Shin chan: Me and the Professor on Summer Vacation The Endless Seven-Day Journey ist ein entspanntes Adventure, das in einer ländlichen japanischen Kleinstadt spielt. Man übernimmt die Rolle des jungen Shinnosuke Nohara, der mit seiner Familie eine Woche in Assou, Kumamoto, verbringt, während sein Vater geschäftlich unterwegs ist. Im Mittelpunkt stehen offene Alltagsabläufe, leichte Erkundung und Sammelaktivitäten zwischen Feldern und Bergen.
Gameplay
Ein Tag-Nacht-Rhythmus gliedert die sieben Tage. Morgens treffen sich alle Bewohner zum gemeinsamen Training, danach gibt es Frühstück im Hinoyama Café. Danach kann man frei durch Assou streifen, mit Einheimischen sprechen, Ressourcen sammeln und Fundstücke dokumentieren. Eine Kamera dient dabei als zentrales Werkzeug, um Momente, Insekten, Fische und Ereignisse für ein persönliches Foto-Tagebuch festzuhalten.
Zum Sammeln schwingt man ein Netz, um verschiedene Käfer für ein Lexikon zu fangen, oder angelt Fische aus Flüssen und Teichen. Auf dem Kurokami-Hof kann man ein eigenes Beet bewirtschaften und Gemüse anbauen, das später verkauft wird. Auf Pinnwänden findet man Aufträge von Café, Curry-Restaurant oder Supermarkt, die mit frischen Zutaten kleine Belohnungen bringen. Mit befreundeten Kindern lassen sich Duelle mit Dino-Karten austragen, die man aus Chocobi-Packungen erhält. Wer sich mit dem Besitzer der Bar Dancing Jiro anfreundet, darf dort als DJ eigene Hintergrundmusik mischen.
Manche Ereignisse und Ansichten sind nur nachts verfügbar. Die feste Third-Person-Kamera erfordert genaues Navigieren durch vorgerenderte Kulissen, während man nach Sammelobjekten und Story-Auslösern sucht. Seltsame Vorkommnisse rund um Professor Akuno entwickeln sich parallel zum Alltag und sorgen für leichte erzählerische Fortschritte ohne feste Ziele.
Spielmodi
Das Spiel läuft ausschließlich im Singleplayer-Modus ohne kompetitive oder kooperative Elemente. Die Handlung folgt einer sich wiederholenden Sieben-Tage-Struktur, die endlos weiterläuft und so mehrere Durchgänge mit unterschiedlichen Entscheidungen ermöglicht. Die Aktivitäten bleiben gleich, gewinnen aber durch neue Freundschaften, vervollständigte Sammlungen und Zeitungsmeldungen an Abwechslung. Foto-Tagebuch und Lexika dokumentieren persönliche Erfolge, während das Wachstum der Abonnentenzahl beim Lokalblatt die gesammelten Berichte widerspiegelt. Es gibt keine separaten Schwierigkeitsstufen oder alternativen Modi, die das entspannte Tempo verändern.
Erkundung und Alltag
Assou bietet eine überschaubare, aber abwechslungsreiche Karte mit Naturflächen und Ortschaften. Man läuft frei herum, entdeckt seltene Insekten und Fische, die es in Kasukabe nicht gibt, und baut Beziehungen zu den Bewohnern auf, die weitere Aufgaben und Dialoge freischalten. Abends gibt es mit der Familie ein entspanntes Bad unter dem Sternenhimmel in einer traditionellen Wanne. Der Gesamtrhythmus setzt auf ruhige Entdeckungen statt auf Zeitdruck oder Kampfmechaniken.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die entspannte Singleplayer-Erfahrungen mit Alltagsabläufen und leichter Erzählung suchen. Auf Steam wird es mit „Sehr positiv" bewertet; viele loben die gemütliche Atmosphäre, die sympathischen Charaktere und die nostalgische Sommerstimmung. Einige bemerken, dass die Mechaniken nach ein paar Tagen repetitiv wirken können. Das Spiel läuft auf dem PC ohne saisonale Updates oder Live-Service-Elemente. Wer eine kurze, stressfreie Adventure mit Sammel- und Sozial-Elementen sucht, wird am meisten Freude daran haben, während Spieler, die schnelle Action oder komplexe Systeme bevorzugen, eher auf andere Titel ausweichen sollten. Die endlose Tagesschleife ermöglicht mehrere entspannte Sitzungen, ohne dass man alles auf einmal abschließen muss.