„The Lower Worlds I: Valenfeld" ist ein kooperatives Dungeon-Action-RPG in der Egoperspektive. Statt einer einzelnen Figur steuert man eine komplette Gruppe, die man selbst zusammenstellt. Klassische Rollenspiel-Elemente treffen dabei auf Gruppenmanagement und Online-Kooperation. Im Mittelpunkt stehen Erkundung offener Zonen, wiederholte Dungeon-Läufe mit wechselnden Grundrissen und das Sammeln von Beute, wobei die Zusammenstellung der Gruppe und die Talentwahl entscheidend sind.
Gameplay
Im Zentrum steht das Zusammenstellen einer Gruppe aus bis zu vier Charakteren, die aus sechs Klassen gewählt werden: Warrior, Rogue, Wizard, Cleric, Druid und Necromancer. Jede Figur erhält eine feste Hauptklasse, die über die Rüstungsentwicklung bestimmt, sowie eine Unterklasse, die zusätzliche Fähigkeiten und Waffen liefert. Durch diese Kombination entstehen unterschiedliche Builds - etwa ein Warrior mit Cleric-Anteilen oder ein Cleric mit Warrior-Anteilen. Fähigkeiten werden automatisch beim Levelaufstieg freigeschaltet, während Talentpunkte auf drei klassenspezifische Pfade verteilt werden, etwa Arms, Bulwark und Warcry beim Warrior oder Fire, Ice und Conjuration beim Wizard.
Das Kampfsystem folgt dem klassischen Trinity-Prinzip aus Tank, Heiler und Schaden. Jeder Gruppenmitglied kann jederzeit übernommen werden, während die KI den Rest bei Solo-Spielzügen übernimmt. In den Dungeons gibt es über 100 Gegnertypen, die Zauber im Freien wirken, während Boss-Kämpfen Verstärkung rufen und ihr Verhalten bei bestimmten Lebensschwellen ändern. Unterbrechungen, Betäubungen und Flächenangriffs-Ankündigungen sorgen für zusätzliche Taktik. Die Beute reicht von Common bis Legendary; Uncommon- bis Epic-Gegenstände erhalten variable Affixe, die identische Grundstücke spürbar unterschiedlich machen. Zwischen den Läufen stehen Schmiedekunst, Alchemie und Verzauberung zur Verfügung.
Die Erkundung erstreckt sich über drei feste Zonen in einer Level-Stufenleiter: The Vale für Level 1-10, The Sered Spur für 11-20 und The Mirrenmere für 21-30. Da nichts an den Spieler angepasst wird, eignen sich frühere Zonen auch später noch als effiziente Farm-Routen. Über die Zonen verteilt finden sich 30 Artefakte, die mit Gilden-Quests und der Far Lantern Society verknüpft sind und bei ihrer Rückgabe belohnt werden. Städte folgen einem Tag-Nacht-Rhythmus mit wechselndem Händlerangebot und Feilsch-Mechanik, während drei politische Fraktionen und drei beitrittsfähige Gilden den Fortschritt beeinflussen.
Spielmodi
Das Spiel unterstützt Online-Koop für Vierergruppen. Gegnerleben und Erfahrung skalieren mit der Gruppengröße, während der Schaden konstant bleibt. Beute fällt direkt auf den Boden und wird von demjenigen eingesammelt, der zuerst zugreift. Fehlen Mitspieler, werden die freien Plätze mit selbst erstellten Charakteren besetzt, deren Kampfverhalten individuell eingestellt ist und das Tank-Heal-Damage-Gleichgewicht wahrt. Jeder Dungeon endet an einem benannten Boss; die Grundrisse werden bei jedem Betreten neu generiert, sodass die insgesamt dreißig Dungeons über die drei Zonen hinweg stets Abwechslung bieten.
Charakterentwicklung und Fortschritt
Der Fortschritt dreht sich um das Ausprobieren von Klassenkombinationen, Talentpfaden und Ausrüstungsaffixen. Hauptklassen steigen vollständig, Unterklassen nur halb so schnell, was zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten schafft, bevor Talente oder Ausrüstung ins Spiel kommen. Das Erstellen neuer Gruppenmitglieder ist ein wesentlicher Bestandteil des Langzeitspiels, da unterschiedliche Kombinationen selbst innerhalb derselben Hauptklasse spürbar andere Spielstile erzeugen. Das Level-Cap liegt bei 30; die Zonen sind so gestaltet, dass frühere Gebiete mit stärkeren Gruppen erneut lohnenswert werden.
Lohnt sich das Spiel?
Valenfeld richtet sich an Spieler, die Spaß daran haben, Gruppen in Dungeon-Umgebungen aufzubauen und zu steuern - besonders jene, die Egoperspektive-Action-RPGs mit Koop-Elementen und wechselnden Grundrissen schätzen. Das Einzelentwickler-Projekt konzentriert sich auf Kernsysteme wie Gruppenzusammenstellung, unterbrechbare Gegnerzauber und nicht-instanzierte Beute, ohne zusätzliche Features wie Seasons oder häufige Updates zum Launch. Der Release ist für den 24. Dezember 2026 auf dem PC geplant. Wer eine Rückkehr zum klassischen Gruppen-Dungeon-Raiding mit konfigurierbarer KI und offener Zonen-Erkundung sucht, wird die Mechaniken passend finden; Spieler, die Live-Service-Features oder groß angelegten Multiplayer erwarten, sollten nach dem Release erst Feedback abwarten.