Die EVO 2026 ist also vorbei. Das Konfetti ist weggefegt, das Publikum hat sich irgendwann beim Grand Final die Stimme weggebrüllt, und jetzt sitzt du da und hast dieses Kribbeln. Kennen wir. Jemandem zuzusehen, wie er ein Set aus dem Nichts zurückholt, verkauft ein Fighting Game besser als jeder Trailer.
Und was für ein Wochenende. Street Fighter 6 und Tekken 8 gehörte die Hauptbühne. Riot zeigte zwei neue 2XKO-Charaktere, Lux und Samira. Arc System Works schob eine Robo-Ky-Ankündigung für Guilty Gear Strive am 2. Juli hinterher, als wäre es nichts. Die Szene brennt. Bleibt nur die Frage, wer dein Geld bekommt.
Und das Beste: In dieses Genre einzusteigen hat noch nie so wenig wehgetan. Rollback-Netcode ist der Standard, kein Luxus mehr, und moderne Tutorials bringen dir tatsächlich etwas bei, statt dich in Ranked zum Ertrinken zu werfen. Acht Tipps unten. Anime-Tag-Fighter, düstere 3D-Prügler, alles dabei. Jeder einzelne hat 2026 noch eine lebendige Spielerbasis, also nein, du wirst nicht gegen Geister in einer toten Lobby boxen.
Die Eingangstür zum ganzen Genre. Und ehrlich, immer noch die beste. Seit dem Start auf der RE Engine im Juni 2023 hat es fünf Millionen Exemplare geknackt, und mit dem Modern-Schema wirft ein blutiger Anfänger einen Feuerball per Knopfdruck. Veteranen behalten ihre klassischen Eingaben. Alle gewinnen. World Tour, der Einzelspielermodus, ist ein schräges kleines Rollenspiel, das dir die Grundlagen eintrichtert, ohne je nach Hausaufgabe zu schmecken. Es trug die EVO auch dieses Jahr. Überraschte niemanden.
Kämpfe lieber in 3D? Bandai Namco liefert. Unter der Haube Unreal Engine 5, seit Januar 2024 draußen, drei Millionen Exemplare in wenigen Monaten weg. Das Heat-System zwingt dich praktisch zum Draufhauen - lehn dich zurück und blocke, und du zahlst dafür - während Special Style Combos auf einfachere Eingaben legt, damit Tag eins keine Wand ist. Der Story-Modus? Herrlich bescheuert. Im besten Sinne. Und online sind genug Leute unterwegs, dass immer jemand auf deinem Rang bereitsteht.
Guilty Gear war immer eine Kultsache. Strive hat das geändert und wurde zum meistverkauften Teil der Reihe, mit über drei Millionen Spielern seit 2021. Es sieht aus wie ein Comic nach drei Energydrinks, und trotzdem ist es das lesbare - weniger Knöpfe als die alten Anime-Fighter, dazu ein Wandbruch, der jede Runde spannend hält. Der Rollback war ab dem ersten Tag bombenfest, online fühlt sich also fast wie Couch an. Neue Seasons liefern ständig Charaktere nach. Genau deshalb verlässt es die EVO-Bühne nie.
Bei NetherRealm weißt du, was du kriegst. Literweise Blut. Aber der eigentliche Clou des 2023er Reboots ist das Kameo-System, ein zweiter Kämpfer, den du für Assists und längere Combos reinholst. Die filmische Story-Kampagne ist immer noch der sanfteste Einstieg für alle, die von den Filmen kamen, nicht von der Spielhalle. Fatalities? So brutal und einfallsreich wie eh und je. Du wurdest gewarnt. Alte Gesichter, neue Twists, und eine sehr niedrige Hürde, um einfach loszulegen.
Arc System Works, Runde zwei. Diesmal das Anime als 3-gegen-3-Tag-Fighter, und seit 2018 über zehn Millionen Mal verkauft. Atemberaubend anzusehen. Nett zu Einsteigern. Auto-Combos lassen einen Neuling seinen Kamehameha-Traum schon am ersten Abend ausleben. Das Rollback-Update von 2023 hat den Netcode endlich in Ordnung gebracht, online läuft es also wirklich. In Fighting Games gelandet, nur weil du Dragon Ball liebst? Dann ja. Klare Sache.
Der Geheimtipp, das Spiel für alle, die beim Wort "Execution" ins Schwitzen kommen. Arc System Works und Cygames brachten es Ende 2023 raus, und es legt deine Spezials auf einen einzigen Knopf mit gnädigen Cooldowns. Die Einstiegshürde liegt praktisch am Boden. Läuft günstig auf einem bescheidenen PC, und für einen Fighter steckt erstaunlich viel Story drin. Die Menge ist kleiner als bei den Großen oben, klar, aber freundlich, und der Rollback hält über Regionen hinweg.
Team-Battles dein Ding? SNK hat hier die Wahl der Puristen. Drei gegen drei, schnell, alles über Spacing, genau wie die Reihe schon immer. Es kam 2022 mit Rollback und einem Roster aus Jahrzehnten SNK-Geschichte. Die Lernkurve ist steiler als bei der Anime-Fraktion, das verschweige ich nicht, aber bleib dran und du bekommst echte Tiefe und jede Menge Charakter. Es ist ständig im Angebot, damit eine der günstigsten Arten an ein prall gefülltes Lineup, und ein EVO-Dauergast.
Fatal Fury war über zwanzig Jahre weg. SNK holte es 2025 zurück, und City of the Wolves ist das Neueste auf dieser ganzen Liste. Es verbindet das alte Real-Bout-Gefühl mit einem modernen REV-System, das Leiste und Spezials steuert, plus eine Smart-Style-Option für Neulinge. Das ist deine Wahl, wenn du lieber mit einer jungen Szene wächst, statt am ersten Tag von Fünf-Jahres-Veteranen wie Wäsche gefaltet zu werden. Es drängt sich schon in die Turnierrotation.
Du musst nicht alle acht mainen. Bitte nicht. Deine Daumen legen Beschwerde ein. Willst du die größten Lobbys und die klarsten Tutorials? Street Fighter 6 oder Tekken 8. Angst vor Execution? Granblue Versus Rising. Rein, bevor die Szene voll wird? Fatal Fury City of the Wolves. Wozu dich die EVO 2026 dieses Wochenende auch überredet hat, hier unten wartet ein Kampf mit deinem Namen drauf. Also. Was startest du zuerst? Ab damit in die Kommentare.
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