Succubi of Byzantion ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, das taktische Kämpfe mit einer Visual-Novel-ähnlichen Kampagne verbindet. Spieler führen eine Gruppe von Helden durch einen Fantasy-Konflikt, in dem Dämonen, Inquisitoren und unerwartete Allianzen eine Welt prägen, die gängige Vorstellungen von geflügelten Wesen infrage stellt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Management von vier unterschiedlichen Helden, deren persönliche Geschichten sich während eines größeren Krieges verknüpfen. Die Kämpfe finden auf einem 8x5-Raster statt, auf dem Einheiten mithilfe von Aktionspunkten bewegt werden. Jede Fertigkeit besitzt eine prozentuale Trefferchance, und Geländemerkmale bieten Deckung, die Positionierung und Ausgang beeinflusst. Insgesamt stehen 67 Einheiten mit Zugriff auf über 100 gemeinsame Fertigkeiten zur Verfügung, sodass vielfältige Armeezusammenstellungen möglich sind, die sorgfältige Planung statt bloßer Stärke belohnen.
Der Fortschritt folgt einer Abfolge von Story-Szenen, die die Handlung vorantreiben und direkt in Gefechte übergehen. Die Kampagne merkt sich die aktuelle Position automatisch, sodass Sitzungen ohne manuelles Speichern oder Neustarten fortgesetzt werden können. Drei Schwierigkeitsgrade passen die Herausforderung über die 43 Schlachten hinweg an, während 22 Erfolge zusätzliche Ziele für Komplettierungssammler bieten.
Spielmodi
Das Hauptspiel ist eine Einzelspieler-Story-Kampagne mit 137 Szenen. Diese Szenen zeigen Charakterinteraktionen und Handlungsentwicklungen in einem leichten Ton und nutzen Papercut-Optik. Kämpfe unterbrechen die Erzählung an entscheidenden Stellen und verknüpfen taktische Entscheidungen mit den persönlichen Entwicklungen der Helden.
Der Schnellkampf-Modus ist eine eigenständige Option. Hier können Spieler eigene Armeen für beide Konfliktseiten zusammenstellen und diese ohne Fortschritt in der Kampagne testen. Dadurch lässt sich mit Einheitenkombinationen und Fertigkeiten außerhalb der festen Geschichte experimentieren.
Handlung und Helden
Vier zentrale Figuren tragen die Geschichte. Galerond ist ein Inquisitor, dessen Sicht auf geflügelte Wesen sich durch direkte Begegnungen verändert. Prinz Theodor arbeitet mit der Succubus Seline zusammen, um Bedrohungen aus dem Süden abzuwehren, was Spannungen um ihre Partnerschaft erzeugt. Trixie tritt als kleinere Succubus auf, die sich eher leichten Themen wie Essen und Gesellschaft widmet und bei Hobbit-Gemeinschaften beliebt ist. Celesian strebt erneute Verbindungen zwischen Elfen und Drachen an, um einen alten Pakt wiederzubeleben.
Die Themen drehen sich um Glauben, Zweifel und zweite Chancen vor dem Hintergrund von Dämoneneinfällen. Die Geschichte hinterfragt starre Lehren durch diese Charakterperspektiven, ohne auf schwere Exposition zurückzugreifen.
Lohnt es sich?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die rundenbasierte Strategie mit charakterzentrierter Erzählung verbinden möchten. Die Mischung aus rasterbasierten Kämpfen und szenengetriebenem Fortschritt bietet ein in sich geschlossenes Erlebnis, das die Entwicklung der Helden stärker betont als groß angelegten Imperienaufbau. Die Verfügbarkeit in Englisch und Tschechisch erweitert den Zugang für unterschiedliche Zielgruppen.
Mit seinem bevorstehenden Release eignet sich das Spiel für Fans von Indie-Strategietiteln, die vertraute Mechaniken früherer Spiele mit einem leichteren Ton und romantischen Elementen kombinieren. Der Schnellkampf-Modus erhöht den Wiederspielwert für alle, die eigenständige taktische Matches bevorzugen. Insgesamt liefert es ein fokussiertes Paket für Strategiefans, die narrative Integration statt endloser Erweiterungsinhalte suchen.