Sons of Valhalla ist ein Singleplayer-Action-Strategie-RPG mit Simulationselementen in einer pixeligen Welt der Wikingerzeit. Spieler übernehmen die Rolle von Thorald Olavson, der nach der Zerstörung seines Heims und der Entführung seiner Geliebten Rache durch die englische Landschaft sucht. Das Spiel kombiniert Side-Scrolling-Kämpfe mit roguelike-Progression, Ressourcenmanagement, Truppenrekrutierung und Basisbau zu einem fokussierten Invasionserlebnis auf dem PC.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Führung einer Kriegerschar auf einer seitwärts scrollenden Karte. Dabei muss man begrenzte Ressourcen verwalten und gleichzeitig Ziele verfolgen. Thorald erteilt seinen Einheiten in Echtzeit Befehle wie Schildwall-Formation, Sturmangriff oder Rückzug und kämpft selbst mit Schwert, Bogen oder Speer. Spezialfähigkeiten und Formationen helfen, sich auf veränderte Gefechtssituationen einzustellen, etwa auf Pfeilhagel oder feindliche Vorstöße.
Neben Grundtruppen wie Schwertkämpfern und Bogenschützen lassen sich auch Spezialisten rekrutieren: kampferprobte Schmiede, Schildmaiden, schamanische Heiler oder Berserker für schnelle Angriffe. Erfolg hängt davon ab, die richtigen Einheiten den jeweiligen Bedrohungen zuzuordnen und sie geschickt zu positionieren. Aus Schlachten erbeutete Ressourcen dienen der Ausrüstungsverbesserung, der Stärkung der Truppen sowie dem Bau von Gebäuden oder Belagerungsmaschinen.
Durch die roguelike-Struktur endet jede Runde mit dem Tod und einem kompletten Neustart. Dauerhafte Fortschritte ergeben sich jedoch durch das Sammeln und Opfern von Runensteinen an Odin. Dadurch werden stärkere Krieger und bessere Ausrüstung für spätere Versuche freigeschaltet. Ein herannahender Sturm schränkt das erreichbare Gebiet allmählich ein und zwingt zu strategischen Entscheidungen, ob man Händler, Söldner oder besser befestigte Burgen erneut aufsucht. Odin greift in kritischen Momenten direkt in den Kampf ein und ruft Kräfte aus der Welt jenseits von Midgard herbei.
Spielmodi
Die Hauptkampagne besteht aus mehreren Etappen, in denen Spieler durch Städte, Gefechte und Belagerungen ziehen, um den gesuchten Jarl aufzuspüren. Verzweigte Wege und die Möglichkeit, bereits besuchte Gebiete erneut zu betreten, fördern strategische Planung und Ressourcenverteilung in der englischen Landschaft.
Weitere Modi erhöhen den Wiederspielwert. Im Horden-Modus beginnt man mit einer höheren Einheitenobergrenze und einer Vorbereitungsphase, die das Tempo gegenüber der Kampagne verändert. Der Königreich-ähnliche Modus und der Endlos-Modus legen den Schwerpunkt auf langfristigen Basisbau und die Abwehr von Wellenangriffen und verschieben den Fokus auf umfangreichere Management- und Großgefechts-Elemente.
Allen Modi liegen dieselben Kernsysteme zugrunde - Truppenführung, Ressourcenverbrauch und roguelike-Progression -, sie unterscheiden sich jedoch in Startbedingungen und Zielen, um unterschiedlichen Spielvorlieben gerecht zu werden.
Fortschritt und Systeme
Durch das Opfern von Runensteinen ergeben sich dauerhafte Verbesserungen, die eine klare Aufstiegsschleife über mehrere Durchläufe schaffen. Spieler testen verschiedene Heereszusammenstellungen und Ausrüstungskäufe, um schwierigere Gegner in späteren Versuchen zu bezwingen. Der Basisbau ist direkt in die Strategieebene integriert und ermöglicht es, Ressourcen sowohl für unmittelbare Kämpfe als auch für langfristige Infrastruktur wie Belagerungswerkzeuge einzusetzen.
Atmosphärische Details wie Tag-Nacht-Wechsel, Wetter von Sonnenschein bis Sturm und kleine Umweltakzente unterstreichen die Wikingerwelt, ohne vom taktischen Kern abzulenken. Bewegung und Kampf reagieren flüssig; aktuelle Patches haben die Steuerung des Helden weiter verfeinert, darunter eine Sprungfunktion über Ausweichbefehle.
Lohnt sich das Spiel?
Die Steam-Bewertungen liegen im gemischten Bereich mit etwa zwei Dritteln positiven Stimmen aus über 800 Rezensionen, während die Kritikerwertungen auf Aggregatoren im oberen 70er- bis unteren 80er-Bereich liegen. Besonders ansprechend ist das Spiel für Spieler, die direkte Action-Kämpfe mit taktischer Truppenführung in einer roguelike-Struktur verbinden möchten - vor allem Fans von Side-Scrolling-Strategietiteln mit Basisbau-Elementen.
Die kompakte Kampagne verzichtet auf unnötige Länge, und die zusätzlichen Modi sowie anpassbare Schwierigkeitsgrade bieten klare Anreize für weitere Durchläufe. Regelmäßige Patches bis 2026 zeigen anhaltende Unterstützung für die klassische Version. Wer eine fokussierte Wikinger-Erfahrung mit sinnvoller Progression und direkter Führung im Kampf sucht, wird die Systeme als lohnend empfinden. Spieler, die reine Echtzeit-Strategie oder tiefgehende Simulationselemente bevorzugen, könnten den hybriden Ansatz weniger passend finden. Das Spiel eignet sich besonders für Solo-Sessions, die auf rachedurchtränkte Durchläufe und schrittweises Machtwachstum ausgerichtet sind.