This Book Is A Dungeon ist ein Singleplayer-Indie-Adventure, das interaktive Fiktion mit Dungeon-Crawling-Elementen auf dem PC verbindet. In Twine entwickelt, bietet es ein düsteres Horror-Erlebnis, in dem Spieler ein erzählendes Labyrinth aus okkulten Themen, grotesken Begegnungen und verzweigten Entscheidungen durchqueren, deren Auswirkungen das Ende bestimmen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Lesen von Beschreibungstexten und das Auswählen hervorgehobener Optionen, um voranzukommen. Bewegungen erfolgen über Richtungsangaben, die vom Charakter bereitgestellt werden; eine Karte hilft, den Überblick im Dungeon zu behalten. Leichte RPG-Mechaniken ergänzen das System durch Kampfbegegnungen mit Zufallselementen und ein Inventar zur Verwaltung gefundener Gegenstände.
Rätsel erscheinen als kryptische, verstörende Herausforderungen, die sorgfältiges Lesen und Ausprobieren erfordern. Der Tod tritt häufig und in unterschiedlich grausamen Varianten auf - eine bewusste Designentscheidung, die zum Erkunden alternativer Wege anregen soll. Pixel-Art-Illustrationen begleiten zentrale Szenen und setzen visuelle Akzente im textlastigen Format.
Inventarverwaltung und Kampfentscheidungen fließen in den Fortschritt ein, doch der Schwerpunkt liegt auf den erzählerischen Konsequenzen statt auf komplexen Werten. Mehrere Durchläufe erschließen unterschiedliche Handlungsstränge, da eine einzige Partie nicht alle möglichen Ausgänge abdecken kann.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich als Singleplayer-Erfahrung konzipiert und enthält keine Multiplayer-Komponenten. Die Struktur basiert auf einer linearen, stark verzweigten Erzählung, die durch wiederholte Versuche erkundet wird. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, mit unterschiedlichen Entscheidungen einzigartige Ereignisabfolgen, Begegnungen und Schlüsse zu erleben.
Der Wiederspielwert ergibt sich aus dem Ziel, sämtliche Inhalte über mehrere Sitzungen zu entdecken. Es gibt keine separaten Modi wie Endlosläufe oder kompetitive Varianten; der Fokus bleibt auf dem Kernloop aus Navigation, Rätsellösen und Überleben inmitten der Horror-Elemente.
Handlung und Atmosphäre
Die Geschichte spielt in einer dunklen, von okkulten und lovecraftianischen Motiven geprägten Welt. Themen wie Autokannibalismus, dämonische Verführung, blutsaugende Würmer und rituelle Schrecken werden durch Textbeschreibungen und Pixel-Art-Darstellungen vermittelt. Der Ton bleibt düster und makaber, wechselt jedoch ausreichend, um die Neugier über mehrere Erkundungen hinweg aufrechtzuerhalten.
Entscheidungen beeinflussen nicht nur das Überleben, sondern auch die mentalen und körperlichen Zustände, die sich entwickeln. Der storygetriebene Ansatz belohnt mutige Entscheidungen, warnt jedoch ausdrücklich davor, dass der Charakter häufig stirbt - als Teil der beabsichtigten Herausforderung.
Lohnt sich das Spiel?
Die Plattform-Bewertungen fallen „Überwiegend positiv" aus: 78 Prozent von 190 Rezensionen sind positiv. Gelobt werden vor allem das mitreißende Schreiben, die stimmige Atmosphäre und die wirkungsvolle Umsetzung von Horror durch interaktive Fiktion. Kritik gilt gelegentlich der Navigation in den textbasierten Karten, insbesondere für Spieler, die mit diesem Format weniger vertraut sind.
Das Spiel richtet sich an Fans dunkler Horrorthemen, Textadventures und des Experimentierens mit Entscheidungen, um verschiedene Enden zu erreichen. Als Bonus enthält es ein 40.000 Wörter umfassendes Entwickler-Tagebuch, das über den Entstehungsprozess als interaktives Fiktionsexperiment informiert, das ursprünglich für eine Kindle-Veröffentlichung gedacht war.
Personen, die extreme Inhalte als belastend empfinden oder actionlastiges Gameplay bevorzugen, werden das Spiel wahrscheinlich nicht als geeignet empfinden. Für Anhänger düsterer, erzählungsgetriebener Erlebnisse mit leichten RPG-Elementen bietet es ein in sich geschlossenes Abenteuer, das seit seiner Veröffentlichung 2015 ohne weitere saisonale Updates verfügbar geblieben ist.