Sherman Commander ist eine Singleplayer-Action-Strategiesimulation, die detaillierte Panzerbedienung mit taktischer Führung unterstützender Einheiten im Zweiten Weltkrieg verbindet. Spieler übernehmen das Kommando über den M4 Sherman und führen alliierte Verbände über historische Schlachtfelder in Europa nach der Landung in der Normandie. Im Mittelpunkt steht das Erteilen von Befehlen an die Besatzung im Inneren des Panzers sowie die Koordination von Infanterie und gepanzerten Einheiten auf größerer Ebene über eine taktische Übersichtskarte.
Gameplay
Die Spielschleife verlangt ständiges Wechseln zwischen direkter Panzerführung und übergeordneter Schlachtfeldaufsicht. Innerhalb des Fahrzeugs werden Befehle über die Befehlskette an die Besatzung für Bewegung, Zielerfassung und Nachladen weitergegeben. Außerhalb dieser Ansicht ermöglicht eine Kartenoberfläche die Abstimmung mit benachbarten Infanteriegruppen und anderen gepanzerten Fahrzeugen, um Hinterhalte oder Vorstöße zu planen. Explosionen und Einschläge verändern das Gelände und schaffen neue Sichtlinien oder Deckungsmöglichkeiten.
Die authentische Modellierung des Sherman umfasst den Einsatz von Periskopen und eingeschränkte Sichtverhältnisse, die eine sorgfältige Positionierung erfordern. Kombinierte Waffenführung wird unverzichtbar, da feindliche Panzerabwehrtrupps häufig in Gebäuden oder im Gelände lauern und Infanterieabschirmung daher zur praktischen Notwendigkeit wird. Ballistik und Schadensmodell orientieren sich an zeitgenössischen Waffen: Sprenggranaten wirken effektiv gegen Bauten, während panzerbrechende Munition präzise Winkel erfordert.
Spielmodi
Zwei unterschiedliche Kameraperspektiven und Steuerungskonzepte bestimmen den Ablauf der Missionen. Der Simulationsmodus beschränkt den Spieler auf das enge Sichtfeld des Kommandanten durch Sehschlitze und das Zielfernrohr und betont realistische Entscheidungen zur eigenen Entdeckungsgefahr. Der Aktionsmodus lockert einige dieser Einschränkungen für eine breitere Übersicht, behält jedoch dieselben Befehlsmöglichkeiten für Einheiten bei.
Eine Kampagne aus neun Szenarien deckt wichtige Schauplätze der Westfront ab. Jedes Szenario stellt den Spieler an die Spitze eines Zuges mit angegliederten Einheiten und stellt Ziele, die den sorgfältigen Einsatz von Gelände und Unterstützungsfeuer belohnen. Befehle auf der Karte oder direkt in der 3D-Umgebung umfassen Bewegungspunkte und Zielmarkierungen und ermöglichen dynamische Anpassungen, sobald gegnerische Stellungen bekannt werden.
Historischer Hintergrund und Mechaniken
Die Schauplätze basieren auf dokumentierten Gefechten in der Normandie, Belgien und Deutschland. Zerstörbare Umgebungen erlauben es, Annäherungswege durch einstürzende Mauern oder geräumte Sichtachsen neu zu gestalten. Der Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit von mechanisierter Infanterie und Panzern statt auf Einzelkämpfen, was der kombinierten Kampfführung der damaligen Zeit entspricht.
Treffer ohne Durchschlag können die Turmtraverse oder die Nachladegeschwindigkeit vorübergehend beeinträchtigen. Freundliche Einheiten reagieren auf einfache Befehle und eröffnen so Möglichkeiten für Flankenmanöver oder Verteidigungsstellungen, ohne dass jeder einzelne Soldat manuell gesteuert werden muss.
Lohnt sich das Spiel?
Die Nutzerbewertungen auf Steam liegen derzeit bei „gemischt" mit 62 Prozent positiven Bewertungen aus über einhundert Abgaben. Eine kostenlose Demo steht zum Testen der beiden Steuerungsvarianten vor dem Kauf zur Verfügung. Das Spiel richtet sich an Spieler, die eine bedachte Panzersimulation mit leichten Echtzeit-Strategieelementen schätzen und sich auf eine fokussierte Singleplayer-Kampagne einlassen möchten, anstatt auf groß angelegte Mehrspielerschlachten.
Wer strenge historische Genauigkeit bei der Panzerdurchschlagskraft oder umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten sucht, könnte das vereinfachte Schadensmodell und die begrenzten Befehlsoptionen als weniger befriedigend empfinden. Für Liebhaber von Panzereinsätzen an der Westfront, die die Verbindung von Besatzungsmanagement und Zugführung schätzen, bietet die aktuelle Version ein stimmiges Erlebnis, das sich zunächst über die Demo erkunden lässt.