Shantae and the Seven Sirens ist ein 2D-Metroidvania-Abenteuer, in dem Spieler die halb-geniale Protagonistin durch eine weitläufige Tropenwelt steuern. Die Karte umfasst versunkene Ruinen, versteckte Gänge und miteinander verbundene Regionen über und unter Wasser, deren Zugang von neu erworbenen Fähigkeiten abhängt.
Gameplay
Bewegung und Kampf bestehen aus klassischem Platforming und leichten Action-Begegnungen. Shantae nutzt Fusionsmagie, um blitzschnell zwischen verschiedenen Kreaturenformen zu wechseln und so spezielle Sprünge oder Angriffe auszuführen. Bauchtanz ist zentral: Damit werden Schalter aktiviert, Leben aufgefüllt und verborgene Elemente sichtbar gemacht. Besiegte Gegner lassen Monsterkarten fallen, von denen bis zu drei gleichzeitig ausgerüstet werden können, um passive Boni wie erhöhte Geschwindigkeit oder automatische Magie-Regeneration zu erhalten. Dungeons sind mehrteilige Labyrinthe, in denen Fähigkeiten und Rätsel den Weg zu den Bossen freimachen. Nebenbei gibt es Minispiele und Sammelobjekte, die zum gründlichen Erkunden von Städten und Ruinen anregen. Ein New-Game-Plus-Modus überträgt ausgewählte Fortschritte und bietet so zusätzlichen Wiederspielwert.
Spielmodi
Die Basisversion unterstützt den klassischen Einzelspieler-Durchlauf. Ein kostenloses Update fügte vier alternative Modi hinzu, die Schwierigkeit und Kartensystem verändern. Definitive Mode erhöht die Herausforderung durch angepasste Gegner und Ressourcenverwaltung. Full Deck Mode kombiniert diese Anpassungen mit sofortigem Zugriff auf alle Monsterkarten. Rule Breaker Mode behält die Definitive-Balance bei, hebt jedoch die Begrenzung auf ausgerüstete Karten auf. Beginner Mode senkt die Schwierigkeit so weit, dass ein Scheitern ausgeschlossen ist und der Fokus auf der Geschichte liegt. Die Varianten ermöglichen es, das Erlebnis an das eigene Können oder das gewünschte Tempo anzupassen.
Erkundung und Weltgestaltung
Die Welt besteht aus mehreren Städten, die durch oberirdische Wege und Unterwasserabschnitte verbunden sind. Letztere erfordern spezielle Verwandlungen, um vollständig durchquert zu werden. Jede Region birgt gestaffelte Geheimnisse, die erst mit neuen Formen oder Tanzfähigkeiten zugänglich werden. Die Labyrinthe unterscheiden sich in Aufbau und Thema und integrieren Umweltgefahren sowie interaktive Elemente, die auf dem Tanzsystem basieren. Optisch überzeugt das Spiel durch detaillierte Sprites und fernsehserienartige Animationssequenzen, die wichtige Handlungsmomente und Charakterbegegnungen hervorheben. Bekannte Figuren wie Rottytops, Sky, Bolo und Risky Boots kehren zurück und treffen auf neue Halbgenie-Verbündete, die Dialoge und gelegentliche Unterstützung bieten.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz fällt überwiegend positiv aus. Gelobt werden vor allem die Levelgestaltung, die Charakteranimationen und der insgesamt hochwertige Metroidvania-Aufbau. Die Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten und die Kartenausstattung sorgen für ein spürbares Fortschrittssystem, das zum Ausprobieren einlädt. Spieler, die methodische Erkundung und fähigkeitsgebundene Weiterentwicklung schätzen, finden über die gesamte Kampagnenlänge hinweg Anreize. Die verschiedenen Schwierigkeits- und Regelvarianten machen das Spiel für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich - von erfahrenen Fans, die ein ausgewogenes System suchen, bis hin zu Einsteigern, die ohne Druck in die Geschichte eintauchen möchten. Auf dem PC lässt sich das Spiel wahlweise mit Controller oder Tastatur steuern. Wer farbenfrohe Platformer mit Verwandlungsmechaniken und leichten Sammelschleifen mag, wird die klare, unkomplizierte Umsetzung zu schätzen wissen.