Valiant Hearts: Coming Home ist ein Einzelspieler-Abenteuer, das im Ersten Weltkrieg spielt. In einem 2D-Seiten-scrolling-Format folgen Spieler einer erzählungsgetriebenen Geschichte mit mehreren Figuren und erleben eine Mischung aus Erkundung, Rätseln und leichten Action-Sequenzen. Das Spiel setzt die Ereignisse von Valiant Hearts: The Great War direkt fort und vertieft die Themen gewöhnlicher Menschen in außergewöhnlichen Kriegsumständen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Steuerung von vier unterschiedlichen Charakteren, deren Wege sich im Verlauf der Kampagne immer wieder kreuzen. Jede Figur bringt eigene Fähigkeiten und Sichtweisen mit, die den Ablauf der Abschnitte verändern. Erkundung führt durch Schützengräben, Unterwasserwelten und den Luftraum, wobei die Umgebung und ein treuer Hund als Begleiter eine wichtige Rolle spielen. Rätsel reichen von der Manipulation von Objekten bis hin zu zeitkritischen Herausforderungen, etwa der Versorgung Verwundeter unter Druck oder der Koordination von Nachschubabwürfen. Action-Elemente tauchen in gezielten Sequenzen auf, etwa beim Ausweichen vor Bedrohungen im Flug oder beim heimlichen Vorankommen in umkämpften Gebieten. Kurze Musikpassagen bieten interaktive Pausen, die mit den Hintergrundgeschichten der Figuren verknüpft sind. Historische Fakten und Bildmaterial zu realen Ereignissen des Ersten Weltkriegs - von Seeschlachten bis zu großen Offensiven - sind fest in das Erlebnis eingebunden, ohne dass Kampfgeschick erforderlich ist.
Spielmodi
Valiant Hearts: Coming Home ist ein rein lineares Einzelspieler-Erlebnis ohne separate Mehrspieler- oder Wettbewerbsmodi. Der Fortschritt folgt einer festen Handlung, die in kapitelweise wechselnden Perspektiven erzählt wird. Spieler kehren an historische Schauplätze wie die Skagerrakschlacht und die Maas-Argonnen-Offensive zurück und erleben schließlich die Zeit des Waffenstillstands. Die Struktur lädt eher dazu ein, die Bildungselemente erneut zu entdecken, als alternative Enden oder Verzweigungen zu bieten. Alles bleibt innerhalb dieser geschlossenen Kampagne, die sich auf Überleben und humanitäre Hilfe im Krieg konzentriert.
Handlung und Figuren
Die Geschichte setzt nach dem ersten Teil ein und führt James ein, den Bruder einer früheren Hauptfigur, der mit der Einheit der Harlem Hellfighters verbunden ist. George fliegt als alliierter Pilot und nutzt Taktik und Verstand in der Luft. Ernst steht für die deutsche Perspektive und ist als Taucher in den Krieg gezogen worden. Anna kehrt aus dem Vorgängerspiel zurück und setzt ihre medizinische Hilfe fort. Ihre Wege treffen sich in gemeinsamen Zielen von Durchhaltevermögen und Unterstützung, begleitet vom wiederkehrenden Hund. Die Handlung verwebt authentische Details des Ersten Weltkriegs mit einem Fokus auf weniger bekannte Einheiten und Ereignisse, um den fiktiven Elementen Kontext zu geben.
Lohnt es sich?
Valiant Hearts: Coming Home richtet sich an Spieler, die geschichtenbetonte Abenteuer mit Rätsel- und Erkundungselementen vor historischem Hintergrund suchen. Die Steam-Bewertungen fallen insgesamt gemischt aus, mit rund 62 Prozent positiven Stimmen aus über 500 Rezensionen. Das Spiel bietet ein kompaktes Erlebnis, das auf emotionale Erzählung und leichte Interaktion setzt, statt auf lange Spielzeit oder komplexe Systeme. Wer eine klare Einzelspieler-Reise durch die Geschichte des Ersten Weltkriegs sucht, kann in der künstlerischen Umsetzung und den charaktergetriebenen Abschnitten einen Wert finden. Die Verfügbarkeit auf dem PC erleichtert den Zugang, doch die Erwartungen sollten sich an der Betonung der Geschichte statt an abwechslungsreicher Spielmechanik orientieren.