Yakuza 4 Remastered ist ein Open-World-Action-Adventure mit Fokus auf Prügelkämpfe und erzählerischer Erkundung in einer detailgetreuen Nachbildung Tokios aus dem Jahr 2010. Im Zentrum stehen vier Männer aus der Unterwelt, deren Wege sich nach einem Schusswechsel kreuzen. Die PC-Version läuft in 1080p und 60 Bildern pro Sekunde, behält die ursprüngliche Struktur bei und bietet gleichzeitig schärfere Grafik sowie bessere Performance.
Gameplay
Das Spielprinzip verbindet Echtzeit-Kämpfe mit freier Bewegung durch verschiedene Stadtviertel, die mit Nebenaktivitäten und Story-Ereignissen gefüllt sind. Im Kampf steht die direkte Steuerung im Vordergrund, wobei jeder Protagonist über eigene Kampfstile verfügt. Von gezielten Schlägen bis hin zu kraftvollen Griffen bietet jeder Charakter unterschiedliche Techniken, die den Verlauf der Kämpfe beeinflussen. Waffen lassen sich nur von bestimmten Figuren einsetzen und erweitern so die taktischen Möglichkeiten.
Die Erkundung dreht sich um Straßen, Gassen und Innenräume, in denen zufällige Ereignisse und feste Schauplätze sowohl für den Fortschritt als auch für optionale Ablenkungen sorgen. Die offene Welt ermöglicht es, Hauptmissionen mit freier Zeit für Minispiele oder Begegnungen zu kombinieren. Kiryus Stil integriert Elemente der anderen Kämpfer und belohnt so den Wechsel zwischen den Perspektiven im Verlauf der Handlung.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich für Einzelspieler konzipiert und bietet weder kompetitive noch kooperative Modi. Die Geschichte wird über vier eigenständige Kampagnen erzählt, die jeweils einen Protagonisten in den Mittelpunkt stellen und später zusammenführen. Anstelle klassischer Kapitel stehen hier Charakterbögen, die nacheinander abgeschlossen werden.
Nebeninhalte sind direkt in die offene Welt eingebettet. Dazu gehören Kampfherausforderungen ebenso wie Bowling, Billard oder Dart, die während der freien Zeit zwischen den Story-Abschnitten verfügbar sind. Weitere Spielmodi gibt es nicht.
Handlung und Charaktere
Die Geschichte folgt Kazuma Kiryu, dem „Dragon of Dojima", sowie drei neuen Hauptfiguren, deren Schicksale sich nach einem gewaltsamen Vorfall verknüpfen. Shun Akiyama setzt auf schnelle Tritte und geschickte Finanzgeschäfte. Masayoshi Tanimura nutzt polizeilich ausgebildete Taiho-jutsu-Techniken. Taiga Saejima bringt rohe Kraft mit ringkampfähnlichen Moves ins Spiel. Ihre überlappenden Wege führen in die Konflikte der Yakuza und in die Nachtclubs Tokios.
Die Steuerung wechselt zu festgelegten Zeitpunkten zwischen den Charakteren, sodass jeder die Ereignisse beeinflussen kann. Kiryus Kampagne integriert Fähigkeiten der anderen, wodurch die Handlungsstränge auch spielerisch miteinander verbunden werden. Die Remastered-Version behält alle Originalstimmen und Zwischensequenzen bei und läuft flüssig mit höheren Bildraten.
Lohnt sich das Spiel?
Yakuza 4 Remastered richtet sich an Spieler, die storylastige Action-Spiele mit abwechslungsreichen Kämpfen und einer dichten Großstadtumgebung suchen. Die vier Protagonisten bieten unterschiedliche Spielstile, die die Kämpfe über die gesamte Kampagnenlänge frisch halten. Die technischen Verbesserungen beheben ältere Performance-Probleme und sorgen für eine saubere Darstellung auf aktueller Hardware.
Die Aufnahme hebt vor allem die erweiterte Charakterauswahl und die Vielfalt im Kampf positiv hervor. Viele Spieler sehen den Wechsel zwischen mehreren Hauptfiguren als gelungene Abwechslung. Das Spiel ist ein abgeschlossenes Einzelspieler-Erlebnis ohne laufende Updates oder saisonale Inhalte. Wer Prügelmechaniken mit wechselnden Charakterperspektiven sucht, findet hier eine Erfahrung, die dem Original treu bleibt und auf dem PC nun noch zugänglicher ist.