Ships 2017 ist eine Indie-Simulation, in der es um den Betrieb spezieller Schiffe in der Ostsee geht. Die Spieler übernehmen Frachttransporte, Bergungsarbeiten unter Wasser, Rettungseinsätze und den Aufbau großer Konstruktionen auf See mit drei verschiedenen Schiffstypen. Im Mittelpunkt steht die methodische Steuerung großer Schiffe unter realistischen Wasserphysik und detaillierten Missionszielen, nicht schnelle Action.
Gameplay
Im Kern geht es darum, eines von drei Spezialschiffen auf offener See zu steuern und die gestellten Aufgaben zu erfüllen. Die Navigation erfolgt über einfache Steuerung von Geschwindigkeit und Richtung, während der Erfolg von präziser Positionierung und dem Umgang mit schweren Lasten oder empfindlichen Bergungen vom Meeresgrund abhängt. Die Wassersimulation ist dabei zentral: Physik beeinflusst Schiffsbewegung, Stabilität und Interaktionen bei Fracht- oder Montagearbeiten.
Erfolgreiche Missionen bringen Einnahmen, die in den Kauf oder die Verbesserung weiterer Schiffe fließen. Verfügbar sind das weltgrößte Containerschiff, ein Tiefsee-Baugerät und halbeintauchbare Transportschiffe. Ein eigenes Renovierungssystem ermöglicht Reparaturen und Verbesserungen, um die Flotte langfristig einsatzbereit zu halten.
Zusätzlich übernehmen die Spieler die Koordination der Crew und der Ausrüstung wie Feuerlöscher, Schläuche, Wasserwerfer, Schlauchboote und Scheinwerfer. Diese Hilfsmittel unterstützen Bordaufgaben in kritischen Situationen und bringen ein Management-Element in die Schiffsoperationen.
Spielmodi
24 verschiedene Szenarien in der Ostsee bilden das Rückgrat des Spiels. Sie umfassen die Bergung versunkener Objekte, den Transport schwerer Fracht, Rettungseinsätze und den Bau maritimer Anlagen auf dem Wasser. Jede Mission erfordert sorgfältige Schiffsführung und Koordination, um Ziele ohne Schäden oder Ausfälle zu erreichen.
Ein separater Crew-Management-Modus legt den Fokus auf die direkte Steuerung von Personal und Ausrüstung. Hier wehren Spieler Piratenangriffe ab, bekämpfen Brände an Bord oder bergen Überlebende mit den genannten Hilfsmitteln. Der Modus greift in Notsituationen in die Hauptmissionen ein und verlangt schnelle Entscheidungen über Ressourcen und Positionierung.
Schiffsmanagement und Fortschritt
Der Fortschritt basiert auf Finanzmanagement und Flottenerweiterung. Einnahmen aus abgeschlossenen Missionen finanzieren Anschaffungen und laufende Wartung über das Renovierungssystem. Spieler müssen Betriebskosten gegen Upgrades abwägen, um anspruchsvollere Aufgaben mit den drei Schiffstypen bewältigen zu können.
Die Simulation legt Wert auf realistische Rahmenbedingungen wie die Stabilität der Schiffe bei wechselnden Seebedingungen und die Logistik beim Transport übergroßer Fracht oder Ausrüstung. Das spricht Spieler an, die Routen planen, Ressourcen verwalten und präzise Manöver über längere Zeiträume ausführen möchten.
Lohnt sich das Spiel?
Ships 2017 richtet sich an Spieler, die eine fokussierte Schiffs-Simulation mit Schwerpunkt auf Steuerung und Missionsvielfalt suchen. Die 24 Missionen bieten ein überschaubares Aufgabenspektrum, das verschiedene Aspekte maritimer Arbeit von der Tiefseebergung bis zum Großaufbau abdeckt. Die Crew-Management-Elemente sorgen gelegentlich für Abwechslung, ohne das Spielerlebnis zu dominieren.
Die Resonanz ist gemischt; viele Rezensionen heben das bewusste Tempo und den besonderen Reiz für Simulations-Fans hervor. Das Spiel ist als Einzelspielertitel ohne saisonale Inhalte oder Erweiterungen erhältlich und eignet sich für Spieler, die ältere Indie-Titel schätzen und methodische Schiffssteuerung sowie Ostsee-Settings höher bewerten als aufwendige Produktionen oder Multiplayer-Funktionen.