„The Book of Desires" ist ein Hidden-Object-Puzzle-Adventure für den PC. Die Spieler begleiten Ashley, deren Geschichte mit einem beunruhigenden Traum beginnt und sich rasch in eine reale Bedrohung verwandelt. Erkundung, Objektsuche und Rätselaufgaben treiben die Geschichte von Flucht und Überleben voran.
Gameplay
Im Zentrum steht die Navigation durch detaillierte Szenen, in denen versteckte Gegenstände gefunden werden müssen. Viele Objekte sind nur schwer auszumachen, da sie sich in die Umgebung einfügen oder unter gedämpftem Licht liegen. Fortschritt ergibt sich aus dem Abschließen dieser Suchphasen sowie aus eigenständigen Minispielen, die Logik, Mustererkennung und Timing prüfen.
Interaktionen erfolgen per Mausklick auf aktive Elemente; Gegenstände lassen sich bei Bedarf kombinieren, und zwischendurch tauchen in sich geschlossene Rätsel auf. Die Struktur ist weitgehend linear, erlaubt aber innerhalb einzelner Bereiche etwas Freiraum zur Erkundung. Die Grafik setzt auf eine dunkle, stimmungsvolle Farbgebung, die den beklemmenden Ton unterstreicht, ohne auf hochauflösende Details oder Animationen zu setzen.
Minispiele erscheinen regelmäßig und decken Mechaniken wie Zusammenbauen, Reihenfolgen oder räumliche Aufgaben ab. Nach einer kurzen Wartezeit können sie übersprungen werden, sodass der Fokus auf der Geschichte bleibt. Die Abfolge aus Suchphasen und Rätseln sorgt für Abwechslung und ein gleichmäßiges Tempo bis zum Ende der Geschichte.
Spielmodi
Das Spiel läuft ausschließlich im Einzelspieler-Story-Modus. Es gibt keine Schwierigkeitsstufen, Mehrspieler-Optionen oder alternative Spielweisen. Die Kampagne ist in Kapitel bzw. Schauplätze unterteilt und führt die zentrale Handlung von Kapitel zu Kapitel fort.
Hidden-Object-Szenen bilden den Hauptteil, unterbrochen von Minispielen. Weitere Modi wie Zeitrennen, Endlos-Herausforderungen oder Sammelobjekt-Jagden existieren nicht. Jeder Abschnitt muss durch Suchen und Rätsel lösen abgeschlossen werden, bevor es weitergeht.
Handlung und Präsentation
Im Mittelpunkt steht Ashleys Übergang vom Albtraum in eine reale Gefahr. Ohne Sprachausgabe erzählt das Spiel über Dialoge und Beschreibungen, ergänzt durch Umgebungsdetails, die Spannung und Rätselhaftigkeit vermitteln. Die Welt vermischt Alltägliches mit surrealen Elementen und spiegelt so den Wechsel von Traum und Wirklichkeit.
Die Optik bleibt durchgängig düster und unterstützt den Thriller-Charakter, verzichtet aber auf aufwendige Zwischensequenzen oder detaillierte Charaktermodelle. Der Sound beschränkt sich auf dezente Umgebungsgeräusche; eine umfassende Musikuntermalung fehlt. Dieses Konzept spricht Spieler an, die eine direkte Verbindung von Erzählung und Puzzle-Mechanik bevorzugen.
Lohnt sich das Spiel?
„The Book of Desires" richtet sich vor allem an Fans klassischer Hidden-Object-Adventures, die eine kompakte, unkomplizierte Erfahrung suchen. Die Prämisse ist interessant, und die Mischung aus Suche und Rätseln hält die Session über mehrere Stunden hinweg abwechslungsreich. Besonders hervorgehoben wird unter anderem ein Zug-basiertes Rätsel, das für zusätzliche Vielfalt sorgt.
Die Rückmeldungen loben die direkte Herangehensweise und die Abwechslung im Gameplay, kritisieren jedoch die schlichte Präsentation und gelegentliche technische Schwächen. Extras wie Sprachausgabe, Morphing-Objekte oder umfangreiche Sammelobjekte fehlen; das kommt Spielern entgegen, die eine fokussierte Session ohne zusätzliche Schichten bevorzugen.
Lineare Einzelspieler-Abenteuer mit Überspring-Option für Rätsel bieten einen niedrigen Einstieg. Das Spiel eignet sich für zwanglose Sitzungen, in denen der Fortschritt durch die Geschichte und das Lösen von Aufgaben im Vordergrund steht. Genre-Neulinge können integrierte Hilfen nutzen, um nicht ins Stocken zu geraten.