Send Forth the Brave ist ein Roguelike-Deckbuilding-Strategiespiel, in dem Spieler auf dem PC eine Abenteurer-Gilde leiten. Im Mittelpunkt steht das Zusammenstellen von Teams aus Karten, um Aufträge von Kunden zu erfüllen und gleichzeitig Bewertungen sowie das Wachstum der Gilde zu managen.
Gameplay
Im Kern dreht sich alles darum, aus einem Deck Karten mit Waffen, Gegenständen, Soldaten und Helden zu ziehen. Die richtige Kombination wird in einen Auftragsordner gelegt, um die jeweiligen Anforderungen zu erfüllen. Anschließend wartet das Team auf Vorräte und Personal, bevor es losgeschickt wird.
Erfolgreiche Aufträge bringen Gold und positive Bewertungen. Gewöhnliche Soldaten und Gegenstände lassen sich jederzeit neu einsetzen, während einzigartige Helden erst nach Abschluss ihres Auftrags wieder verfügbar sind. Manche Kunden geben sofort negative Bewertungen, Belohnungen können mit der Zeit sinken und einzelne Auftraggeber versuchen, die besten Teammitglieder abzuwerben. Mit gezieltem Kartenmanagement und Timing lassen sich diese Herausforderungen meistern.
Das verdiente Gold fließt in den Ausbau der Gilde über Läden, die neues Personal, Waffen und Gegenstände anbieten. Drei Wege - Stärke, Beweglichkeit oder Weisheit - bieten unterschiedliche Boni und ziehen verschiedene Helden an. Wer einen Weg weiterverfolgt, steigert den Gildenrang und schaltet legendäre Karten frei.
Zur täglichen Verwaltung gehört die Entscheidung, wann die Gilde geöffnet wird oder ob man Zufallsereignisse verfolgt, Geschenke annimmt, spezielle Läden besucht oder mysteriöse Kunden trifft, die mächtige Relikte anbieten können. Diese Entscheidungen prägen die Entwicklung der Gilde über mehrere Durchläufe hinweg.
Spielmodi
Das Spiel ist ein Einzelspieler-Roguelike-Deckbuilder ohne separate Multiplayer- oder Versus-Optionen. Jeder Durchlauf dreht sich darum, ein Deck aufzubauen und zu verfeinern, während eine Reihe von Kundenaufträgen nacheinander abgearbeitet wird. Dabei stehen Ressourcenmanagement, Teamzusammenstellung und die Anpassung an wechselnde Kundenanforderungen im Vordergrund.
Der Fortschritt hängt direkt vom gewählten Weg ab, der verfügbare Helden und Boni beeinflusst. Zwischen den Aufträgen finden Ereignisse und Ladenbesuche statt, die für Abwechslung sorgen, ohne separate, benannte Modi einzuführen.
Kernmechaniken und Fortschritt
Beim Deckbuilding geht es vor allem um Synergien zwischen den Kartentypen statt um reine Stärke. Waffen und Gegenstände verändern die Fähigkeiten von Soldaten oder Helden, während Helden einzigartige Fertigkeiten mitbringen, die erst nach Abschluss eines Auftrags wieder zur Verfügung stehen. Dadurch entstehen laufend Entscheidungen, wann starke Karten eingesetzt oder besser aufgehoben werden.
Die Vielfalt der Kunden sorgt fĂĽr strategische Tiefe. Manche Kunden bestrafen langsame Reaktionen bereits ab der ersten Runde mit negativen Bewertungen, andere reduzieren die Belohnung mit der Zeit, und einige greifen direkt in die besten Ressourcen der Gilde ein. Um diesen Bedrohungen zu begegnen, braucht es flexible Teamzusammenstellungen aus dem aktuellen Deck.
Das Wachstum der Mannschaft durch Gold ermöglicht eine schrittweise Spezialisierung. Da die Läden bei jedem Besuch andere Karten führen, müssen Spieler ihre Strategie ständig anpassen, statt sich auf feste Favoriten zu verlassen.
Lohnt sich das Spiel?
Send Forth the Brave spricht Spieler an, die Roguelike-Deckbuilder mit leichten Management-Elementen mögen. Das Gilden-Thema und das Auftragssystem geben dem Genre eine eigene Struktur, die sich auf Teamzusammenstellung und Bewertungsmanagement konzentriert statt auf reinen Kampf.
Wer gerne um variable Kundenanforderungen plant und Wert auf wegabhängigen Fortschritt legt, wird die wiederholten Durchläufe als lohnend empfinden. Die Betonung von Umsetzungsregeln und Ereignisentscheidungen fügt weitere Schichten hinzu, ohne die Komplexität zu überladen.
Da das Spiel noch in Entwicklung ist und für 2027 geplant ist, können interessierte Spieler die Updates verfolgen, um den finalen Stand von Balance und Features zu sehen. Fans von Indie-Strategietiteln, die sorgfältigen Deckbau und anpassungsfähige Planung belohnen, werden am meisten von dem Spiel profitieren, sobald es erscheint.