Under The Iris ist ein Singleplayer-RPG in einer Science-Fiction-Welt. Die Spielerin übernimmt die Rolle von Taya, einer Frachtschiff-Angestellten, die nach einem Zwischenfall im Iris-Sternensystem auf dem technologisch rückständigen Planeten Para gestrandet ist. Das Spiel legt den Fokus auf persönliche Entscheidungen, mit denen die Protagonistin ihre Lage auf einer Welt bewältigt, die für ihre einzigartigen Stammes- und Kulturstrukturen bekannt ist.
Gameplay
Im Zentrum steht die Erkundung Paras in handgezeichneter Pixel-Art. Auf der Oberfläche bewegt man sich aus der Vogelperspektive, während unterirdische Abschnitte als First-Person-Dungeons funktionieren. Unterwegs trifft man auf verschiedene Charaktere und Gruppen - von ausgerüsteten Raumfahrern bis hin zu ungewöhnlichen Wesen. Die Steuerung erfolgt über Tastatur, mit Optionen zur Interaktion, zur Kartenansicht in manchen Bereichen und zur Steuerung des Texttempos.
Kampfbegegnungen lassen sich auf unterschiedliche Weise lösen. Man kann sich in rundenbasierten Schießereien messen, Konflikte über Verführung und Verlockung beilegen oder sich einfach aus dem Staub machen. Jede Wahl hat Auswirkungen auf spätere Ereignisse und das Verhalten der Charaktere. Das System ist eng mit dem Erzählfluss verbunden und tritt nicht als isolierte Kämpfe auf.
Dialoge bilden eine zentrale Säule. Verzweigte Gesprächsverläufe verändern, wie die Welt und ihre Bewohner auf Taya reagieren. Entscheidungen beeinflussen Beziehungen, verfügbare Optionen und den weiteren Verlauf der Geschichte - manche führen sogar zu dauerhaften Veränderungen in der Umgebung oder im Verhalten von Charakteren.
Spielmodi
Das Spiel bietet eine geschlossene Singleplayer-Kampagne ohne separate Multiplayer- oder Wettkampfmodi. Die Abwechslung entsteht durch flexible Begegnungssysteme, die zwischen direkter Konfrontation, gewaltloser Überzeugung oder Ausweichen wechseln lassen. Diese Optionen sind in die Erkundung eingebunden: Die Reise über die Planetenoberfläche führt in tiefere First-Person-Dungeons, die auf demselben entscheidungsgetriebenen Prinzip aufbauen.
Der Fortschritt ist eng an die Erzählverzweigungen gekoppelt und nicht an klassisches Leveln oder separate Spielvarianten. Spieler kehren in bereits besuchte Gebiete zurück oder ändern ihre Route auf Basis früherer Entscheidungen. Dadurch entstehen unterschiedliche Durchläufe durch Dialogausgänge und Kampfresultate, ohne dass man am Anfang einen separaten Modus wählen muss.
Handlung und Atmosphäre
Die Geschichte begleitet Taya dabei, das Beste aus ihrer Stranding-Situation zu machen und gleichzeitig die Gesellschaft des Planeten besser zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen ihre persönlichen Motive und die Spannung zwischen unmittelbaren Erlebnissen und aufkommenden Erkenntnissen. Die Welt verbindet Science-Fiction-Elemente mit den kulturellen Eigenheiten Paras, dargestellt in Pixel-Art, die sowohl offene Erkundung als auch enge Dungeon-Abschnitte unterstützt.
Ein Original-Soundtrack von Archie Whitepaw sorgt für eine durchgehende atmosphärische Untermalung. Er kombiniert elektronische Klänge und Synthwave-Elemente, die zu Reisen, Begegnungen und ruhigeren Momenten passen, ohne das Gameplay zu überlagern.
Aktueller Entwicklungsstand
Under The Iris wird von einem einzelnen Entwickler aktiv weiterentwickelt. Regelmäßige Updates ergänzen Dialoge, Gebiete und Grafiken. Frühe Versionen enthalten noch Platzhalter und unfertige Abschnitte, während die Kernsysteme für Bewegung, Kampfauflösung und verzweigte Dialoge bereits funktionieren. Das Spiel unterstützt Tastatureingaben auf dem PC und ist mit Android kompatibel; die Touch-Steuerung wird weiter verfeinert.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die narrative RPGs mit Fokus auf Entscheidungsfolgen und mehreren Lösungswegen suchen - statt linearer Kämpfe oder umfangreicher Charakteranpassung. Die Kombination aus Top-Down-Erkundung, First-Person-Dungeons und flexiblen Begegnungssystemen schafft einen eigenen Spielablauf für alle, die sehen möchten, wie Entscheidungen die Geschichte und Charakterbeziehungen beeinflussen. Frühes positives Feedback hebt die atmosphärische Präsentation und die sinnvolle Integration von Verführungs- oder Fluchtoptionen neben klassischem Kampf hervor. Als Work-in-Progress mit kontinuierlichen Updates spricht es vor allem Spieler an, die mit laufender Entwicklung umgehen können und an erwachsenen Science-Fiction-Abenteuern mit starker Spieler-Agency interessiert sind. Die Verfügbarkeit auf dem PC ermöglicht ein zugängliches Tastatur-Erlebnis, während die Verzweigungssysteme Anreize für weitere Durchläufe mit unterschiedlichen Herangehensweisen bieten.