Stage Presence ist ein Indie-Simulationsspiel, das Comedy, Horror und Karaoke zu einem einzigartigen stimmbasierten Erlebnis auf dem PC verbindet. Spieler übernehmen die Rolle des Leadsängers einer unglücklichen Band, deren Equipment während eines Auftritts ausfällt. Um die unruhige Menge bei Laune zu halten, muss man mit Stimme und cleveren Gegenständen improvisieren.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Echtzeit-Singen über ein Mikrofon, während das Publikum zunehmend aggressiver wird. Technische Pannen schaffen Momente der Verwundbarkeit, in denen der Sänger entweder nur mit seiner Stimme oder mit freischaltbaren Hilfsmitteln die Kontrolle zurückgewinnen muss. Mit steigender Spannung eskaliert das Verhalten der Zuschauer von verbalen Sticheleien bis hin zu physischen Angriffen wie geworfenen Flaschen und Laserblenden. Manche verwandeln sich sogar in dämonische Gestalten und erhöhen den Druck zusätzlich.
Im Verlauf des Spiels lassen sich spezialisierte Ausrüstungsgegenstände freischalten, die den Ablauf der Performance verändern. Items wie Mystery Pills, Smashable Guitars oder der BASS DROP verschaffen temporäre Vorteile, um die Stimmung der Menge zu beeinflussen. Die Simulation setzt auf schnelles Denken und stimmliche Ausdauer statt auf klassische Rhythmusmechaniken und schafft so ein spannendes Gleichgewicht zwischen Unterhaltung und Überleben.
Game Modes
Stage Presence bietet mehrere unterschiedliche Spielweisen. Die Kampagne führt durch eine Reihe immer skurrilerer Veranstaltungsorte - von einer verfluchten Kathedrale bis hin zu einer explodierenden Mondbasis. Jede Location bringt neue Umweltfaktoren mit, die das Verhalten des Publikums und die verfügbaren Taktiken beeinflussen.
Im Survival-Modus gilt es, ohne festgelegte Setlist immer längeren Wellen feindlicher Reaktionen standzuhalten. Der Karaoke-Modus liefert Liedtexte und ermöglicht ein strukturiertes Absingen ausgewählter Tracks, während man dennoch den Attacken der Menge ausgesetzt ist. Diese Varianten richten sich an unterschiedliche Spielertypen und Schwierigkeitsvorlieben innerhalb des stimmbasierten Konzepts.
Multiplayer und VR-Elemente
Ein besonderes Feature erlaubt es, als Zuschauer in die Session eines anderen Spielers einzusteigen. In dieser Rolle stehen Werkzeuge wie Laserpointer, Flaschen, Glowsticks und Leuchtraketen zur Verfügung, mit denen man den Auftritt entweder unterstützen oder gezielt sabotieren kann. Dadurch wird das Erlebnis zu einem gemeinschaftlichen sozialen Event, bei dem Erfolg oder Scheitern des Sängers direkt von den Mitspielern abhängt.
Die vollständige VR-Unterstützung sorgt für ein intensives Erlebnis, indem sie den Sänger aus der First-Person-Perspektive in die Performance versetzt. Die Bedrohungen durch das Publikum wirken dadurch unmittelbar. Kompatibilität mit Track-Controllern und Room-Scale-Tracking ermöglichen natürliche Bewegungen während des Auftritts. Ein Mikrofon bleibt in allen Varianten unverzichtbar.
Lohnt sich das Spiel?
Stage Presence spricht vor allem Spieler an, die ungewöhnliche Simulationserlebnisse mit stimmlicher Performance, leichten Horrorelementen und Comedy suchen. Das einzigartige Interaktionssystem mit dem Publikum und die VR-Umsetzung heben das Spiel von klassischen Karaoke- oder Rhythmus-Titeln ab. Es erschien 2017 und hat eine überschaubare, aber treue Spielerschaft.
Die Bewertungen fallen gemischt aus: 61 Prozent positive Rezensionen bei 31 Nutzerbewertungen. Wer experimentelle stimmbasierte Gameplay-Mechaniken und die Möglichkeit schätzt, andere zu ärgern oder selbst geärgert zu werden, findet in den kurzen, fokussierten Sessions einen gewissen Reiz. Das Spiel eignet sich für alle, die Abwechslung von etablierten Genres suchen und über ein Mikrofon sowie optional eine VR-Ausrüstung verfügen.
- Erfordert ein Mikrofon für die volle Beteiligung
- Enthält Online-Ranglisten zur kompetitiven Verfolgung
- Bietet Steam-Errungenschaften und Cloud-Support