The Saint: Abyss of Despair ist ein Einzelspieler-Hidden-Object-Adventure mit übernatürlichem Mystery. Spieler schlüpfen in die Rolle von John, einem ehemaligen Priester, der als „The Saint" bekannt ist. Er reist nach Afrika, um das seltsame Verhalten seiner jungen Nichte zu untersuchen, nachdem deren Mutter an einer Krankheit gestorben ist. Die Geschichte entwickelt sich, während man ein schwüles Anwesen und seine Umgebung erkundet - Visionen und Blackouts deuten auf eine überirdische Präsenz hin, die einfach nur „She" genannt wird.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung von 35 verschiedenen Schauplätzen. Dabei sucht man versteckte Objekte, interagiert mit Charakteren und löst Aufgaben, die die Ermittlung vorantreiben. Jede Szene verlangt, bestimmte Gegenstände zu finden, die direkt mit der Handlung verknüpft sind - Hinweise auf eine Besessenheit oder Werkzeuge für den Fortschritt. Dazwischen warten 27 Minispiele, die Beobachtungsgabe, Logik und Timing in unterschiedlichen Formaten testen. Zehn Charaktere liefern Dialoge und Hilfestellungen, die Hintergründe und Motive enthüllen. Die Handlung führt auf eine zentrale Enthüllung über die dämonische Entität und die familiären Verbindungen zu. Ein Tutorial führt die Spielmechaniken schrittweise ein, sodass auch Einsteiger ohne Vorkenntnisse mit der Objektsuche und den Rätseln zurechtkommen.
Spielmodi
Zwei Schwierigkeitsgrade bestimmen Tempo und Herausforderung. Im Casual-Modus gibt es großzügige Hinweise, unbegrenzte Überspring-Funktionen und entspannte Timer, sodass Geschichte und Erkundung im Vordergrund stehen. Der Expert-Modus reduziert die Hilfestellungen, verkürzt die Abklingzeit der Hinweise und erhöht die Präzision bei der Objektsuche sowie bei den Minispielen. Beide Modi nutzen dieselben Orte, Charaktere und dieselbe Handlung - sie unterscheiden sich lediglich in den Unterstützungsfunktionen und im erwarteten Tempo.
Handlung und Atmosphäre
Die Geschichte beginnt mit Johns Ankunft auf dem Anwesen seines Cousins und den zunehmenden Begegnungen mit der übernatürlichen Entität. Blackouts und Visionen unterbrechen den Fortschritt und zwingen dazu, Ereignisse aus fragmentierten Erinnerungen und physischen Spuren zusammenzusetzen. Voice-Acting sorgt für emotionale Tiefe in der Eröffnungsmonolog und in wichtigen Dialogen, wodurch die Horror-Elemente durch die persönliche Bedrohung für das Kind verankert werden. Die afrikanische Kulisse des Anwesens bildet einen engen, aber stimmungsvollen Rahmen, in dem Hitze und Isolation die Spannung bei jeder Entdeckung verstärken.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die ein kompaktes Hidden-Object-Erlebnis mit einer klar fokussierten übernatürlichen Geschichte suchen. Eine Session dauert meist nur wenige Stunden und eignet sich daher gut für kurze Spielzeiten oder als Einstieg in das Genre. Die klare Struktur und das Tutorial erleichtern Anfängern den Einstieg, während die beiden Modi für Wiederspielwert sorgen, wenn man auf weniger Hilfestellungen Wert legt. Rezensionen loben die abwechslungsreichen, aber zugänglichen Rätsel und die solide Erzählung, die den Mystery-Faden ohne übermäßige Komplexität spinnt. Die Verfügbarkeit auf PC-Plattformen macht den Zugang unkompliziert. Wer methodische Erkundung einer actionlastigen Spielweise vorzieht, findet hier stimmige Mechaniken und einen in sich stimmigen Abschluss.