SHOGUN: Total War - Collection ist ein historisches Strategiespiel, in dem Spieler als Daimyo im japanischen Sengoku-Zeitalter agieren. Es verbindet rundenbasierte Provinz- und Ressourcenverwaltung mit taktischen Echtzeit-Schlachten. Die Handlung beginnt 1542 in einem zersplitterten Reich, in dem rivalisierende Kriegsherren um die Vorherrschaft kämpfen, während der Kaiser in Kyoto nur noch repräsentative Bedeutung hat. Europäische Ankömmlinge bringen Feuerwaffen und neue Einflüsse mit, die das Machtgefüge verändern.
Gameplay
Im Zentrum steht die Entwicklung einer Fraktion auf der Strategiekarte. Spieler investieren Ressourcen in den Ausbau von Provinzen, den Aufbau und die Versorgung von Armeen sowie in diplomatische und intrigante Beziehungen zu benachbarten Clans. Wirtschaftliche Entscheidungen bestimmen Truppenverfügbarkeit und technologischen Fortschritt, während politisches Kalkül Bündnisse sichern oder Konflikte auslösen kann. Heimliche Operationen ermöglichen es, Gegner ohne offene Feldschlacht zu schwächen.
Bei Zusammenstößen wechselt das Spiel in Echtzeit-Schlachten, in denen Aufstellung, Geländeausnutzung und Timing über den Ausgang entscheiden. Die Armeen bestehen aus Infanterie, Kavallerie und Bogenschützen der historischen japanischen Streitkräfte, später ergänzt durch Schusswaffen. Erfolg hängt von disziplinierter Formationstaktik und der Nutzung des Geländes ab; Moral, Flankenangriffe und rechtzeitige Verstärkungen sind entscheidend.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht die Einzelspieler-Kampagne, in der eine Fraktion Japan durch Eroberung und Konsolidierung einen. Strategie- und Schlachtenebene greifen dabei nahtlos ineinander. Im Mehrspielermodus messen sich Spieler direkt mit eigenen Armeen und taktischen Entscheidungen.
Die Erweiterung Mongol Invasion bietet eine weitere Kampagne, in der die mongolischen Invasoren gegen den Hojo-Clan antreten und den historischen Verlauf verändern. Neue Einheiten auf beiden Seiten ergänzen das bestehende System aus strategischer Planung und taktischem Kampf. Ein Karteneditor ermöglicht zudem eigene Schlachtfelder für Einzel- und Mehrspieler-Partien.
Die Erweiterung Mongol Invasion
Die Erweiterung führt die spielbare Mongolen-Fraktion sowie neue Einheiten für Angreifer und Verteidiger ein. Sie erweitert die Kampagnenoptionen um Ziele, die sich auf die Eroberung oder Verteidigung der japanischen Inseln konzentrieren. Die Mechaniken bleiben erhalten, der Schwerpunkt verschiebt sich jedoch auf amphibische Landungen und die Abwehr eines zahlenmäßig überlegenen Gegners.
Lohnt sich das Spiel?
Die Sammlung richtet sich an Spieler, die methodische Großstrategie mit direktem Schlachtkommando in einem historischen japanischen Setting verbinden möchten. Langfristige Planung auf der Kampagnenkarte und präzise Ausführung im Gefecht stehen im Vordergrund und sprechen alle an, die das Zusammenspiel von Wirtschaft, Diplomatie und Militär schätzen. Die Erweiterung erhöht den Wiederspielwert durch neue Fraktionen und Szenarien, ohne die Kernmechaniken zu verändern.
Aktuelle Updates sorgen für Kompatibilität mit modernen Bildschirmen und Plattformfunktionen, sodass das Original heute problemlos läuft. Wer sich für die Clan-Rivalitäten der Epoche und den Aufstieg von einer Regionalmacht zum Reichsherrscher interessiert, findet hier ein in sich geschlossenes Spiel, das viele Konventionen späterer Strategiespiele prägte. Es bleibt eine gute Wahl für Einzelspieler-Kampagnen oder gelegentliche Mehrspieler-Runden unter Fans von rundenbasiertem Imperienaufbau und Echtzeit-Taktik.