Toybox Turbos ist ein klassisches Top-Down-Rennspiel, das den chaotischen Spaß beim Wettrennen mit Miniaturfahrzeugen durch überdimensionierte Alltagswelten einfängt. Codemasters hat Spieler in winzige Autos, Laster und andere Gefährte versetzt, die über Küchentheken, Modelleisenbahnanlagen und ähnlich hochskalierte Umgebungen jagen - voller Gefahren wie klebrige Marmeladeflecken, offene Flammen oder herandonnernde Lokomotiven.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Sammeln und Aufwerten von 35 Fahrzeugen aus sieben verschiedenen Kategorien. Man beginnt mit einem einfachen Modell und schaltet weitere durch Fortschritt frei, um sie anschließend an die Anforderungen unterschiedlicher Strecken anzupassen. Das Handling fühlt sich wuchtig und direkt an: genug Grip für enge Kurven, aber auch Platz für spektakuläre Drifts und Kollisionen mit Gegnern oder Hindernissen.
Power-ups sorgen für zusätzliche Taktik und Störpotenzial. Dazu gehören auslegbare Minen, montierte Maschinengewehre und überdimensionale Dachhämmer, mit denen man Konkurrenten von der Strecke prügeln kann. Die Rennen werden aus fester Vogelperspektive gefahren und setzen auf schnelle Reaktionen und Positionierung statt auf realistische Simulation. Kurven mit Abkürzungen und Umweltgefahren belohnen mutige Linien und ständige Aufmerksamkeit.
Spielmodi
Der Einzelspieler-Modus bietet sechs verschiedene Varianten, verteilt auf sieben Cups. Jeder Cup enthält sechs Events, die normale Rennen mit speziellen Herausforderungen kombinieren und in einem Boss-Eliminations-Duell gipfeln. Klassische Rennen finden gegen drei Gegner über mehrere Runden statt. Überhol-Missionen erfordern das Passieren von Wellen neu spawnender Konkurrenten. Zeitfahren zielen auf persönliche Bestzeiten ab, während Flucht-Events verlangen, einer sich nähernden Gefahr voraus zu bleiben - auch über normale Rundengrenzen hinaus.
Der Mehrspieler-Modus unterstützt vier Varianten, die lokal, online oder gemischt gespielt werden können. Sie setzen auf direkte Konfrontation und Eliminierungsregeln, bei denen Zurückfallende ausscheiden. Das Konzept eignet sich sowohl für kurze Runden als auch für längere Gruppenspiele, wobei Fahrzeuge aus dem Einzelspieler übernommen werden können.
Strecken und Fahrzeuge
Achtzehn Strecken bilden Haushalts- und Garten-Szenen in riesigem Maßstab nach. Auf Küchentheken sorgen rutschige Oberflächen und Gerätegefahren für Spannung, während Modelleisenbahnanlagen fahrende Züge und enge Tunnel bieten. Abwechslung entsteht durch unterschiedliche Hindernisplatzierungen und Streckenverläufe statt durch wiederholte Motive, sodass jede Fahrt auch nach mehrmaligem Versuch frisch bleibt.
Die Fahrzeuge reichen von wendigen Sportwagen und Taxis bis hin zu schwereren Optionen wie Monstertrucks, Bulldozern und Landmaschinen. Die Kategorien beeinflussen Geschwindigkeit, Robustheit und Power-up-Wirkung und laden dazu ein, verschiedene Modelle auszuprobieren. Anpassungen konzentrieren sich auf Leistungsverbesserungen statt auf Optik, um gezielt auf bestimmte Herausforderungen zu reagieren.
Lohnt sich das Spiel?
Toybox Turbos bietet zugängliches Arcade-Racing für Gelegenheitsspieler und Gruppen, die lockeren Wettbewerb suchen. Die verzeihlichen Steuerung und die kurzen Events machen den Einstieg leicht, während Power-ups und Umweltgefahren für Abwechslung sorgen. Die Rezeption lobt vor allem den nostalgischen Charme und den starken lokalen Mehrspieler, auch wenn manche die fehlende Tiefe im Einzelspieler-Karriere-Modus bemängeln.
Das Spiel richtet sich an Fans von Top-Down-Racern, die chaotische Kämpfe über realistische Physik stellen. Besonders der lokale Mehrspieler eignet sich für Partys, und das Gesamtpaket bleibt kompakt genug für gelegentliche Sessions ohne langen Zeitaufwand. Wer unkomplizierten Spaß in einer spielzeuggestylten Rennwelt sucht, wird hier zuverlässig bedient.