multiplayer.
Sein besonderer Reiz liegt in der Freiheit, während eines Durchlaufs zwischen Raumschiffsteuerung, Infanteriekampf, Planetenentdeckung und Kommandofunktionen zu wechseln. Spieler, die mit älterer Grafik und einfacher KI umgehen können, finden eine abgeschlossene, in sich stimmige Geschichte über galaktische Kriege und uralte Geheimnisse.