Thriving City: Song ist ein Städtebausimulationsspiel, das im alten China der Song-Dynastie spielt. Als Magistrat gilt es, aus einer kleinen Siedlung ein blühendes urbanes Zentrum zu formen und dabei Ressourcen, Bedürfnisse der Bevölkerung sowie äußere Bedrohungen im Gleichgewicht zu halten.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Planung und Steuerung vernetzter Systeme aus Landwirtschaft, Industrie, Handel, Bildung, Verwaltung und Politik. Arbeitskräfte werden zugewiesen, Produktionsstätten neben Wohnquartieren errichtet und Rohstoffe zeitlich passend gesammelt, um ein kontinuierliches Wachstum zu sichern. Sinnvoll angeordnete Gebäude steigern Effizienz und Ertrag in den jeweiligen Bereichen.
Die Grundversorgung bildet die Basis, doch für steigende Zufriedenheit braucht es zusätzliche Angebote wie Vergnügungsstätten und kulturelle Veranstaltungen. Gewürzläden, Gasthäuser und Tavernen locken Einwohner und Besucher an, während Bildungseinrichtungen und erfolgreiche Absolventen der kaiserlichen Prüfung Einnahmen und Ansehen generieren. Diese Faktoren eröffnen weitere Entwicklungsmöglichkeiten.
Mit wachsender Einwohnerzahl steigen auch Anforderungen an Sicherheit und Stabilität. Gefängnisse begegnen steigender Kriminalität durch Diebstahl, Brandstiftung oder Gewalt. Stadtmauern und Bogentürme, ergänzt durch ausgebildete Milizen und Bogenschützen, schützen vor Überfällen und anderen Gefahren. Katastrophen und Seuchen erfordern vorausschauende Infrastruktur und gezielte Maßnahmen.
Politische Entscheidungen erweitern den strategischen Spielraum. Durchdachte Verordnungen können Produktion beschleunigen oder Verwaltungsabläufe optimieren, bringen jedoch mitunter auch Nachteile für Alltag oder langfristige Stabilität mit sich. Finanzlage und Jahresbedarf müssen fortlaufend überwacht werden, um die Siedlung unter wechselnden Bedingungen funktionsfähig zu halten.
Spielmodi
Im Story-Modus folgt der historische Verlauf der Song-Dynastie ab dem Jahr 960. Spieler durchlaufen Kapitel, die an reale Ereignisse geknüpft sind, reagieren auf kaiserliche Erlasse und treffen Entscheidungen, die den weiteren Verlauf beeinflussen. Zeitmanagement und aufeinanderfolgende Aufgaben prägen das Erlebnis, wobei jede Phase klare Ziele und Rahmenbedingungen vorgibt.
Der Adventure-Modus setzt auf freies Bauen. Aus mehreren Karten mit unterschiedlicher Größe und Ressourcenausstattung lässt sich wählen, Schwierigkeitsgrade anpassen und Stadtsiegel mit dauerhaften Vor- oder Nachteilen aktivieren. Kreative Stadtplanung und langfristige Entwicklung stehen hier im Vordergrund, ohne die narrative Struktur des Story-Modus.
Historische Genauigkeit und visuelle Gestaltung
Das Spiel stützt sich auf Museumsmaterial und historische Quellen, um Elemente der Song-Dynastie möglichst authentisch darzustellen. Gebäude, Gewerbe, Berufe und Kleidung entsprechen der Epoche und schaffen ein stimmiges visuelles und mechanisches Gesamtbild. Traditionelle chinesische Kunst beeinflusst das Design, während animierte Bauwerke und Figuren den Alltag und das Wachstum der Stadt veranschaulichen.
Die Bevölkerung kann auf über zweitausend sichtbare Einwohner anwachsen und macht so die Auswirkungen langfristiger Planung auf Dichte und Lebendigkeit der Stadt erfahrbar.
Lohnt sich das Spiel?
Thriving City: Song richtet sich an Spieler, die bedächtige Städtebausimulationen mit historischem Hintergrund schätzen. Die beiden Modi bieten sowohl geführte Fortschritte entlang dokumentierter Ereignisse als auch flexible Sandbox-Bauoptionen. Rezensionen loben die unverwechselbare Grafik, die stimmungsvolle Musik und die vielschichtigen Mechaniken, die sorgfältiges Ressourcenmanagement und kluge politische Entscheidungen belohnen.
Interessenten an Einzelspieler-Strategiespielen mit Fokus auf das alte China finden die Systeme besonders ansprechend, vor allem das Zusammenspiel von wirtschaftlichem Wachstum, öffentlicher Wohlfahrt und Krisenbewältigung. Die Vollversion unterstützt fortlaufendes Spielen ohne Abhängigkeit von saisonalen Inhalten oder weiteren Modi.