„Schrödinger's Cat And The Raiders Of The Lost Quark" ist ein actionlastiges Adventure-Indie, das Plattform- und Rätselmechaniken in einem skurrilen Quantenphysik-Themenpark vereint, der außer Kontrolle geraten ist. Als Spieler steuert man die titelgebende Katze, die im „Particle Zoo" für Ordnung sorgen muss, nachdem subatomare Teilchen ausgebrochen sind. Schnelles Kombinieren und kreatives Denken stehen im Mittelpunkt, um die überschaubaren Level wieder sicher zu machen.
Gameplay
Im Kern geht es darum, Plattform-Abschnitte zu meistern und gleichzeitig Rätsel mit Quark-Kombinationen zu lösen. Schrödinger's Cat erzeugt kurzlebige Materie-Objekte: Helikopter zum Fliegen, Bohrer zum Zerstören von Hindernissen, Schutz- oder Transportblasen sowie Granaten für den Kampf. Mit diesen Werkzeugen werden elf partikelbasierte Gegner - von Leptonen über Gluonen bis zu Bosonen - in Schach gehalten.
Das Spiel führt durch sieben unterschiedliche Areale, die von Umweltgefahren und quantenphysikalisch inspirierten Interaktionen geprägt sind. In jedem Abschnitt erfüllen Spieler konkrete Aufgaben und experimentieren mit insgesamt vierzehn Quark-Kombinationen, um Wege freizumachen, Feinde zu besiegen oder Ziele zu erreichen. Neun gesprächige Charaktere liefern Kontext und Humor und treiben die absurde Ausbruchsgeschichte voran.
Die Steuerung setzt auf präzise Bewegungen und schnelles Erzeugen von Objekten; Experimentierfreude wird belohnt, nicht das Auswendiglernen von Abläufen. Das farbenfrohe Art-Design und das hektische Tempo sorgen dafür, dass die kurze Gesamtspielzeit dennoch abwechslungsreich bleibt.
Spielmodi
Das Spiel ist rein singleplayerbasiert; es gibt keine separaten Multiplayer- oder Wettkampfmodi. Sämtliche Inhalte laufen über die Hauptkampagne mit aufgabenorientierten Leveln im Particle Zoo. Spieler durchlaufen die Umgebungen nacheinander und nutzen dasselbe Kombinationssystem für Plattform- und Kampfsequenzen.
Die Ziele variieren je nach Bereich, drehen sich aber stets um das Bezwingen von Kreaturen und die Aufklärung der Ursache für die Abriegelung. Es existieren weder alternative Schwierigkeitsstufen noch bestätigte Abzweigungen; die Handlung verläuft linear bis zum Finale.
Handlung und Setting
Die Geschichte beginnt, nachdem im Particle-Zoo-Themenpark eine Massenflucht stattgefunden hat. Schrödinger's Cat ist nun dafür verantwortlich, das Chaos einzudämmen. Die subatomaren Teilchen haben aus der einst fröhlichen Attraktion eine Gefahrenzone gemacht. Die Dialoge der Nebenfiguren verleihen den Ereignissen Charakter, während die Katze der Ursache des Problems auf den Grund geht.
Quantenphysikalische Konzepte dienen vor allem als gestalterisches Element für Level-Design und Gegnerverhalten, nicht als wissenschaftlich exakte Simulation. Die Welt kombiniert cartoonartige Optik mit Teilchennamen und -eigenschaften und schafft so eine unverwechselbare Kulisse für Plattform- und Rätselpassagen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz der Spieler fällt gemischt aus: Gelobt werden vor allem der Humor, die Sprachausgabe und die einfallsreichen Kombinationsmechaniken. Die durchschnittliche Spielzeit liegt bei wenigen Stunden, weshalb sich das Spiel besonders für Fans kurzer Puzzle-Plattformer mit leichter, humorvoller Note eignet.
Am meisten spricht das Spiel Liebhaber von Indie-Action-Adventures an, die kreatives Problemlösen über komplexe Kämpfe oder lange Kampagnen stellen. Da es sich um einen 2014er-Titel handelt, gibt es keine laufenden Updates oder saisonale Inhalte; Erwartungen sollten daher an einem abgeschlossenen Release ausgerichtet sein.
Wer skurrile Settings und aufgabenbasierte Gameplay-Schleifen mag, wird vor allem die Befriedigung beim Entdecken wirksamer Quark-Kombinationen schätzen. Spieler, die tiefere Systeme oder längere Spielzeiten suchen, könnten woanders fündig werden. Das Spiel ist weiterhin auf dem PC erhältlich und bietet genau diese Mischung aus Plattforming und leichten Rätselmechaniken.