The Last Tinker: City of Colors ist ein Singleplayer-Action-Adventure-Plattformer von Mimimi Productions, der 2014 für den PC erschien. Spieler übernehmen die Rolle von Koru, einem jungen Affen aus den Slums von Colortown, der sich gegen die Bleakness stellt - eine dunkle Macht, die der Welt Farbe und Lebensfreude entzieht. Statt klassischer Plattformer-Mechaniken setzt das Spiel auf Kreativität, Emotion und Zusammenarbeit als zentrale Elemente.
Gameplay
Bewegung beschränkt sich auf Gehen, Laufen und Interaktion mit der Umgebung; ein Sprung fehlt bewusst. Koru nutzt Schwung, klettert an Gebäuden und aktiviert farbbasierte Fähigkeiten, um durch die bunten Viertel von Colortown zu gelangen. Jede Farbe beeinflusst Welt und Gegner auf eigene Weise - etwa indem sie Gemütszustände verändert, um Rätsel zu lösen oder Vorteile im Kampf zu verschaffen. Kämpfe drehen sich darum, Reaktionen der Gegner zu erkennen und mit passenden Farbeffekten zu kontern. Rätsel verlangen das Umstellen farbiger Objekte, das Verändern emotionaler Stimmungen oder die Zusammenarbeit mit NPCs. Das Leveldesign erinnert an klassische 3D-Plattformer, legt aber den Schwerpunkt auf Erkundung und kreatives Problemlösen statt auf präzises Timing oder große Sprünge.
Game Modes
Das Spiel besteht ausschließlich aus einer Singleplayer-Kampagne. Multiplayer-Optionen oder zusätzliche Varianten gibt es nicht. Die Geschichte führt linear durch die Viertel Colortowns, wobei jede neue Region auf bereits bekannten Mechaniken aufbaut und neue Farbanwendungen sowie Umwelt-Herausforderungen einführt. Erfolge belohnen das Abschließen von Meilensteinen, das Sammeln von Objekten und besondere Interaktionen.
Story and World
Colortown ist eine Welt, die auf Kreativität und emotionalem Ausdruck basiert und durch die Bleakness allmählich ihre Farben verliert. Koru startet in den weniger farbenfrohen Slums und begibt sich auf eine Reise, bei der er Bewohner trifft, die unterschiedliche Facetten der lebendigen Kultur verkörpern. Die Handlung entfaltet sich über Dialoge und Umgebungs-Storytelling und thematisiert das Wiederherstellen von Gleichgewicht durch persönliches Handeln und Gemeinschaft. Die Levelgestaltung spiegelt diesen Fortschritt wider: Farbpaletten und Designs verändern sich und betonen die Zusammenarbeit zwischen Figuren und Spieler.
Is It Worth Playing?
Auf Steam wird das Spiel insgesamt „größtenteils positiv" bewertet, aktuelle Rezensionen fallen „sehr positiv" aus. Kritiker lobten bei Erscheinen vor allem Charme, unverwechselbare Art Direction und Soundtrack, bemängelten aber, dass manche Abschnitte eher einfach und wenig anspruchsvoll wirken. Das Spiel richtet sich an Spieler, die einen entspannten, familienfreundlichen Plattformer suchen, bei dem Atmosphäre und kreative Mechaniken im Vordergrund stehen. Es ist als abgeschlossenes Einzelspiel erhältlich, ohne weitere Updates oder saisonale Inhalte. Wer kurze, fokussierte Abenteuer mit Schwerpunkt auf Erkundung und farbbasierten Interaktionen mag und ein gewisses Retro-Gefühl schätzt, wird hier fündig.