The Wild at Heart ist ein Einzelspieler-Strategie-Adventure, das Kreaturen-Kommando-Elemente mit Erkundung und Rätseln in einer zusammenhängenden Fantasy-Welt verbindet. Spieler übernehmen die Kontrolle über zwei junge Ausreißer, die das verborgene Reich der Deep Woods entdecken und dort eine wachsende Schar kleiner magischer Wesen - die sogenannten Spritelings - sammeln und befehligen. Im Mittelpunkt stehen Ressourcenmanagement, Wegbau und leichte Kämpfe gegen wilde Tiere sowie übernatürliche Bedrohungen, eingebettet in eine märchenhafte Erzählung, die sich um das Aufdecken von Hintergründen und Geheimnissen dreht.
Gameplay
Das Kernspiel dreht sich darum, Spritelings zu sammeln und sie gezielt einzusetzen, um mit der Umgebung zu interagieren. Die skurrilen Wesen können Hindernisse zerstören, Beute tragen, Gegner bekämpfen und neue Wege durch die Landschaft anlegen. Die eigene Horde wächst, indem man weitere Spritelings in der Welt findet, und lässt sich dann in koordinierten Gruppen einsetzen, um Hindernisse zu überwinden. Als zentrales Werkzeug dient der Gustbuster, ein Vakuumgerät, mit dem sich der Schwarm lenken und Feinde aus der Ferne angreifen lassen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Sammeln von Ressourcen und das Basteln. Seltene Materialien wie magische Kristalle, Altmetall und elektronische Bauteile finden sich in der Umgebung und dienen dazu, Strukturen, Gegenstände und Upgrades herzustellen, die die Erkundung erleichtern. Die Welt selbst besteht aus unterschiedlichen Biomgebieten - dichte Wälder, Höhlen, Küstenregionen und alte Schreine -, die miteinander verbunden sind und zum Zurückkehren sowie zum Entdecken versteckter Bereiche einladen.
Ein Tag-Nacht-Zyklus sorgt für zusätzliche Spannung: Bei Einbruch der Dunkelheit erscheinen bösartige Wesen, sodass die Spieler in der Nähe von Lagerfeuern Schutz suchen müssen, bis der Tag wieder anbricht. Diese Mechanik beeinflusst Reiseentscheidungen und erfordert den strategischen Einsatz von Lichtquellen bei gleichzeitiger Verwaltung der Spriteling-Horde.
Spielmodi
The Wild at Heart bietet seinen Inhalt als geschlossene Einzelspieler-Kampagne ohne separate Multiplayer-Optionen oder eigenständige Spielmodi. Das gesamte Erlebnis läuft als durchgehendes Abenteuer ab, das Erkundung, Kreaturen-Kommando, Rätsel und Kämpfe in eine einzige Erzählung integriert. Es gibt weder kompetitive noch kooperative oder Survival-Varianten jenseits des eigentlichen Story-Fortschritts.
Erkundung und Rätsel
Der Fortschritt hängt davon ab, die miteinander verbundenen Deep Woods zu durchqueren und Umgebungs-Rätsel zu lösen. Spritelings helfen dabei, blockierte Wege freizuräumen, Mechanismen zu aktivieren und neue Routen freizuschalten, die wiederum weitere Gebiete und Ressourcen zugänglich machen. Das Design belohnt gründliches Erkunden jeder Region, da viele Geheimnisse und Sammelobjekte erst mit der richtigen Kombination aus Kreaturen und Werkzeugen zugänglich werden.
Alte Schreine und andere Landmarken enthalten Wissensfragmente, die die Geschichte des verlorenen Reiches vertiefen. Spieler setzen nach und nach die Weltgeschichte zusammen und erweitern gleichzeitig ihre Fähigkeiten durch neue Spritelings und selbst gebastelte Upgrades.
Lohnt sich das Spiel?
Die Bewertungen auf Steam fallen mit 96 Prozent positiven Rezensionen sehr positiv aus. Besonders Spieler, die Pikmin-ähnliches Kreaturen-Management mit leichter Strategie, Rätseln und atmosphärischer Erkundung verbinden möchten, werden angesprochen. Die fokussierte Einzelspieler-Struktur liefert ein abgeschlossenes Erlebnis, ohne dass laufende Updates oder zusätzliche Käufe nötig sind.
Wer sich für Indie-Adventures interessiert, die kreatives Problemlösen über schnelle Action stellen, wird mit den Mechaniken zufrieden sein. Die Mischung aus Schwarm-Kommando, Basteln und der Spannung durch den Tag-Nacht-Wechsel ergibt eine eigenständige Spielschleife, die sich von großen Studio-Produktionen abhebt. Wer Multiplayer-Funktionen oder regelmäßige Content-Updates sucht, sollte sich anderweitig umsehen - für ein in sich geschlossenes, storygetriebenes Adventure auf dem PC bietet das Spiel jedoch einen konstanten Mehrwert.