Set the Record Straight ist ein Singleplayer-Deduktionsadventure, das auf sorgfältiger Recherche und logischer Korrektur historischer Credits basiert. Spieler übernehmen die Rolle eines Forschers im Jahr 1998, der die wahren Hintergründe hinter offiziellen Zuschreibungen in Musik, Film, Comics, Theater und Architektur aufdeckt. Im Mittelpunkt steht die Durchsuchung eines simulierten Internets aus dieser Zeit mit Webseiten, Usenet-Posts, Zines, Liner Notes und Zeitungsausschnitten, um herauszufinden, wer tatsächlich hinter den genannten Namen und Strohmännern stand.
Gameplay
Die zentrale Spielschleife besteht darin, in einer handgefertigten Rekonstruktion des Webs von 1998 nach relevanten Dokumenten und Bildern zu suchen. Spieler lesen Quellen, vergleichen Details und übermitteln anschließend Korrekturen an ein zentrales Credit-Sheet. Jede Korrektur erfordert drei präzise Angaben: die ursprünglich genannte Person, die tatsächlichen Ereignisse und die Individuen, die die eigentliche Arbeit geleistet haben. Nur wenn alle drei Elemente übereinstimmen, wird die Eingabe akzeptiert - Teilantworten oder Vermutungen führen nicht zum Erfolg. In den Fällen tauchen immer wieder Fotos auf, die den Spielern zuordnen müssen, indem sie Gesichter mit Namen und Positionen anhand mehrerer Quellen abgleichen. Der Fokus liegt auf Lesen und logischem Schlussfolgern, nicht auf Tempo oder Reaktionsvermögen; es gibt keine Fehlschläge oder Zeitlimits für einzelne Suchvorgänge.
Die Fälle sind eigenständig und können in beliebiger Reihenfolge bearbeitet werden, während man sich mit der Oberfläche und den Suchwerkzeugen vertraut macht. Ein geführtes Tutorial erklärt frühzeitig die damalige Suchmaschine und die Credit-Sheet-Mechanik. Sämtliche Inhalte sind fiktiv - Bands, Filme, Comics und Publikationen wurden speziell für die Rätsel erfunden.
Game Modes
Das Spiel läuft ausschließlich im Singleplayer-Modus mit Anthologie-Struktur. Jeder Fall bildet ein eigenständiges Puzzle innerhalb der Sammlung von Credit-Korrektur-Szenarien. Fortschritt entsteht durch das Ausfüllen der dreiteiligen Credit-Sheets und die Identifikation von Personen auf Fotos in jedem bearbeiteten Fall. Weder kompetitive noch kooperative Elemente sind vorhanden; der Schwerpunkt liegt auf methodischer Dokumentenauswertung statt auf verzweigten Handlungssträngen oder mehreren Enden pro Fall.
Im Early Access soll die Anthologie um weitere Fälle aus denselben kreativen Bereichen erweitert werden, während die grundlegenden Mechaniken - Web-Recherche, Batch-Bestätigung und Foto-Identifikation - von Anfang an unverändert bleiben.
Story and Setting
Die Handlung spielt 1998, als offizielle Credits häufig die tatsächlichen Mitwirkenden durch Strohmänner, Pseudonyme oder übernommene Identitäten verschleierten. Die Recherche findet in einer Desktop-Umgebung statt, die mit zeitgenössischen Materialien bestückt ist und ohne moderne Suchkomforts genutzt werden muss. Das Setting betont die Eigenheiten und Grenzen der Online-Ressourcen der späten 90er, darunter fragmentierte Usenet-Diskussionen und physische Ausschnitte, die sorgfältig interpretiert werden müssen. Jeder Fall enthüllt Schichten falscher Zuschreibungen in Projekten aus Musik, Film, Comics, Theater oder Architektur und fordert die Spieler auf, aus verstreuten Hinweisen Zeitverläufe und Beziehungen zusammenzusetzen.
Who It Is For
Das Spiel richtet sich an Spieler, die puzzlebasierte Erlebnisse mit Fokus auf Lesen, Quervergleichen und logischem Schlussfolgern schätzen. Wer historische Recherche-Simulationen oder langsamere Adventure-Spiele mag, findet hier Mechaniken, die auf gründlicher Untersuchung statt auf Action oder klassischer Erkundung basieren. Das Fehlen von Reflex-Elementen und Fehlschlägen macht das Spiel für entspannte Sitzungen geeignet, während das Anthologie-Format sowohl kurze als auch längere Durchläufe ermöglicht, je nachdem, wie viele Fälle in einer Sitzung bearbeitet werden.
Is It Worth Playing?
Set the Record Straight erscheint im Early Access als vollständig spielbares Erlebnis mit kompletten Kernmechaniken und einer umfangreichen Startauswahl an Fällen. Der Singleplayer-Deduktionsansatz bietet durch das Credit-Korrektur-System und die Foto-Identifikation durchgehend Tiefe. Spieler, die ein durchdachtes, dokumentenbasiertes Adventure ohne Wettbewerbsdruck oder komplexe Systeme suchen, werden die aktuelle Version als lohnend empfinden. Die weitere Entwicklung wird zusätzliche Fälle bringen, wobei Feedback der Spieler Einfluss auf Anpassungen und neue Inhalte nimmt. Wer Spiele schätzt, die sorgfältiges Lesen und präzise logische Eingaben belohnen statt schnelle Reflexe oder offene Kreativität, wird den strukturierten, aber flexiblen Ansatz der einzelnen Fälle wahrscheinlich zu schätzen wissen.