Tank Mechanic Simulator ist eine detaillierte Simulationserfahrung, in der Spieler Panzer, Schützenpanzer und Selbstfahrlafetten aus dem Zweiten Weltkrieg restaurieren und individuell gestalten. Als Mechaniker sucht man die Fahrzeuge auf, birgt sie, repariert sie und entscheidet schließlich, ob sie verkauft oder in einem eigenen Museum ausgestellt werden.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der komplette Renovierungsprozess: Fahrzeuge werden auf ehemaligen Schlachtfeldern aufgespürt und geborgen. Mit Metalldetektor, Bodenradar, Drohne und Spaten lassen sich vergrabene Wracks lokalisieren. Nach der Bergung pumpen Teams den Schlamm ab, sichern das Fahrzeug und transportieren es in die Werkstatt.
Die Instandsetzung beginnt mit der Reinigung von Dreck und Rost, gefolgt von Sandstrahlen, Grundierung und dem Auftragen von Original- oder Sonderlackierungen. Rund 200 Einzelteile können abgebaut werden - von Außenpanzerung über Ketten, Räder und Turm bis hin zu Rohr und Laufwerk. Im Innenraum stehen Mannschaftsraum, Motor, Getriebe, Kraftstoffsystem, Luken, Optiken und Antriebskomponenten zur Verfügung. Der Motor kann auf einen separaten Prüfstand ausgebaut werden, bevor alle Flüssigkeiten nachgefüllt und die Systeme getestet werden.
In einer eigenen Lackierkabine lassen sich Farben, Tarnmuster und Abzeichen frei gestalten. Anschließend können die Fahrzeuge auf einer Teststrecke über Hindernisse gefahren oder auf einem Schießstand mit verschiedenen Kameraperspektiven erprobt werden. Insgesamt stehen 21 Maschinen aus deutschen, amerikanischen und sowjetischen Beständen zur Verfügung.
Spielmodi
Extraktionsmissionen bilden eine zentrale Aktivität: Spieler erkunden Gelände, markieren Fundstellen, koordinieren die Bergung, reinigen den Panzer und laden ihn auf einen Transporter. Der Renovierungsprozess selbst läuft als eigenständiger Modus ab - von der ersten Reinigung über alle Reparaturstufen bis hin zur finalen Prüfung.
Auf dem Testgelände starten Spieler den Motor, durchfahren Hindernisparcours und kontrollieren sämtliche Systeme. Auf dem Schießstand können die Waffen live erprobt werden. Im Wirtschaftsteil lassen sich restaurierte Fahrzeuge gewinnbringend verkaufen oder im eigenen Museum ausstellen, um langfristig Ansehen und Einnahmen zu steigern.
Fahrzeuge und Anpassung
Das Fahrzeugaufgebot umfasst 15 Panzer, vier gepanzerte Fahrzeuge und zwei Selbstfahrlafetten aus deutschen, US-amerikanischen und sowjetischen Streitkräften. Beispiele sind der Tiger Ausf. H1, der M4A3E8 Sherman, der KV-2, verschiedene T-34-Varianten, der Panther Ausf. A sowie der M10 Wolverine und der Sd.Kfz. 251 Halbkettenwagen. Jedes Fahrzeug erlaubt detaillierte Eingriffe an einzelnen Bauteilen und unbegrenzte optische Veränderungen durch Farben, Muster und Markierungen, die sich mit anderen Spielern teilen lassen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die handwerkliche Restaurationssimulationen und den Erhalt historischer Fahrzeuge schätzen. Die Einspielererfahrung basiert auf zeitgenössischen Dokumenten und Museumsreferenzen und umfasst vollständige Zerlegung, Flüssigkeitsmanagement und funktionale Prüfungen. Auch Jahre nach der Veröffentlichung 2020 erscheinen weitere Fahrzeug-DLCs. Wer schnelle Action oder Mehrspieler-Wettbewerb sucht, wird das eher ruhige, handwerkliche Tempo als weniger passend empfinden. Der Reiz liegt vor allem in der Tiefe der Bauteilinteraktion und dem befriedigenden Erlebnis, ein Schlachtfeldwrack wieder fahrbereit zu machen.